- 16.03.2005, 10:25:17
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ASFINAG: S 10 Mühlviertler Schnellstraße: Regionskonferenz in Freistadt
Trasse beim Ministerium zur §14-Verordnung eingereicht
Wien (OTS) - Mit der Trassenentscheidung im Sommer letzten Jahres
setzte das Land OÖ im Auftrag der ASFINAG einen wichtigen Schritt
zum Bau der S 10 Mühlviertler Schnellstraße. Im Herbst 2004 legte die
ASFINAG das Projekt beim Bundesministerium für Verkehr, Innovation
und Technologie (BMVIT) zur Prüfung und Einleitung der §14-Verordnung
vor. Mit der §14 Planungsgebietsverordnung wird das Trassenband der S
10 rechtswirksam verordnet. Die §14-Verordnung legt dabei einen
entsprechend breiten Streifen fest, in dem Neu-, Zu- oder Umbauten
nur dann vorgenommen werden dürfen, wenn diese nicht im Widerspruch
zum geplanten Straßenprojekt stehen.
Planungen gehen in die nächste Runde
Die Auswahl der Planungsbüros für die nächsten Planungsstufen im
Rahmen der EU-weiten Ausschreibung der Ingenieurleistungen für das
Einreichprojekt stehen unmittelbar bevor. Dipl.-Ing. A. Walcher,
Leiter der Abteilung Planung der für das Projekt verantwortlichen
ASFINAG Baumanagement GmbH zeigt sich zuversichtlich, dass in
wenigen Wochen die Planungsarbeiten mit Hochdruck beginnen können.
Im Einreichprojekt wird die S10-Trasse mit allen Begleitmaßnahmen
im Detail geplant und für die Umweltverträglichkeitsprüfung
aufbereitet. Zu Beginn der Planungen werden weitere wichtige
Grundlagendaten für das Projekt erhoben beziehungsweise präzisiert
(Umweltdaten, Untergrunderkundung). Im Zuge der vertieften Planung
erfolgen lokale Optimierungen der Trassenlage.
Ein Schwerpunkt der Planungstätigkeiten liegt in der Maßnahmen-
und Betroffenenplanung, die für Betroffene optimierte und
umweltgerechte Lösungen in Fragen des Lärmschutzes, der
Wegenetzanpassung, der landschaftlichen Einbindung etc. anstrebt.
Im Herbst 2006 soll nach derzeitigem Terminplan die
Umweltverträglichkeitserklärung (UVE), in der sämtliche Auswirkungen
des Projektes auf Mensch und Umwelt darzustellen sind, bei der
Behörde eingereicht werden.
In den nächsten Monaten werden auch die ersten Gespräche mit den
von der Trassenführung direkt betroffenen Objekteigentümern
aufgenommen. Ziel der Gespräche ist eine möglichst frühzeitige
Information der Betroffenen in Sachen Objekt- und Grundeinlöse.
Weiterführung der Bürgerbeteiligung
Die Regionskonferenz leitet den Beginn der Bürgerbeteiligung für
die kommende Planungsphase ein. Wie bisher werden auch im
Einreichprojekt die Vertreter der regionalen Interessensvertretungen
und Bürgerinitiativen laufend über den Stand der Planungen informiert
und bei wichtigen Entscheidungen eingebunden. Im Rahmen regionaler
Arbeitsgruppen können konkrete Vorschläge in Fragen der Maßnahmen-
und Umfeldplanung sowie der Betroffenenplanung eingebracht und mit
dem Projektteam diskutiert werden.
Mit der Informationszeitschrift "S 10 Aktuell" wird die
Öffentlichkeit in regelmäßigen Abständen über den Stand des
Planungsprozesses informiert, bei Abschluss von Planungsphasen werden
darüber hinaus unter Teilnahme der Fachplaner und Experten
öffentliche Projektausstellungen abgehalten.
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