ÖVP-Veranstaltung "Mobilität.Leben: Zukunft der Verkehrssicherheit"

Kukacka und Miedl diskutieren mit Experten "Tempo 160"

Wien, 16. März 2005 (ÖVP-PK) Auf Einladung von Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka und unter Leitung von ÖVP-Verkehrssprecher Abg.z.NR Werner Miedl hat heute, Mittwoch, eine hochkarätige Expertengruppe über "Mobilität und Verkehrssicherheit" im Siemens-Forum Wien diskutiert. Aus Sicht der Politik, der Straßenerhalter, der Industrie, der Verkehrs- und Umweltverantwortlichen, sowie Medizinern, Unfallforschern und Verkehrsklubs wurde die Themen "Verkehrssicherheit" und "Tempo 160" facettenreich erörtert. ****

Den Tenor brachte Staatssekretär Kukacka auf den Punkt: "Erst müssen die infrastrukturellen Voraussetzungen auf Straßen und Autobahnen im Einklang mit den technischen Möglichkeiten der Verkehrsbeeinflussung unter Rücksichtnahme der Umwelt und Bewusstseinsbildung beim Autofahrer geprüft und umgesetzt werden." Denn, so Miedl, "bei aller Technik bleibt der Mensch fehlbar."

Dr. Kurt Hofstädter von Siemens Österreich betonte die Bedeutung der Verkehrstelematik. "Österreich ist puncto Telematik Vorreiter in Europa." Die Regierung investiere eine Milliarde Euro in Verkehrsinformation, -management und -überwachung, sowie in die Mauteinhebung. Diese Maßnahmen würden direkt helfen, die Zahl der Verehrstoten zu reduzieren, Unfallfolgekosten zu senken und weniger Staus und Umweltbelastung zu produzieren. Aber, das habe auch der Nebelunfall auf der A1 in Seewalchen gezeigt, "die Eigenverantwortung jedes Autofahrers, die angezeigten Warnhinweise auch zu befolgen, bleibt das wichtigste Element."

Auch für ASFINAG-Vorstandsdirektor DI Franz Lückler sind Verkehrsbeeinflussungsanlagen das "Gebot der Stunde". Ein Pilotprojekt "Tempo 160" auf einigen Autobahn-Abschnitten, sei "denkbar. Aber nur mit begleitenden Umwelt-, Lärm- und Sicherheitstests. Das Thema Umwelt wurde dann nach dem Motto "Nur sauber ist sicher, weil sicher für den Menschen" von OMV-Direktor Dr. Walter Böhme erörtert. Die Industrie sorge mit immer neuen verbesserten Treibstoffen - "Stichwort: schwefelfreies Zeitalter" -und verbrauchsarmen Motoren für eine nachhaltige Entwicklung. Das Thema CO2-Emmissionsentwicklung und Erhöhung der Geschwindigkeit widerspreche aber dem "Klimaziel Österreichs, die Emissionen bis 2010 auf 15 Millionen Tonnen zu reduzieren", betonte Böhme.

ÖAMTC-Generalsekretär Hans Peter Halouska stellte das Ziel "Reduktion der Verkehrstoten um die Hälfte" in den Mittelpunkt. Da sei es mit "Tempo rauf oder runter nicht getan". Das größte Potential liege in der Bewusstseinsbildung, da "90 Prozent der Unfälle aus menschlichem Versagen" resultierten. Halouska lobte die Verbesserungen der Regierung, wie etwa die Mehrphasenausbildung
beim Führerschein: "Die Regierung tut viel für Sicherheit." Eine Erhöhung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 160 km/h könne aber nur in Kombination mit Verkehrstelematik erfolgen, so Halouska.

Othmar Thann vom Kuratorium für Verkehrssicherheit zeigte sich erfreut über die Verkehrssicherheitsmaßnamen der Bundesregierung. "Dass das Vormerksystem im Parlament behandelt wird, ist ein Meilenstein." Tempo 160 müsse aber gemeinsam mit Abschaffung der behördlichen Toleranzgrenzen und "Licht am Tag" diskutiert werden. "Menschen müssen zudem besser ausgebildet und trainiert werden, da es physiologische Grenzen gibt. Mit den Worten von Staatssekretär Kukacka: Wir müssen Für und Wider auf den Tisch legen und abwägen."

Mit einigen Zahlen und Fakten zum Thema Unfallforschung und Unfallverhütung schlossen Univ.Prof. Dr. Michael E. Höllwarth (Vorstand Universitätsklinik für Kinderchirurgie Graz) und Univ.Prof. DI Dr. Hermann Steffan (Frank Stronach-Institut) die Podiumsdiskussion: "Jeder zweite Verkehrstote ist nicht
angeschnallt - 16- bis 25-Jährige gehören zur Höchstrisikogruppe."

Staatssekretär Helmut Kukacka und ÖVP-Verkehrssprecher Werner Miedl dankten den Diskutanten und versprachen abschließend, sich für "höchstmögliche Mobilität bei höchstmöglicher Sicherheit" einzusetzen.

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