• 10.03.2005, 12:08:47
  • /
  • OTS0161 OTW0161

Schierhuber: Europas Natur braucht mehr Geld

Natura 2000 leistet wichtigen Beitrag für Natur- und Umweltschutz

Strassburg, 10. März 2005 (ÖVP-PD) "Mit Natura 2000 haben wir ein
sehr ambitioniertes EU-Umweltprogramm mit hohen Zielsetzungen. Es ist
unbestritten, dass dieses Programm einen wichtigen Beitrag für Natur-
und Umweltschutz leistet und somit einen hohen gesellschaftlichen
Stellenwert hat. Es sind die europäischen Land- und Forstwirte, die
eine wertvolle Kulturlandschaft geschaffen haben und nun auch
bewahren. Die Sicherung dieser Kulturlandschaft ist die wesentliche
Aufgabe von Natura 2000. Zur Erreichung der ehrgeizigen Ziele müssen
wir aber auch die Finanzierung dafür sicherstellen", forderte ÖVP-
Europaabgeordnete Agnes Schierhuber im Europäischen Parlament in
Strassburg. ****

Schierhuber kritisierte, dass sich die Kommission erst jetzt
Gedanken über eine Finanzierung auf europäischer Ebene mache, obwohl
das Programm Natura 2000 schon seit längerer Zeit bestehe. Dadurch
komme es zu Nutzungsauflagen und Einschränkungen für die
Grundeigentümer. Die Kommission sieht außerdem eine Ko-Finanzierung
des Natura 2000 Netzes aus den Fonds ländliche Entwicklung und
Strukturfonds vor. "Als Berichterstatterin zur ländlichen Entwicklung
muss ich eines klar festhalten: Wir müssen sicherstellen, dass auch
die Strukturfonds zur Finanzierung von Natura 2000 herangezogen
werden. Außerdem muss in der ländlichen Entwicklung eine Aufstockung
des Budgets vorgesehen werden. Eingriffe in das Eigentumsrecht
unserer Bauern ohne die Garantie eines vollständigen finanziellen
Ausgleichs sind nicht zulässig. Wenn wir die Finanzierung nicht
nachhaltig absichern, wird die Verunsicherung der Land- und
Forstwirte noch größer, welche Folgen eine Natura 2000
Gebietsausweisung für die Betroffenen hat", so Schierhuber.

Nach den Beschlüssen von Brüssel, mit denen der Agrarhaushalt bis
2013 gedeckelt wurde, sowie auf Grund der GAP-Reform, wonach die
Mittel der Modulierung von der ersten Säule in die zweite Säule
kommen könne es nur darum gehen, dass vor allem die Bauern die
Ausgleichszahlungen für ihre Leistungen bekommen. "Es muss zumindest
das Budget zur Verfügung stehen, das die alte Prodi-Kommission
vorgeschlagen hat. Es kann für 25 Mitgliedstaaten nicht mehr Europa
für weniger Geld geben. Eingriffe in das Eigentum ohne entsprechenden
Ausgleich lehne ich von vornherein ab", so Schierhuber abschließend.

Rückfragen: MEP Agnes SCHIERHUBER, Tel.: 0032-2-284-5741 oder Mag.
Philipp M. Schulmeister, EVP-ED Pressestelle, Tel.: 0032-75 79 00 21

OTS0161    2005-03-10/12:08

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel