Kukacka: Vorgezogener Ausbau der Phyrn-Schober-Spielfeld-Achse ist fix - Gesamtrealisierung kommt bis 2012!

Die vorgezogene Realisierung der Summerauerbahn wird im nächsten Ministerrat beschlossen

Wien (OTS) - "Nach dem gestrigen Infrastrukturgipfel im Bundeskanzleramt ist es nun fix: Die Summerauerbahn wird als PPP-Projekt vorgezogen, der von Oberösterreich und der Steiermark immer wieder geforderte rasche Ausbau bis 2012 wird damit verwirklicht", erklärte heute, Mittwoch, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka im Rahmen des Budgetausschuss im Parlament. Die Verbindung Summerau - Linz - Selzthal - Graz - Spielfeld sei Teil der Transeuropäischen Netze der Europäischen Union und stelle durch den starken grenzüberschreitenden Bezug Richtung Tschechien, Ostseeraum, nach Slowenien und an die Adria, eine Achse der Zukunft dar, von deren raschen Ausbau die österreichische Wirtschaft deutlich profitieren werden. "Die Arbeiten am Projekt werden nun auf Hochtouren vorangetrieben und inhaltlich weiter entwickelt", betonte Kukacka. Die vorgezogene Realisierung der Summerauerbahn werde bereits im nächsten Ministerrat beschlossen. ****

Der Ausbau der Achse Summerau-Phyrn-Schober-Spielfeld-Strass sei im derzeitigen Rahmenplan der ÖBB mit einem Volumen von rund 950 Millionen Euro festgelegt. Ohne Beteiligung Privater Investoren würde eine Fertigstellung des selektiven 2-gleisigen Ausbaus erst bis 2019 möglich sein, als PPP-Projekt sei aber eine vorgezogene Gesamtrealisierung bis 2012 möglich. Die ersten kleineren baulichen Maßnahmen könnten bereits 2006 begonnen werden, der Vollausbau der Infrastruktur werde ab 2008 realisiert. Ziel des Ausbaues der Summerauerbahn in einem PPP-Modell sei die Erhöhung der Durchlassgeschwindigkeit, Fahrplanstabilität und Pünktlichkeit sowie eine maßgebliche Verkürzung der Fahrzeiten durch weniger Kreuzungsaufenthalte und eine schnellere Zugfrequenz, führte Kukacka aus.

Mit dem tschechischen Vizeminister sei in einem Arbeitsgespräch Anfang Februar vereinbart worden, dass Tschechien und Österreich ein gemeinsames Einreichprojekt bis Sommer 2005 erarbeiten, um die EU-TEN Förderungen in Anspruch nehmen zu können. Nachdem die EU den grenzüberschreitenden Teil Linz-Budweis-Prag als prioritäres Projekt eingestuft habe, wollen Österreich und Tschechien diese Chancen einer EU-TEN-Förderung nicht ungenützt lassen. "Generelles Ziel beider Seiten ist daher eine vorgezogene Umsetzung, da durch eine möglichst rasche Einreichung die Chancen auf höhere Zuschüsse steigen. Darin herrscht zwischen Prag und Wien Übereinstimmung und dies wird auch in dem Ministerratsvortrag zum Ausdruck kommen", erklärte Kukacka.

Kukacka betonte, dass der verkehrpolitische und wirtschaftliche Nutzen durch einen rascheren Ausbau der Phyrn-Schober-Spielfeld-Achse außer Frage stehe. Vor allem die Kapazität und Qualität im Güterverkehr werde erhöht, die Attraktivierung der Summerauerbahn werde eine deutliche Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene bringen. Konkret werde durch den Ausbau der Phyrn-Schober-Achse eine Steigerung des Güterverkehrsaufkommens um 35 Prozent bis 2015 auf 5,8 Millionen Tonnen pro Jahr erwartet, schloss Kukacka.

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