• 16.03.2005, 07:46:28
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Telekom Austria Gruppe: Hervorragendes Ergebnis für das Geschäftsjahr 2004 - TEIL 3

Wien (OTS) - Wien, 16. März 2005 - Telekom Austria AG (VSE: TKA;
NYSE: TKA) verlautbarte heute die Finanzergebnisse für das
Geschäftsjahr 2004 und das 4. Quartal 2004 mit Ende 31. Dezember
2004.

Cashflow und Nettoverschuldung

Cash flow und
Nettoverschuldung

in Mio.EUR   4.Qu.04  4.Qu.03  Verän.in%  GJ2004   GJ2003  Verän.in%
Cashflow aus lauf.Geschäfts-
tätigkeit     317,1    424,9    -25,4%   1.304,7  1.219,9     7,0%
Cashflow aus Investitions-
tätigkeit    -217,2   -256,6     15,4%    -509,3   -643,9    20,9%
Cashflow aus Finanzierungs-
tätigkeit      16,5   -260,8       -      -704,9   -406,8  -73,3%
Auswirkung von Wechselkurs-
schwankungen   -2,2      2,5       -        -4,2      5,4     -

Erhöhung/Verminderung
der liquiden

Mittel        114,2    -90,0       -        86,3    174,6   -50,6%

in Mio.EUR                              31.12.04  31.12.03  Verän.in%
Nettoverschuldung                        1.973,9  2.637,3   -25,2%

Jahresvergleich:

Der Anstieg des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um
7,0 % auf 1.304,7 Mio. EUR ergab sich vor allem aus einem höheren
Nettoüberschuss. Die Veränderung des Working Capital verringerte sich
um 14,0 % auf 158,6 Mio. EUR.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit fiel um 20,9 % auf
509,3 Mio. EUR auf Grund von niedrigeren Anlagenzugängen und der
Erhöhung des Anteils an VIPnet im Jahr 2003 von 71 % auf 99 %. Die
höhere Rückzahlung von langfristigen Verbindlichkeiten, die
Ausschüttung der Dividende sowie der Aktienrückkauf waren die
Hauptgründe für den Anstieg des Cashflows aus der
Finanzierungstätigkeit um 73,3 % auf minus 704,9 Mio. EUR.
In Summe wurde dadurch im Finanzjahr 2004 ein Abbau der
Nettoverschuldung um 633,4 Mio. EUR auf 1.973,9 Mio. EUR per 31.
Dezember 2004 ermöglicht. Damit wurde das Verhältnis
Nettoverschuldung zu Eigenkapital (Net Gearing) im Vergleich zu 99,9
% per 31. Dezember 2003 auf 72,0 % per 31. Dezember 2004 reduziert.
Die Nettoverschuldung umfasst die langfristige Verschuldung,
kurzfristige Kredite, Finanzierungsleasingverbindlichkeiten, liquide
Mittel, Wertpapiere, die kurzfristige Finanzierung mit nahestehenden
Unternehmen sowie Finanzinstrumente, die in den sonstigen
Vermögensgegenständen in der Höhe von 17,8 Mio. EUR inkludiert sind.
Die kurzfristigen Kredite sind reduziert um kurzfristige Teile von
Finanzierungsleasing- und Cross Border Lease-Verbindlichkeiten in der
Höhe von 95,3 Mio. EUR.

Quartalsvergleich:

Im 4. Qu. 04 verringerte sich der Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit um 25,4 % auf 317,1 Mio. EUR. Dies wurde vor allem
durch einen Rückgang der Veränderungen des Working Capital
verursacht.
Niedrigere Anlagenzugänge und höhere Erträge aus dem Verkauf von
Endgeräten waren die Hauptgründe für den 15,4 %igen Rückgang des
Cashflows aus der Investitionstätigkeit auf minus 217,2 Mio. EUR im
4. Qu. 04. Hauptsächlich auf Grund der Rückzahlung von 253,4 Mio. EUR
an langfristigen Verbindlichkeiten im 4. Qu. 03 konnte der Cashflow
aus der Finanzierungstätigkeit von einem Verlust in Höhe von 260,8
Mio. EUR auf plus 16,5 Mio. EUR im 4. Qu. 04 verbessert werden.

MitarbeiterInnen

MitarbeiterInnen
(Vollzeitkräfte)    Ende der Periode     Durchschnitt der Periode
         31.12.04  31.12.03  Veränd.  GJ2004   GJ2003  Veränd.
Wireline        9.682    10.234    -552     9.995   11.027  -1.032
Wireless        3.625     3.656     -31     3.643    3.630      13
Gesamt         13.307    13.890    -583    13.638   14.657  -1.019

Im Finanzjahr 2004 reduzierte sich die Anzahl der MitarbeiterInnen
der Telekom Austria Gruppe um 583 auf 13.307 per Ende Dezember 2004,
wobei sich dieser Rückgang im Wireline Bereich auf 552 und im
Wireless-Segment auf 31 MitarbeiterInnen beläuft. Im 4. Qu. 04 wurde
der minimale Anstieg im Wireline-Segment durch einen Rückgang im
Wireless Segment aufgehoben.

Sonstige Ereignisse

Am 17. Dezember 2004 erwarb Telekom Austria Kaufoptionen um den
führenden bulgarischen Mobilfunkbetreiber MobilTel zu übernehmen.
Diese Kaufoptionen geben Telekom Austria das alleinige und
unwiderrufliche Recht 100 % des Grundkapitals von MobilTel zu einem
Kaufpreis von rund 1.600 Mio. EUR gegen Ende 2005 zu erwerben. Der
Preis der Kaufoptionen beläuft sich auf bis zu 80 Mio. EUR und würde
im Falle eines Erwerbs auf den Kaufpreis angerechnet werden. Der
Preis für die Kaufoptionen wird im 1. Quartal 2005 zur Zahlung fällig
sein und die Optionen können im 3. Qu. 2005 ausgeübt werden. Bis zu
150 Mio. EUR des Kaufpreises sind an die Erreichung von operativen
und finanziellen Erfolgskriterien durch MobilTel im Jahr 2005
gebunden und werden im 2. Qu. 2006 zur Zahlung fällig sein. Wenn die
Kaufoptionen ausgeübt werden, beabsichtigt Telekom Austria die
Akquisition vor allem aus dem Cashflow und zu einem Teil durch die
Aufnahme vom Fremdkapital zu finanzieren. Telekom Austria
beabsichtigt keine Kapitalerhöhung zur Finanzierung des möglichen
Erwerbs und wird ihr laufendes Aktienrückkaufsprogramm weiterhin
fortführen.
Per 30. Juni 2004 hatte MobilTel rund 2,75 Mio. Kunden und ist
somit mit einem Marktanteil auf Kundenbasis von rund 67 % der größte
Mobilfunkbetreiber in Bulgarien. In den 12 Monaten vor 30. Juni 2004
verzeichnete Mobiltel auf Proforma-Basis Umsätze in Höhe von rund 455
Mio. EUR und ein EBITDA in Höhe von etwa 290 Mio. EUR. Die
Finanzzahlen von MobilTel basieren auf IFRS (International Financial
Reporting Standards) und sind ungeprüft. MobilTel gehört derzeit
einem Konsortium aus österreichischen und internationalen
Finanzinvestoren.
Im Oktober 2004 hat der Aufsichtsrat von Telekom Austria die
Verlängerung aller vier Vorstandsmandate beschlossen. Die Verträge
von CEO Heinz Sundt und CFO Stefano Colombo wurden jeweils um 2 Jahre
bis 10. April 2007 verlängert. Die Verträge von COO Wireline Rudolf
Fischer und COO Wireless Boris Nemsic wurden bis zum 10. April 2008
verlängert. Wenn der Aufsichtsrat den beiden letztgenannten nicht bis
zum 10. April 2007 schriftlich mitteilt, dass ihre Vorstandsmandate
nicht verlängert werden, verlängern sich ihre Vorstandsmandate
automatisch um weitere zwei Jahre und enden somit am 10. April 2010.
Im Dezember 2004 wurden 85 Mio. Aktien oder 17 % der ausgegebenen
Telekom Austria Aktien in Form einer Privatplatzierung an nationale
und internationale institutionelle Investoren durch die
Österreichische Industrieholding (ÖIAG) zu einem Preis von 13,05 EUR
je Aktie veräußert. Der Streubesitz von Telekom Austria nach dieser
Transaktion stieg damit auf 69,8 %.
Bei der Hauptversammlung am 3. Juni 2004 wurde der Vorstand von
Telekom Austria ermächtigt, eigene Aktien im gesetzlich
höchstzulässigen Ausmaß während einer Geltungsdauer von 18 Monaten
zum Niedrigstpreis von 9 EUR je Aktie und zum Höchstpreis von 18 EUR
je Aktie zu erwerben. Die Geltungsdauer endet mit 2. Dezember 2005.
Basierend auf dieser Ermächtigung hat Telekom Austria 288.766
eigene Aktien mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 11,54 EUR im
4. Qu. 04 erworben. Per Dezember 2004 hielt Telekom Austria 6.255.694
eigene Aktien, darin sind 3.237.133 Aktien enthalten, die in
Verbindung mit dem vorherigen Aktienoptionsprogramm schon im frühen
Jahresverlauf rückgekauft wurden. Folglich berichtet Telekom Austria
ein um 63,4 Mio. EUR verringertes Eigenkapital.
Angaben über die rückgekauften Aktien werden jeweils am Dienstag
auf der Unternehmenswebseite www.telekom.at veröffentlicht.
Die folgenden wichtigen sonstigen Ereignisse erfolgten nach dem
31. Dezember 2004:
Im Jänner 2005 wurden zwei Anleihen mit einem Nominale von jeweils
500 Mio. EUR im Rahmen des European Medium Term Note Program (EMTN)
begeben. Die Anleihen haben eine Laufzeit von fünf und zwölf Jahren
und sind jeweils mit einem Kupon von 3,375 % bzw. 4,25 %
ausgestattet.
Der Gewinn je Aktie-Zielwert für die erste Tranche des 2004
vereinbarten Stock-Options-Programmes wurde erreicht. Die
Berechtigten können die Optionen ab dem 20. April 2005 ausüben. Der
Aufwand für aktienbasierte Vergütung in Höhe von 4,5 Mio. EUR wurde
im Jahresabschluss 2004 dafür berücksichtigt.
Am 19. Jänner 2005 wurden 3.398.800 Optionen der zweiten Tranche
des Stock-Options-Programmes an die anspruchsberechtigten Mitarbeiter
angeboten. Diese Optionen können entweder nach Ermessen der
Gesellschaft über Barausgleich oder Aktien bedient werden. Eine
Option berechtigt zu einer Aktie. Der Ausübungspreis liegt bei 13,98
EUR. Die Optionen dürfen nur ausgeübt werden, wenn der vom
Aufsichtsrat festgelegte Gewinn je Aktien-Zielwert erreicht wird. Die
Optionen haben eine Ausübungsfrist von rund drei Jahren, ab einer
Reifefrist von rund 14 Monaten.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2005

Für das Geschäftsjahr 2005 erwartet die Telekom Austria Gruppe
eine zumindest flache Entwicklung der Umsatzerlöse und des
bereinigten EBITDA, wobei der Rückgang im Wireline-Segment durch den
Anstieg im Wireless-Segment ausgeglichen werden sollte. Die
unverändert rückläufige Entwicklung der Abschreibungen lässt einen
weiteren Anstieg des Betriebsergebnisses erwarten. Bei einer aufgrund
der Steuerreform niedrigeren Steuerbelastung sowie einem Rückgang des
Zinsaufwandes wird eine Verbesserung des Nettoergebnisses um etwa 25
% erwartet.
Nach dem über den Erwartungen starken Rückgang im Jahr 2004 werden
sich die Sachanlagenzugänge 2005 vor allem aufgrund von Investitionen
in die EDGE-Infrastruktur in Österreich und das UMTS-Netz in Kroatien
sowie in Folge von Investitionen im Zusammenhang mit der
österreichischen Überwachungsverordnung im Wireline-Segment in Summe
um rund 10 % vorübergehend erhöhen. Dieser Anstieg wird sich jedoch
nur marginal auf die Höhe des generierten Cashflows auswirken.
Die beabsichtigte Erhöhung der Ausschüttungsquote auf 65 % für das
Geschäftsjahr 2005 reflektiert die anhaltende Ertragskraft und hohe
Cashflow-Generierung der Telekom Austria Gruppe sowie das Bekenntnis
des Managements die Vergütung an die Aktionäre anzuheben. Darin
eingeschlossen ist auch die Fortsetzung des laufenden
Aktienrückkaufsprogrammes. Weitere 300 Mio. EUR an Rücklagen wurden
im Einzelabschluß von Telekom Austria AG dafür vorgesehen, womit sich
der Gesamtbetrag der ausschüttbaren Reserven, inklusive der für 2004
vorgeschlagenen Dividende, zum 31. Dezember 2004 auf 645 Mio. EUR
erhöht. Das laufende Aktienrückkaufprogramm läuft bis 2. Dezember
2005 und eine Verlängerung wird bei der nächsten Hauptversammlung
beantragt. Die Durchführung des Aktienrückkaufprogramms wird mit den
weiteren Expansionschritten abgestimmt.
Im operativen Ausblick sind die Effekte, die sich aus einer
möglichen Erstkonsolidierung von MobilTel ergäben, nicht
berücksichtigt. Diese Akquisition würde zumindest vorübergehend zu
einem Anstieg der Nettoverschuldung führen. Der operative Cashflow
wäre jedoch deutlich höher als die Summe der Anlagenzugänge und
Abflüsse aus der Dividendenzahlung sowie aus der geplanten
Fortführung des Aktienrückkaufprogramms.
Im Wireline-Segment wird sich die Migration der Sprachvolumina in
die Mobilfunknetze fortsetzen. Das Breitbandgeschäft wird durch neue
Content-Angebote weiter forciert, jedoch den Rückgang in anderen
Bereichen noch nicht gänzlich ausgleichen können. Der erwartete
Rückgang der Umsatzerlöse und des bereinigten EBITDA erklärt sich
aber auch über die Einmaleffekte aus dem vorübergehenden Anstieg im
internationalen Wholesale-Geschäft sowie aus dem Verrechnungsbetrag
für Universaldienstverpflichtungen, die im Jahr 2004 im
Wholesale-Bereich berichtet wurden. Unverändert fallende
Abschreibungsaufwendungen erlauben jedoch die Fortsetzung des
Anstiegs des Betriebsergebnisses.
Eine Konsolidierung des österreichischen Mobilfunkmarktes ist auch
zum Jahresbeginn 2005 nicht absehbar, womit von einer Fortführung des
Preiswettbewerbs auszugehen ist. mobilkom austria fokussiert vor
diesem Hintergrund noch stärker auf die Vermarktung eines
konkurrenzlosen Datendienstportfolios, das aus der
Vodafone-Partnerschaft stammt. Der erwartete Anstieg der
Umsatzerlöse, des bereinigten EBITDA und des Betriebsergebnisses wird
dennoch zu einem Gutteil auf die Auslandsaktivitäten zurückzuführen
sein. Mit dem bevorstehenden Einstieg eines dritten Betreibers in
Kroatien ist jedoch auch hier von einer abgeschwächten
Wachstumsdynamik auszugehen.
Eine detailliertere Darstellung der Finanzergebnisse für das
Geschäftsjahr 2004 finden Sie im entsprechenden Quartalsbericht auf
der Telekom Austria Website unter: www.telekom.at/ergebnisse-2004

Zukunftsbezogene Aussagen: Dieser Zwischenbericht enthält
zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unbestimmtheiten zur Folge
haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen verwenden normalerweise
Ausdrücke wie "glaubt", "ist der Absicht", "nimmt an", "plant",
"erwartet" und ähnliche Formulierungen. Die tatsächlichen Ereignisse
können auf Grund einer Reihe von Faktoren wesentlich von der
erwarteten Entwicklung abweichen. Zukunftsbezogene Aussagen
beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Wir wollen darauf
hinweisen, dass auf Grund einer Reihe von wichtigen Faktoren das
tatsächliche Ergebnis wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen
abweichen kann.
-ENDE-

OTS0011    2005-03-16/07:46

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TEL

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