• 09.03.2005, 11:00:00
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Kukacka: Vorgezogener Ausbau der Phyrn-Schober-Spielfeld-Achse ist fix - Gesamtrealisierung kommt bis 2012!

Die vorgezogene Realisierung der Summerauerbahn wird im nächsten Ministerrat beschlossen

Wien (OTS) - "Nach dem gestrigen Infrastrukturgipfel im
Bundeskanzleramt ist es nun fix: Die Summerauerbahn wird als
PPP-Projekt vorgezogen, der von Oberösterreich und der Steiermark
immer wieder geforderte rasche Ausbau bis 2012 wird damit
verwirklicht", erklärte heute, Mittwoch, Verkehrsstaatssekretär Mag.
Helmut Kukacka im Rahmen des Budgetausschuss im Parlament. Die
Verbindung Summerau - Linz - Selzthal - Graz - Spielfeld sei Teil der
Transeuropäischen Netze der Europäischen Union und stelle durch den
starken grenzüberschreitenden Bezug Richtung Tschechien, Ostseeraum,
nach Slowenien und an die Adria, eine Achse der Zukunft dar, von
deren raschen Ausbau die österreichische Wirtschaft deutlich
profitieren werden. "Die Arbeiten am Projekt werden nun auf
Hochtouren vorangetrieben und inhaltlich weiter entwickelt", betonte
Kukacka. Die vorgezogene Realisierung der Summerauerbahn werde
bereits im nächsten Ministerrat beschlossen. ****

Der Ausbau der Achse Summerau-Phyrn-Schober-Spielfeld-Strass sei
im derzeitigen Rahmenplan der ÖBB mit einem Volumen von rund 950
Millionen Euro festgelegt. Ohne Beteiligung Privater Investoren würde
eine Fertigstellung des selektiven 2-gleisigen Ausbaus erst bis 2019
möglich sein, als PPP-Projekt sei aber eine vorgezogene
Gesamtrealisierung bis 2012 möglich. Die ersten kleineren baulichen
Maßnahmen könnten bereits 2006 begonnen werden, der Vollausbau der
Infrastruktur werde ab 2008 realisiert. Ziel des Ausbaues der
Summerauerbahn in einem PPP-Modell sei die Erhöhung der
Durchlassgeschwindigkeit, Fahrplanstabilität und Pünktlichkeit sowie
eine maßgebliche Verkürzung der Fahrzeiten durch weniger
Kreuzungsaufenthalte und eine schnellere Zugfrequenz, führte Kukacka
aus.

Mit dem tschechischen Vizeminister sei in einem Arbeitsgespräch
Anfang Februar vereinbart worden, dass Tschechien und Österreich ein
gemeinsames Einreichprojekt bis Sommer 2005 erarbeiten, um die EU-TEN
Förderungen in Anspruch nehmen zu können. Nachdem die EU den
grenzüberschreitenden Teil Linz-Budweis-Prag als prioritäres Projekt
eingestuft habe, wollen Österreich und Tschechien diese Chancen einer
EU-TEN-Förderung nicht ungenützt lassen. "Generelles Ziel beider
Seiten ist daher eine vorgezogene Umsetzung, da durch eine möglichst
rasche Einreichung die Chancen auf höhere Zuschüsse steigen. Darin
herrscht zwischen Prag und Wien Übereinstimmung und dies wird auch in
dem Ministerratsvortrag zum Ausdruck kommen", erklärte Kukacka.

Kukacka betonte, dass der verkehrpolitische und wirtschaftliche
Nutzen durch einen rascheren Ausbau der Phyrn-Schober-Spielfeld-Achse
außer Frage stehe. Vor allem die Kapazität und Qualität im
Güterverkehr werde erhöht, die Attraktivierung der Summerauerbahn
werde eine deutliche Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene
bringen. Konkret werde durch den Ausbau der Phyrn-Schober-Achse eine
Steigerung des Güterverkehrsaufkommens um 35 Prozent bis 2015 auf 5,8
Millionen Tonnen pro Jahr erwartet, schloss Kukacka.

OTS0099    2005-03-09/11:00

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SVT

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