Telekom Austria Gruppe: Hervorragendes Ergebnis für das Geschäftsjahr 2004 - TEIL 3

Wien (OTS) - Wien, 16. März 2005 - Telekom Austria AG (VSE: TKA; NYSE: TKA) verlautbarte heute die Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr 2004 und das 4. Quartal 2004 mit Ende 31. Dezember 2004.

Cashflow und Nettoverschuldung

Cash flow und
Nettoverschuldung

in Mio.EUR 4.Qu.04 4.Qu.03 Verän.in% GJ2004 GJ2003 Verän.in% Cashflow aus lauf.Geschäfts- tätigkeit 317,1 424,9 -25,4% 1.304,7 1.219,9 7,0% Cashflow aus Investitions- tätigkeit -217,2 -256,6 15,4% -509,3 -643,9 20,9% Cashflow aus Finanzierungs- tätigkeit 16,5 -260,8 - -704,9 -406,8 -73,3% Auswirkung von Wechselkurs- schwankungen -2,2 2,5 - -4,2 5,4 -

Erhöhung/Verminderung
der liquiden

Mittel 114,2 -90,0 - 86,3 174,6 -50,6% in Mio.EUR 31.12.04 31.12.03 Verän.in% Nettoverschuldung 1.973,9 2.637,3 -25,2%

Jahresvergleich:

Der Anstieg des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 7,0 % auf 1.304,7 Mio. EUR ergab sich vor allem aus einem höheren Nettoüberschuss. Die Veränderung des Working Capital verringerte sich um 14,0 % auf 158,6 Mio. EUR.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit fiel um 20,9 % auf 509,3 Mio. EUR auf Grund von niedrigeren Anlagenzugängen und der Erhöhung des Anteils an VIPnet im Jahr 2003 von 71 % auf 99 %. Die höhere Rückzahlung von langfristigen Verbindlichkeiten, die Ausschüttung der Dividende sowie der Aktienrückkauf waren die Hauptgründe für den Anstieg des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit um 73,3 % auf minus 704,9 Mio. EUR.
In Summe wurde dadurch im Finanzjahr 2004 ein Abbau der Nettoverschuldung um 633,4 Mio. EUR auf 1.973,9 Mio. EUR per 31. Dezember 2004 ermöglicht. Damit wurde das Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital (Net Gearing) im Vergleich zu 99,9 % per 31. Dezember 2003 auf 72,0 % per 31. Dezember 2004 reduziert. Die Nettoverschuldung umfasst die langfristige Verschuldung, kurzfristige Kredite, Finanzierungsleasingverbindlichkeiten, liquide Mittel, Wertpapiere, die kurzfristige Finanzierung mit nahestehenden Unternehmen sowie Finanzinstrumente, die in den sonstigen Vermögensgegenständen in der Höhe von 17,8 Mio. EUR inkludiert sind. Die kurzfristigen Kredite sind reduziert um kurzfristige Teile von Finanzierungsleasing- und Cross Border Lease-Verbindlichkeiten in der Höhe von 95,3 Mio. EUR.

Quartalsvergleich:

Im 4. Qu. 04 verringerte sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 25,4 % auf 317,1 Mio. EUR. Dies wurde vor allem durch einen Rückgang der Veränderungen des Working Capital verursacht.
Niedrigere Anlagenzugänge und höhere Erträge aus dem Verkauf von Endgeräten waren die Hauptgründe für den 15,4 %igen Rückgang des Cashflows aus der Investitionstätigkeit auf minus 217,2 Mio. EUR im 4. Qu. 04. Hauptsächlich auf Grund der Rückzahlung von 253,4 Mio. EUR an langfristigen Verbindlichkeiten im 4. Qu. 03 konnte der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von einem Verlust in Höhe von 260,8 Mio. EUR auf plus 16,5 Mio. EUR im 4. Qu. 04 verbessert werden.

MitarbeiterInnen

MitarbeiterInnen (Vollzeitkräfte) Ende der Periode Durchschnitt der Periode 31.12.04 31.12.03 Veränd. GJ2004 GJ2003 Veränd. Wireline 9.682 10.234 -552 9.995 11.027 -1.032 Wireless 3.625 3.656 -31 3.643 3.630 13 Gesamt 13.307 13.890 -583 13.638 14.657 -1.019

Im Finanzjahr 2004 reduzierte sich die Anzahl der MitarbeiterInnen der Telekom Austria Gruppe um 583 auf 13.307 per Ende Dezember 2004, wobei sich dieser Rückgang im Wireline Bereich auf 552 und im Wireless-Segment auf 31 MitarbeiterInnen beläuft. Im 4. Qu. 04 wurde der minimale Anstieg im Wireline-Segment durch einen Rückgang im Wireless Segment aufgehoben.

Sonstige Ereignisse

Am 17. Dezember 2004 erwarb Telekom Austria Kaufoptionen um den führenden bulgarischen Mobilfunkbetreiber MobilTel zu übernehmen. Diese Kaufoptionen geben Telekom Austria das alleinige und unwiderrufliche Recht 100 % des Grundkapitals von MobilTel zu einem Kaufpreis von rund 1.600 Mio. EUR gegen Ende 2005 zu erwerben. Der Preis der Kaufoptionen beläuft sich auf bis zu 80 Mio. EUR und würde im Falle eines Erwerbs auf den Kaufpreis angerechnet werden. Der Preis für die Kaufoptionen wird im 1. Quartal 2005 zur Zahlung fällig sein und die Optionen können im 3. Qu. 2005 ausgeübt werden. Bis zu 150 Mio. EUR des Kaufpreises sind an die Erreichung von operativen und finanziellen Erfolgskriterien durch MobilTel im Jahr 2005 gebunden und werden im 2. Qu. 2006 zur Zahlung fällig sein. Wenn die Kaufoptionen ausgeübt werden, beabsichtigt Telekom Austria die Akquisition vor allem aus dem Cashflow und zu einem Teil durch die Aufnahme vom Fremdkapital zu finanzieren. Telekom Austria beabsichtigt keine Kapitalerhöhung zur Finanzierung des möglichen Erwerbs und wird ihr laufendes Aktienrückkaufsprogramm weiterhin fortführen.
Per 30. Juni 2004 hatte MobilTel rund 2,75 Mio. Kunden und ist somit mit einem Marktanteil auf Kundenbasis von rund 67 % der größte Mobilfunkbetreiber in Bulgarien. In den 12 Monaten vor 30. Juni 2004 verzeichnete Mobiltel auf Proforma-Basis Umsätze in Höhe von rund 455 Mio. EUR und ein EBITDA in Höhe von etwa 290 Mio. EUR. Die Finanzzahlen von MobilTel basieren auf IFRS (International Financial Reporting Standards) und sind ungeprüft. MobilTel gehört derzeit einem Konsortium aus österreichischen und internationalen Finanzinvestoren.
Im Oktober 2004 hat der Aufsichtsrat von Telekom Austria die Verlängerung aller vier Vorstandsmandate beschlossen. Die Verträge von CEO Heinz Sundt und CFO Stefano Colombo wurden jeweils um 2 Jahre bis 10. April 2007 verlängert. Die Verträge von COO Wireline Rudolf Fischer und COO Wireless Boris Nemsic wurden bis zum 10. April 2008 verlängert. Wenn der Aufsichtsrat den beiden letztgenannten nicht bis zum 10. April 2007 schriftlich mitteilt, dass ihre Vorstandsmandate nicht verlängert werden, verlängern sich ihre Vorstandsmandate automatisch um weitere zwei Jahre und enden somit am 10. April 2010. Im Dezember 2004 wurden 85 Mio. Aktien oder 17 % der ausgegebenen Telekom Austria Aktien in Form einer Privatplatzierung an nationale und internationale institutionelle Investoren durch die Österreichische Industrieholding (ÖIAG) zu einem Preis von 13,05 EUR je Aktie veräußert. Der Streubesitz von Telekom Austria nach dieser Transaktion stieg damit auf 69,8 %.
Bei der Hauptversammlung am 3. Juni 2004 wurde der Vorstand von Telekom Austria ermächtigt, eigene Aktien im gesetzlich höchstzulässigen Ausmaß während einer Geltungsdauer von 18 Monaten zum Niedrigstpreis von 9 EUR je Aktie und zum Höchstpreis von 18 EUR je Aktie zu erwerben. Die Geltungsdauer endet mit 2. Dezember 2005. Basierend auf dieser Ermächtigung hat Telekom Austria 288.766 eigene Aktien mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 11,54 EUR im 4. Qu. 04 erworben. Per Dezember 2004 hielt Telekom Austria 6.255.694 eigene Aktien, darin sind 3.237.133 Aktien enthalten, die in Verbindung mit dem vorherigen Aktienoptionsprogramm schon im frühen Jahresverlauf rückgekauft wurden. Folglich berichtet Telekom Austria ein um 63,4 Mio. EUR verringertes Eigenkapital.
Angaben über die rückgekauften Aktien werden jeweils am Dienstag auf der Unternehmenswebseite www.telekom.at veröffentlicht.
Die folgenden wichtigen sonstigen Ereignisse erfolgten nach dem 31. Dezember 2004:
Im Jänner 2005 wurden zwei Anleihen mit einem Nominale von jeweils 500 Mio. EUR im Rahmen des European Medium Term Note Program (EMTN) begeben. Die Anleihen haben eine Laufzeit von fünf und zwölf Jahren und sind jeweils mit einem Kupon von 3,375 % bzw. 4,25 % ausgestattet.
Der Gewinn je Aktie-Zielwert für die erste Tranche des 2004 vereinbarten Stock-Options-Programmes wurde erreicht. Die Berechtigten können die Optionen ab dem 20. April 2005 ausüben. Der Aufwand für aktienbasierte Vergütung in Höhe von 4,5 Mio. EUR wurde im Jahresabschluss 2004 dafür berücksichtigt.
Am 19. Jänner 2005 wurden 3.398.800 Optionen der zweiten Tranche des Stock-Options-Programmes an die anspruchsberechtigten Mitarbeiter angeboten. Diese Optionen können entweder nach Ermessen der Gesellschaft über Barausgleich oder Aktien bedient werden. Eine Option berechtigt zu einer Aktie. Der Ausübungspreis liegt bei 13,98 EUR. Die Optionen dürfen nur ausgeübt werden, wenn der vom Aufsichtsrat festgelegte Gewinn je Aktien-Zielwert erreicht wird. Die Optionen haben eine Ausübungsfrist von rund drei Jahren, ab einer Reifefrist von rund 14 Monaten.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2005

Für das Geschäftsjahr 2005 erwartet die Telekom Austria Gruppe eine zumindest flache Entwicklung der Umsatzerlöse und des bereinigten EBITDA, wobei der Rückgang im Wireline-Segment durch den Anstieg im Wireless-Segment ausgeglichen werden sollte. Die unverändert rückläufige Entwicklung der Abschreibungen lässt einen weiteren Anstieg des Betriebsergebnisses erwarten. Bei einer aufgrund der Steuerreform niedrigeren Steuerbelastung sowie einem Rückgang des Zinsaufwandes wird eine Verbesserung des Nettoergebnisses um etwa 25 % erwartet.
Nach dem über den Erwartungen starken Rückgang im Jahr 2004 werden sich die Sachanlagenzugänge 2005 vor allem aufgrund von Investitionen in die EDGE-Infrastruktur in Österreich und das UMTS-Netz in Kroatien sowie in Folge von Investitionen im Zusammenhang mit der österreichischen Überwachungsverordnung im Wireline-Segment in Summe um rund 10 % vorübergehend erhöhen. Dieser Anstieg wird sich jedoch nur marginal auf die Höhe des generierten Cashflows auswirken.
Die beabsichtigte Erhöhung der Ausschüttungsquote auf 65 % für das Geschäftsjahr 2005 reflektiert die anhaltende Ertragskraft und hohe Cashflow-Generierung der Telekom Austria Gruppe sowie das Bekenntnis des Managements die Vergütung an die Aktionäre anzuheben. Darin eingeschlossen ist auch die Fortsetzung des laufenden Aktienrückkaufsprogrammes. Weitere 300 Mio. EUR an Rücklagen wurden im Einzelabschluß von Telekom Austria AG dafür vorgesehen, womit sich der Gesamtbetrag der ausschüttbaren Reserven, inklusive der für 2004 vorgeschlagenen Dividende, zum 31. Dezember 2004 auf 645 Mio. EUR erhöht. Das laufende Aktienrückkaufprogramm läuft bis 2. Dezember 2005 und eine Verlängerung wird bei der nächsten Hauptversammlung beantragt. Die Durchführung des Aktienrückkaufprogramms wird mit den weiteren Expansionschritten abgestimmt.
Im operativen Ausblick sind die Effekte, die sich aus einer möglichen Erstkonsolidierung von MobilTel ergäben, nicht berücksichtigt. Diese Akquisition würde zumindest vorübergehend zu einem Anstieg der Nettoverschuldung führen. Der operative Cashflow wäre jedoch deutlich höher als die Summe der Anlagenzugänge und Abflüsse aus der Dividendenzahlung sowie aus der geplanten Fortführung des Aktienrückkaufprogramms.
Im Wireline-Segment wird sich die Migration der Sprachvolumina in die Mobilfunknetze fortsetzen. Das Breitbandgeschäft wird durch neue Content-Angebote weiter forciert, jedoch den Rückgang in anderen Bereichen noch nicht gänzlich ausgleichen können. Der erwartete Rückgang der Umsatzerlöse und des bereinigten EBITDA erklärt sich aber auch über die Einmaleffekte aus dem vorübergehenden Anstieg im internationalen Wholesale-Geschäft sowie aus dem Verrechnungsbetrag für Universaldienstverpflichtungen, die im Jahr 2004 im Wholesale-Bereich berichtet wurden. Unverändert fallende Abschreibungsaufwendungen erlauben jedoch die Fortsetzung des Anstiegs des Betriebsergebnisses.
Eine Konsolidierung des österreichischen Mobilfunkmarktes ist auch zum Jahresbeginn 2005 nicht absehbar, womit von einer Fortführung des Preiswettbewerbs auszugehen ist. mobilkom austria fokussiert vor diesem Hintergrund noch stärker auf die Vermarktung eines konkurrenzlosen Datendienstportfolios, das aus der Vodafone-Partnerschaft stammt. Der erwartete Anstieg der Umsatzerlöse, des bereinigten EBITDA und des Betriebsergebnisses wird dennoch zu einem Gutteil auf die Auslandsaktivitäten zurückzuführen sein. Mit dem bevorstehenden Einstieg eines dritten Betreibers in Kroatien ist jedoch auch hier von einer abgeschwächten Wachstumsdynamik auszugehen.
Eine detailliertere Darstellung der Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr 2004 finden Sie im entsprechenden Quartalsbericht auf der Telekom Austria Website unter: www.telekom.at/ergebnisse-2004

Zukunftsbezogene Aussagen: Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unbestimmtheiten zur Folge haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen verwenden normalerweise Ausdrücke wie "glaubt", "ist der Absicht", "nimmt an", "plant", "erwartet" und ähnliche Formulierungen. Die tatsächlichen Ereignisse können auf Grund einer Reihe von Faktoren wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen. Zukunftsbezogene Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Wir wollen darauf hinweisen, dass auf Grund einer Reihe von wichtigen Faktoren das tatsächliche Ergebnis wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen kann.
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