Tempo 160: Wittauer stimmt mit Gorbach überein

Sicherheit hat oberste Priorität

Wien, 2005-03-16 (fpd) - "Die Debatte über die 160 km/h Regelung wird scheinheilig und bewußt emotionalisiert geführt. Wir stehen am Anfang eines Diskussionsprozesses, dies muß auch der Koalitionspartner zur Kenntnis nehmen. Von vorne hinein alles schlecht zu reden, halte ich für falsch und ist nicht im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit", so der freiheitliche Verkehrssprecher Klaus Wittauer. In Richtung Kukacka erwiderte Wittauer: "Die Aufgabe eines Staatssekretärs ist es, Ressortintern mit seinem Minister Ideen und Vorstellungen auszutauschen und nicht über die Medien eine Arbeit zu untergraben. So ein Verhalten richtet mehr Schaden an, als es aus persönlichen populistischen Gründen von Nutzen sein könnte."
Der generelle Vorwurf "höhere Geschwindigkeit fordert mehr Tote" sei schlichtweg falsch. Man müsse auch zur Kenntnis nehmen, daß der fortgeschrittenen Entwicklung der Kraftfahrzeuge, auch im Sicherheitsbereich, Rechnung getragen werden müsse. ******

"Hohe Geschwindigkeit ist überall dann gefährlich, wenn sie den Verhältnissen nicht angepaßt ist", so Wittauer. Wenn z.B. in einem kurvenreichen Streckenabschnitt 40 km/h vorgeschrieben sind und ein Lenker mit 70 km/h verunfallt, ist es etwas anderes als 160 statt 130 km/h auf einer gut ausgebauten 3spurigen Autobahn bei optimalen Verhältnissen zu erlauben, erläuterte Wittauer.

Wittauer stimme mit Gorbach auch darin überein, daß die Sicherheit oberste Priorität haben müsse. Die vorgeschlagene 160 km/h Regelung auf gewissen Teilstrecken werde mit Experten auf breiter Basis diskutiert werden. Selbstverständlich müsse es Grundvoraussetzungen für Tempo 160 geben. Dies wären zum Beispiel flexible Geschwindigkeitsanzeigen, die den Verkehr je nach Verkehrssituation leiten. Bei schlechter Sicht, Stau, Unfallsituationen, Nebel oder rutschiger Fahrbahn wird die Geschwindigkeit gedrosselt, bei optimaler Sicht, trockener Fahrbahn und geringer Verkehrsdichte kann die Geschwindigkeit nach oben korrigiert werden. Bauliche Voraussetzungen seien 3spurige oder zumindest breit ausgebaute 2spurige gerade und hindernisfreie Autobahnabschnitte. Die Toleranzgrenze müsse dementsprechend gesenkt werden, daß 160 km/h auch wirklich 160 km/h sind. Dies müsse auch verschärft und vermehrt kontrolliert werden.

"Es gilt mit Experten zu diskutieren und zu prüfen, ob frühestens 2006 mit einer Testphase begonnen werden kann. ", so Wittauer abschließend.

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