ASFINAG: S 10 Mühlviertler Schnellstraße: Regionskonferenz in Freistadt

Trasse beim Ministerium zur §14-Verordnung eingereicht

Wien (OTS) - Mit der Trassenentscheidung im Sommer letzten Jahres setzte das Land OÖ im Auftrag der ASFINAG einen wichtigen Schritt zum Bau der S 10 Mühlviertler Schnellstraße. Im Herbst 2004 legte die ASFINAG das Projekt beim Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) zur Prüfung und Einleitung der §14-Verordnung vor. Mit der §14 Planungsgebietsverordnung wird das Trassenband der S 10 rechtswirksam verordnet. Die §14-Verordnung legt dabei einen entsprechend breiten Streifen fest, in dem Neu-, Zu- oder Umbauten nur dann vorgenommen werden dürfen, wenn diese nicht im Widerspruch zum geplanten Straßenprojekt stehen.

Planungen gehen in die nächste Runde

Die Auswahl der Planungsbüros für die nächsten Planungsstufen im Rahmen der EU-weiten Ausschreibung der Ingenieurleistungen für das Einreichprojekt stehen unmittelbar bevor. Dipl.-Ing. A. Walcher, Leiter der Abteilung Planung der für das Projekt verantwortlichen ASFINAG Baumanagement GmbH zeigt sich zuversichtlich, dass in wenigen Wochen die Planungsarbeiten mit Hochdruck beginnen können.

Im Einreichprojekt wird die S10-Trasse mit allen Begleitmaßnahmen im Detail geplant und für die Umweltverträglichkeitsprüfung aufbereitet. Zu Beginn der Planungen werden weitere wichtige Grundlagendaten für das Projekt erhoben beziehungsweise präzisiert (Umweltdaten, Untergrunderkundung). Im Zuge der vertieften Planung erfolgen lokale Optimierungen der Trassenlage.

Ein Schwerpunkt der Planungstätigkeiten liegt in der Maßnahmen-und Betroffenenplanung, die für Betroffene optimierte und umweltgerechte Lösungen in Fragen des Lärmschutzes, der Wegenetzanpassung, der landschaftlichen Einbindung etc. anstrebt.

Im Herbst 2006 soll nach derzeitigem Terminplan die Umweltverträglichkeitserklärung (UVE), in der sämtliche Auswirkungen des Projektes auf Mensch und Umwelt darzustellen sind, bei der Behörde eingereicht werden.

In den nächsten Monaten werden auch die ersten Gespräche mit den von der Trassenführung direkt betroffenen Objekteigentümern aufgenommen. Ziel der Gespräche ist eine möglichst frühzeitige Information der Betroffenen in Sachen Objekt- und Grundeinlöse.

Weiterführung der Bürgerbeteiligung

Die Regionskonferenz leitet den Beginn der Bürgerbeteiligung für die kommende Planungsphase ein. Wie bisher werden auch im Einreichprojekt die Vertreter der regionalen Interessensvertretungen und Bürgerinitiativen laufend über den Stand der Planungen informiert und bei wichtigen Entscheidungen eingebunden. Im Rahmen regionaler Arbeitsgruppen können konkrete Vorschläge in Fragen der Maßnahmen-und Umfeldplanung sowie der Betroffenenplanung eingebracht und mit dem Projektteam diskutiert werden.

Mit der Informationszeitschrift "S 10 Aktuell" wird die Öffentlichkeit in regelmäßigen Abständen über den Stand des Planungsprozesses informiert, bei Abschluss von Planungsphasen werden darüber hinaus unter Teilnahme der Fachplaner und Experten öffentliche Projektausstellungen abgehalten.

Rückfragen & Kontakt:

Dipl.-Ing. Alexander Walcher, Leiter Planung
ASFINAG Baumanagement GmbH, 050108 14310
Mag. Anita Oberholzer, ASFINAG Pressesprecherin
Mobil: 0664 60108 15933

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