Telekom Austria Gruppe: Hervorragendes Ergebnis für das Geschäftsjahr 2004 - TEIL 1

Wien (OTS) - o Anstieg der Umsatzerlöse der Telekom Austria Gruppe um 2,2 % auf 4.056,3 Mio. EUR
o Anstieg des Betriebsergebnisses der Gruppe um 22,4 % auf 452,7 Mio. EUR
o Anstieg des konsolidierten Nettoüberschusses um 69,4 % auf 227,3 Mio. EUR
o Rückgang der konsolidierten Nettoverschuldung gegenüber Ende Dezember 2003 um 663,4 Mio. EUR auf 1.973,9 Mio. EUR
o Steigende Umsatzerlöse und operativer Turnaround im Wireline-Segment
o Weiterhin steigende Kundenzahlen, Umsätze und Erträge in allen Unternehmen des Wireless-Segments

Wien, 16. März 2005 - Telekom Austria AG (VSE: TKA; NYSE: TKA) verlautbarte heute die Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr 2004 und das 4. Quartal 2004 mit Ende 31. Dezember 2004.

Jahresvergleich:

Die Umsatzerlöse der Gruppe stiegen im Geschäftsjahr um 2,2 % auf 4.056,3 Mio. EUR.
Unter Berücksichtigung des Effektes aus der geänderten Abrechnung von Mehrwertdiensten durch Dritte beginnend mit 1. Oktober 2003, rückwirkend auch ab dem 1. Jänner 2003, beträgt die Umsatzsteigerung auf Gruppenebene 3,4 %.
Der 22,4%ige Anstieg des Betriebsergebnisses auf Gruppenebene wurde sowohl von höheren Umsatzerlösen in beiden Segmenten als auch von niedrigeren Aufwendungen im Wireline-Geschäftssegment getragen. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen (bereinigtes EBITDA) stieg auf Gruppenebene im Geschäftsjahr 2004 um 3,9 % auf 1.568,8 Mio. EUR.
Der konsolidierte Nettoüberschuss von Telekom Austria erhöhte sich um 69,4 % auf 227,3 Mio. EUR, was auf niedrigere Nettozinsaufwendungen und höhere Steueraufwendungen zurückzuführen ist. Letztere beinhalten einen einmaligen Steueraufwand als Ergebnis der 2004 verabschiedeten Steuerreform, die mit 1. Jänner 2005 in Kraft getreten ist.
Der Rückgang der Anlagenzugänge um 8,6 % und der höhere operative Cash Flow ermöglichten eine Reduktion der Nettoverschuldung um 25,2 % auf weniger als 2 Mrd. EUR (1.973,9 Mio. EUR) per Ende Dezember 2004 im Vergleich zu 2.637,3 Mio. EUR per Ende Dezember 2003.
Basierend auf dieser Ergebnisentwicklung wird der Vorstand von Telekom Austria der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,24 EUR je Aktie, nach 0,13 EUR im Vorjahr, vorschlagen.

Quartalsvergleich:

Die Quartalszahlen zeigen einen Anstieg der Umsatzerlöse auf Gruppenebene um 0,6 % auf 1.025,1 Mio. EUR.
Der Rückgang der Umsatzerlöse im Wireline-Bereich um 2,9 % auf 549,5% Mio. EUR war erwartet. Grund dafür sind die positiven Auswirkungen auf die Spracherlöse im 4. Qu. 03 durch die Einstellung des Minimumtarifes per 28. September 2003 sowie einmalige Effekte in den sonstigen Umsatzerlösen im 4. Qu. 03. Der positive Effekt durch die Einstellung des Minimumtarifes ist auf die Migration existierender Kunden in den Standardtarif zurückzuführen, der ein höheres Grundentgelt bei jedoch bis zu 6 % niedrigeren Gesprächsgebühren aufweist. Verstärkt durch höhere Erlöse aus Verbindungsentgelten und aus Endgeräten auf Grund eines Anstieges der Kundenanzahl konnten alle Unternehmen im Wireless-Segment zu einem Anstieg der Umsatzerlöse um 4,3 % auf 542,3 Mio. EUR im 4. Qu. 04 beitragen.
Im 4. Qu. 04 verzeichnete das Betriebsergebnis auf Gruppenebene einen Anstieg um 188,0 % auf 40,9 Mio. EUR, was auf einen leichten Rückgang des Betriebsergebnisses um 0,9 % im Wireless-Bereich sowie eine Reduktion des Betriebsverlustes um 55,5 % im Wireline-Segment zurückzuführen ist.
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen (bereinigtes EBITDA) stieg auf Gruppenebene um 3,5 % auf 318,0 Mio. EUR. Niedrigere Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen haben zum Anstieg des bereinigten EBITDA des Wireline-Bereiches um 7,2 % auf 165,8 Mio. EUR beigetragen.
Obwohl durch das gegen Jahresende starke Kundenwachstum im Wireless-Segment zukünftig steigende Umsatzerlöse zu erwarten sind, führen höhere Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten im ersten Schritt zu höheren Aufwendungen. Deshalb wies das bereinigte EBITDA im Wireless-Segment im Vergleich zu den Umsatzerlösen eine niedrigere Wachstumsrate von 0,2 % auf 152,2 Mio. EUR auf.
Der Quartalsnettoergebnis verbesserte sich von einem Verlust in Höhe von 15,6 Mio. EUR im 4. Qu. 03 auf einen Gewinn von 25,0 Mio. EUR im 4. Qu. 04.
Die Anlagenzugänge fielen im 4. Qu. 04 um 6,6 % auf 241,6 Mio. EUR. Der 18,7 %ige Rückgang der Sachanlagenzugänge glich den Anstieg der Zugänge zu immateriellen Vermögensgegenständen mehr als aus. "Das Finanzergebnis für das Geschäftsjahr 2004, das stärkste seit dem Börsegang, stellt einen signifikanten Meilenstein für die Erreichung unserer strategischen Ziele dar. Erstmals gelang uns im Wireline-Bereich einen Umsatzzuwachs und ein deutlich positives Betriebsergebnis. Vor dem Hintergrund eines intensiven Wettbewerbs und eines äußerst saturierten Marktes konnte das Wireless-Segment seine Führungsposition in Österreich verteidigen und weiteres Umsatz-und Kundenwachstum in allen Regionen erzielen. Diese solide Geschäftsentwicklung schafft die besten Voraussetzungen für unsere Expansionsvorhaben und ermöglicht es mit einer substantiell höheren Dividendenausschüttung die direkten Ansprüche unserer Aktionäre zu erfüllen. Besonders stolz bin ich, dass es uns gelungen ist, mit der Kaufoptionsvereinbarung für die Übernahme des bulgarischen Mobilfunkbetreibers MobilTel den ersten konkreten Schritt für die angepeilte Expansion im südosteuropäischen Raum zu tun," so Telekom Austria CEO Heinz Sundt.

Zusammenfassung in Mio.EUR 4.Qu.04 4.Qu.03 Verän.in % GJ2004 GJ2003 Verän.in % Umsatzerlöse 1.025,1 1.018,5 0,6% 4.056,3 3.969,8 2,2%

Umsatzerlöse exkl.Erlöse
aus Mehrwertdiensten

durch Dritte* 1.025,1 1.018,5 0,6% 4.056,3 3.923,9 3,4%Betriebsergebnis 40,9 14,2 188,0% 452,7 369,8 22,4% Nettoüberschuss 25,0 -15,6 - 227,3 134,2 69,4% Bereinigtes EBITDA** 318,0 307,1 3,5% 1.568,8 1.509,8 3,9% Gewinn je Aktie (in EUR) 0,05 -0,03 - 0,46 0,27 70,5% Anlagenzugänge 241,6 258,6 -6,6% 548,2 599,7 -8,6% in Mio. EUR 31.12.04 31.12.03 Verän.in% Nettoverschuldung 1.973,9 2.637,3 -25,2% * Zum Zwecke der Vergleichbarkeit wurde das GJ 2003 an die

geänderte Abrechnung von Mehrwertdiensten durch Dritte im 4. Qu. 03 angepasst.
** Das bereinigte EBITDA ist als Nettoergebnis exklusive Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Wertminderungen, Dividendenerträge, Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, sonstige nicht-operative Erträge und Aufwendungen, Minderheitsanteile und des kumulierten Effektes aus der Änderung von Rechnungslegungsgrundsätzen definiert. Dies entspricht dem Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen.

Änderung der Finanzberichterstattung

Aufgrund einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofes wird Telekom Austria nicht mehr als der primäre Vertragspartner für Mehrwertdienste, die durch Dritte erbracht werden, betrachtet. Daher werden die betreffenden Erlöse seit 1. Oktober 2003 nicht mehr auf Bruttobasis dargestellt. Die Reduktion der Erlöse und Aufwendungen im gleichen Ausmaß hat keine Auswirkung auf das bereinigte EBITDA und auf das Betriebsergebnis. Wo aus Gründen der Vergleichbarkeit erforderlich, wurden die Angaben der Vorperioden in diesem Quartalsbericht adaptiert.
Im 4. Qu. 04 hat Telekom Austria rückwirkend zum 1. Januar 2004 SFAS 123 zur Verbuchung von aktienbasierter Vergütung angewandt. Der gesamte Aufwand für aktienbasierte Vergütung betrug für das Jahr 2004 4,5 Mio. EUR. Davon entfielen rückwirkend 1,9 Mio. EUR auf das 3. Qu. 04 und 1,0 Mio. EUR auf das 2. Qu. 04. Dies führte zu einer geringfügigen Anpassung der veröffentlichten Ergebnisse dieser Quartale.
Im 1. Qu. 04 wurde die Darstellung von Anlagenzugängen geändert. Diese bezieht sich nicht mehr auf Sachanlagenzugänge sondern auf Zugänge zu Sachanlagen und zu immateriellen Vermögensgegenständen, wie sie im "Cashflow aus Investitionstätigkeit" in der Kapitalflussrechnung inkludiert sind.

Gruppenübersicht

Umsatzerlöse und Betriebsergebnis nach Segmenten

Wireline

Wireline in Mio.EUR 4.Qu.04 4.Qu.03 Verän.in% GJ2004 GJ2003 Verän.in% Umsatzerlöse 549,5 565,9 -2,9% 2.184,7 2.197,7 -0,6%

Umsatzerlöse exkl.Erlöse
aus Mehrwertdiensten

durch Dritte* 549,5 565,9 -2,9% 2.184,7 2.165,0 0,9% Betriebsergeb.-22,4 -50,3 55,5% 55,8 -34,3 - Bereinigtes EBITDA** 165,8 154,7 7,2% 814,3 780,5 4,3% * Zum Zwecke der Vergleichbarkeit wurden das GJ 2003 an die

geänderte Abrechnung von Mehrwertdiensten d. Dritte im 4. Qu. 03 angepasst.
** Das bereinigte EBITDA ist als Nettoergebnis exklusive Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Wertminderungen, Dividendenerträge, Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, sonstige nicht-operative Erträge und Aufwendungen, Minderheitsanteile und des kumulierten Effektes aus der Änderung von Rechnungslegungsgrundsätzen definiert. Dies entspricht dem Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen.

Jahresvergleich:

Obgleich die Umsatzerlöse im Wireline-Bereich für das Berichtsjahr 2004 um 0,6 % auf 2.184,7 Mio. EUR leicht zurückgingen, zeigt sich unter Berücksichtigung des Effektes aus der geänderten Abrechnung von Mehrwertdiensten durch Dritte rückwirkend auch ab dem 1. Jänner 2003 ein Anstieg um 0,9 %.
Der Anstieg wurde dabei durch ein starkes Wachstum bei den Erlösen aus "Wholesale, Sprachtelefonie & Internet" getragen. Dies war hauptsächlich das Ergebnis des vorübergehenden Anstiegs der internationalen Verkehrsvolumina, der zu zusätzlichen Erlösen in Höhe von etwa 29,1 Mio. EUR und auch dementsprechend höheren Kosten führte. Der Anstieg der Umsatzerlöse resultierte ebenfalls aus dem einmaligen Effekt aus der Verrechnung der Kosten in Verbindung mit der Erbringung von Universaldienstleistungen für Telekommunikationsbetreiber im Zeitraum von 1999 bis 2004. Dieser Verrechnungsbeitrag belief sich auf 14,9 Mio. EUR. Damit waren jedoch 2004 keine Kosten verbunden. Ein Betrag in Höhe von 6,4 Mio. EUR wurde dem Wireless-Segment verrechnet und reduziert damit den Effekt in der Gruppe auf 8,5 Mio. EUR.
Der Anstieg der Umsatzerlöse bei niedrigeren Personal-, Abschreibungs- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen ermöglichte einen Turnaround des Betriebsergebnisses vom Vorjahresverlust in Höhe von 34,3 Mio. EUR auf plus 55,8 Mio. EUR im Jahr 2004. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen (bereinigtes EBITDA) stieg um 4,3 % auf 814,3 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Quartalsvergleich:

Der 7,3%ige Rückgang der gesamten Sprachminuten auf 1,4 Mrd. Minuten wurde hauptsächlich durch ungewöhnlich niedrige Sprachvolumina im Oktober 2004 verursacht. Die ungünstige Feiertagskonstellation im Vergleich zum Vorjahr führte zu einem Rückgang an Arbeitstagen und damit zu niedrigeren Sprachvolumina von Geschäftskunden. November und Dezember zeigten wieder ein normales Bild und ergeben den üblichen, durch den Migrationstrend vom Festnetz in Mobilfunknetze verursachten Rückgang.
Das gesamte Minutenvolumen inklusive Interneteinwahl-Minuten verringerte sich um 12,8 % auf 2,13 Mrd. Daraus leitet sich auch ein stärkerer Rückgang der Interneteinwahl-Minuten auf Grund des beschleunigten Wachstums bei Breitbandverbindungen ab.
Bei 1,46 Millionen TikTak Tarifpaketen per Jahresende 2004 (+17,1 % im Vergleich zum Vorjahr) haben bereits 50 % aller Anschlüsse zu dieser Tariffamilie gewechselt. Damit wird auch der Erfolg des Relaunches der TikTak Tarife im zweiten Quartal 2004 unter Beweis gestellt. Weiters wurden im Jahr 2004 322.000 TikTak Bonuspakete verkauft, welche besondere Vergünstigungen bei einem zusätzlichen fixen monatlichen Betrag bieten.
Erfolgreiche Kundenbindungsmaßnahmen resultierten in einer Steigerung des Marktanteils in der Sprachtelefonie auf 54,4% per Ende 2004 im Vergleich zu 52,7% per Ende Dezember 2003. Der Marktanteil inklusive Internet-Einwahlminuten erhöht sich auf 55,2% im Vergleich zu 54,1% mit Jahresende 2003. Die Anzahl der Festnetz-Anschlüsse ging im Vergleich zum Dezember 2003 um 3,5 % auf 2,9 Mio. per Ende Dezember 2004 zurück.
Die im Oktober 2004 erfolgten Veränderungen im ADSL-Produktportfolio brachten gegen Jahresende einen starken Anstieg der Nettozugänge. Die Nettozugänge stiegen im 4.Qu. 04 um 59,5 % im Vergleich zur Vorjahresperiode, wobei gemäß internen Schätzungen die ADSL-Nettozugänge die Nettozugänge von Kabelanbietern in allen Quartalen des Jahres 2004 übertrafen. Die gesamte Anzahl der ADSL-Anschlüsse (inklusive 85.200 Wholesale-Anschlüsse) stieg mit Jahresende 2004 auf 383.600 (plus 46,9 % gegenüber 2003), nicht zuletzt auf Grund gesunkener Churn-Raten. Per Ende 2003 belief sich die Anzahl der ADSL-Kunden auf 261.100 (Wholesale: 53.500).
Da der höhere durchschnittliche Tarif vom Festnetz zu den Mobilfunknetzen von einem Rückgang der nationalen und internationalen Tarife ausgeglichen wurde, fielen die gesamten durchschnittlichen Minutenentgelte im Bereich Sprachtelefonie geringfügig um 1,3 % auf 7,4 Cents pro Minute im 4. Qu. 04 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Die gesamten Wireline-Umsatzerlöse fielen im 4. Qu. 04 um 2,9 % auf 549,5 Mio. EUR im Vergleich zur Vorjahresperiode. Die Umsatzerlöse aus "Verbindungsentgelte Sprachtelefonie" fielen fast auschliesslich auf Grund gesunkener Gesprächsvolumina um 5,3 % auf 99,2 Mio. EUR. Der Rückgang bei "Grundentgelten & sonstigen Sprachtelefonieerlösen" lässt sich sowohl auf die Migration von Kunden in die neu gelaunchten Tarife mit niedrigerer Grundgebühr als auch auf die niedrigere Anzahl der Festnetzanschlüsse zurückführen. Durch die steigende Bedeutung von Mehrwertnummern, unter anderem mit Eventtarifierung, erhöhten sich die Umsatzerlöse aus "Öffentliche Sprechstellen und Mehrwertdienste" um 4,0% auf 13,0 Mio. EUR im 4. Qu. 04.
Steigende Umsätze aus Kommunikationslösungen konnten die negativen Effekte durch den Preisdruck im Bereich Mietleitungen und der Migration von klassischen Datendiensten zu kostengünstigeren IP-basierten Services nicht ganz ausgleichen. Daher sanken die Umsatzerlöse aus "Daten & IT Lösungen und Wholesale Daten" um 2,6 % auf 112,0 Mio. EUR.
Selbst unter Ausschluss des vollen Effektes aus dem starken ADSL-Kundenwachstum im 4. Qu. 04, der vor allem gegen Ende des Quartals stattfand, erhöhten sich die Umsatzerlöse aus "Internetzugang & Media" um 3,2 % auf 54,3 Mio. EUR. Dieser Vergleich beinhaltet eine Umschichtung von Umsätzen in der Höhe von rund 2,0 Mio. EUR in das Wholesale-Geschäft aufgrund geänderter Vereinbarungen mit Internetbetreibern.
Die Umsatzerlöse aus "Wholesale Sprachtelefonie & Internet" zeigten einen Anstieg um 10,9 % auf 93,4 Mio. EUR vor allem auf Grund höherer Beiträge aus dem eingehenden internationalen Sprachgeschäft. 2,0 Mio. EUR sind auf die oben erwähnte Umschichtung von Erlösen aus dem Internetgeschäft zurückzuführen. Der Anstieg der ADSL-Wholesale Anschlüsse um 59,3 % auf 85.200 hatte ebenso einen positiven Einfluss auf die Umsätze. Die sonstigen Wireline-Umsatzerlöse fielen um 17,2 % auf 38,5 Mio. EUR im 4. Qu. 04, vor allem auf Grund einer im 4. Qu. 03 erfolgten Einmalzahlung für den Verkauf von Telefonbuchdaten in Verbindung mit der finalen Abwicklung der Veräußerung des 26% Anteils an Herold Business Data AG, einem Herausgeber von Telefonbüchern. Trotz des Rückganges der Umsatzerlöse und der gestiegenen Aufwendungen aus Zusammenschaltungen durch höhere internationale Volumina ermöglichten niedrigere betriebliche Kosten und gesunkene Abschreibungsaufwendungen eine Verringerung des Betriebsverlustes im Wireline-Geschäftssegment von 50,3 Mio. EUR im 4. Qu. 03 auf 22,4 Mio. EUR im 4. Qu. 04. Abgesehen von den rückläufigen Personalzahlen fielen die Personalkosten durch die im 4. Qu. 03 inkludierten Kosten aus dem zusätzlichen Personalabbau in Höhe von 47,3 Mio. EUR, wobei dem im 4. Qu. 04 nur geringe Erträge in der Höhe von 1,4 Mio. EUR gegenüberstanden. Das 4. Qu. 03 beinhaltet auch eine Auflösung von Rückstellungen für Vorruhestandsprogramme in der Höhe von 21,9 Mio. EUR, während im 4. Qu. 04 eine geringfügige Dotierung in der Höhe von 0,1 Mio. EUR verbucht wurde. Die Verluste aus dem Abgang langlebiger Wirtschaftsgüter gingen von 15,0 Mio. EUR im 4. Qu. 03 auf 7,0 Mio. im 4. Qu. 04 zurück.
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen (bereinigtes EBITDA) stieg im 4. Qu. 04 um 7,2 % auf 165,8 Mio. EUR, wobei diese Aufwendungen im 4. Qu. 04 insgesamt um 8,2 % auf 188,1 Mio. EUR zurückgingen.

Die Kundenanzahl bei Czech On Line betrug per Ende 4. Qu. 04 247.100 gegenüber 279.400 per Ende 4. Qu. 03. Der Rückgang lässt sich auf die Migration von Dial-up Kunden in Richtung ADSL oder GSM-basierte Zugänge zurückführen. Das stärkere Sprachgeschäft über Netzbetreibervorauswahl und die Fokussierung auf die 3,5 GHz OFDM (Orthogonal Frequency Division Multiplexing) Mikrowellenzugangstechnologie, auf denen in Zukunft auch der Schwerpunkt liegen wird, konnten die Umsatzerlöse im 4. Qu. 04 mit 5,3 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahresquartal stabil halten. Zur weiteren Steigerung dieser Umsatzströme waren verstärkt Vertriebs-und Marketinganstrengungen notwendig. Diese Maßnahmen führten zu einem Rückgang des Betriebsergebnisses von 0,3 Mio. EUR im 4. Qu. 03 und im 4. Qu. 04 auf einen Verlust in Höhe von 1,0 Mio. EUR. Im Februar 2005 wurde ein neuer Geschäftsführer bei Czech On Line bestellt. - Fortsetzung folgt -

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