• 12.03.2005, 10:00:11
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Blecha: Europas Zukunft liegt in Wertschöpfungsabgabe

Als Antwort auf die Herausforderungen durch Demographischen Wandel und Globalisierung

Wien (SK) Einen leidenschaftlichen Appell an die Europäische Union
und an die nationalen Regierungen, dem Sozialabbau entschieden
entgegenzutreten und die Wertschöpfungsabgabe einzuführen, richtete
der Präsident der Europäischen Seniorenorganisation (ESO), Karl
Blecha bei der ESO-Frühjahrstagung in Brüssel. ****

Blecha: "Gerade heuer - im Gedenkjahr 2005 - müssen wir uns bewusst
machen, dass das europäische Sozialmodell ein Ergebnis der
europäischen Geschichte und der überwundenen Krisen ist, das auf den
Prinzipien der Chancengleichheit und der Solidarität aufbaut. Der Weg
des Lohndumpings, des Sozialabbaus und der Rentenkürzungen ist ein
Irrweg!"

Bei der ESO-Tagung, an der auch der Vorsitzende der SPE, Rasmussen
teilnahm, beschlossen die Seniorenvertreter aus 18 europäischen
Ländern, "entschieden gegen die Zertrümmerung des europäischen
Sozialmodells und die Beseitigung der wichtigsten Inhalte der
Lissabon-Strategie" zu protestieren. Blecha: "Es besteht die Absicht,
unter dem Deckmantel einer erneuerten Lissabon-Strategie, für die
Barroso verantwortlich zeichnet, die sozialpolitischen Pfeiler fallen
zu lassen. Und dagegen kämpft die Europäische Seniorenorganisation!"

Entschieden wurde von der ESO die Wertschöpfungsabgabe verlangt. "Es
steht außer Zweifel, dass in einer Zeit sinkender Lohnquoten in allen
europäischen Ländern neue Formen der Finanzierung der sozialen
Systeme gefunden werden müssen. Es geht nicht länger an, dass
ausschließlich Lohn- und Gehaltssumme für die Finanzierung der
sozialen Sicherheit herangezogen werden. Es müssen Profite, Erträge
aus Zinsen und Verpachtungen auch für die Finanzierung sozialer
Leistungen herangezogen werden können", so ESO-Präsident Blecha.

Blecha führte aus, dass die Wertschöpfungsabgabe die Antwort auf die
Herausforderungen des demographischen Wandels, auf die
Herausforderungen durch Globalisierung und Sozialabbau ist. Blecha:
"Die Lösung der Pensionsfinanzierung, der Gesundheitsvorsorge, der
Altenpflege und der täglich wichtiger werdenden Kinderbetreuung in
allen europäischen Ländern zwingt Europa dazu, die Verteilungsfrage
offen zu stellen."

"Wir haben uns dazu bekannt, dass wir, die europäischen Senioren,
Gerechtigkeit wollen, einen sozialen Rechtsstaat und ein
solidarisches Miteinander. Wir treten für die Überwindung der
sozialen Kälte, die fast ganz Europa erfasst hat, ein. Wir wollen
einen gerechten Ausgleich zwischen Jung und Alt, Solidarität der
Generationen. Die Gefahr der Beschränkung des Zugangs zu
medizinischen Leistungen für die älteren Mitbürger muss abgewendet
werden. Europa wird nur erfolgreich sein können, wenn es auch das
Potenzial seiner älter werdenden Bevölkerung nutzt", so ESO-Präsident
Karl Blecha bei seinem Schlussreferat. (Schluss) cs

Rückfragehinweis: Andy Wohlmuth, PVÖ/Öffentlichkeitsarbeit 01 313 72
30
www.pvoe.at

OTS0014    2005-03-12/10:00

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