- 10.03.2005, 16:24:57
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AktionsGemeinschaft: Wo bleiben die Konzepte der Bundes-ÖH?
ÖH verschläft Diskussion über Maßnahmen an den Massenunis
Wien (OTS) - "Es ist fatal, dass die Bundes-ÖH (VSSTÖ/GRAS) keine
Stellungnahme zum Wahrnehmungsbericht des Rechnungshofes abgibt und
sich noch immer konzeptlos angesichts bevorstehender Entscheidungen
an Österreichs Universitäten zeigt. Nur durch Wegschauen ändert sich
die prekäre Situation an unseren Unis nicht!", zeigt sich Christoph
Marx (Bundesobmann der AktionsGemeinschaft) empört.
Der "offene Uni-Zugang" ist schon jetzt nicht so offen, wie es
scheint. An den Medizin-Unis etwa werden Studierende gezielt mittels
der Summativen Integrativen Prüfung (SIP) hinausgeprüft. Eine
Gesamtprüfung, bei der sechs Blöcke positiv absolviert werden müssen,
um für den 2. Abschnitt zugelassen zu werden und für die Studierenden
über sein oder nicht mehr sein entscheidet. Diese Art der
Studieneingangsphase ist als reine Selektionsphase
(Knock-Out-Prüfung) zu verstehen, wo die Berechnung der Uni im
Vordergrund steht und nicht das Interesse und die Leistung der
Studierenden. "Die Bundes-ÖH weiß anscheinend nicht, welche
Regulierungsmethoden an unseren Unis praktiziert werden und ist
mundtot bei studierendenfreundlichen Konzepten", so Marx weiter.
Das Interesse der Studierenden und nicht die Willkür der
Unis soll über Fortkommen entscheiden
Die AktionsGemeinschaft ist vehement gegen solche punktuellen
Selektionsprüfungen und fordert für die Universitäten
Orientierungsphasen, wo die/der Studierende selbst einen genauen
Überblick über das bevorstehende Studium erhält und alleinig das
Interesse über ein Fortkommen im Studium entscheidet.
"Das Schweigen der Bundes-ÖH interpretiere ich als Eingeständnis
des eigenen Versagens. Die ÖH hat in den letzten 4 Jahren keine
Erfolge erzielt - Leidtragende sind wieder einmal die Studierenden",
schließt Marx.
OTS0273 2005-03-10/16:24
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