Ohmann'sche Wienflussbeleuchtung

Effektbeleuchtung für historisches Baujuwel

Wien (OTS) - Ein Stück historisches Wien erstrahlt in neuem Licht. In Zusammenarbeit der MA29 - Brückenbau und Grundbau und der MA33 -Wienleuchtet wurde nun die Effektbeleuchtung beim Wienflussportal bei der Johannesgasse fertig gestellt.

Die Ohmann'sche Wienflussverbauung beim Stadtpark ist ein Paradestücke Wiener Baukunst der Jahrhundertwende. Dieses historische Bauwerk wurde von der MA29 seit Dezember 2001 unter der Aufsicht von Generalplaner Arch. Univ. Prof. Dr. Manfred Wehdorn instandgesetzt. Im Bewusstsein der historischen Bedeutung wurde bei der Instandsetzung der Bauwerke großen Wert auf handwerkliche Detailtreue gelegt. "Die Instandsetzung nach den Originalplänen zeigt die ganze Pracht dieses Bauwerkes", so Dipl.Ing. Eduard Winter, Abteilungsleiter der MA29.

In Kooperation mit der Magistratsabteilung 29 hat Wien Leuchtet (MA 33) die komplette öffentliche Beleuchtungsanlage und die Anstrahlung der Ohmann'schen Wienflußverbauung erneuert. Die Abteilungsleiterin von Wien Leuchtet, Frau Dipl.-Ing. Susanne Lettner, freut sich über die sehr gute Zusammenarbeit mit der gleichzeitigen Instandsetzung der historischen Anlage durch die Magistratsabteilung 29. "Durch die Revitalisierung der Anstrahlung kommen die baulichen Elemente besonders gut zur Geltung und ein bauliches Wiener Juwel erstrahlt wieder im neuen Glanz ".

Im Bereich der öffentlichen Beleuchtung wurden die vier Kandelaber im Gehwegbereich komplett, die 14 Wandleuchten, die Hängeleuchten in den Pavillons und an den Pylonen im lichttechnischen Bereich erneuert. Die Deckenleuchten in den Pavillons wurden mit einer Seilzugautomatik ausgestattet, um die Störungsbehebung auch ohne Gerüstaufbau zu ermöglichen.

Alle Lampen wurden von ihrer Lichtfarbe so ausgewählt, dass sich Anstrahlung und öffentliche Beleuchtung als homogenes Bild zusammenfügen.

Die alte Anstrahlung der Wienflußeinwölbung wurde von einem einseitig angebrachten Großscheinwerfer auf jeweils zwei Kleinfluter auf beiden Seiten umgebaut. Dadurch erhält man ein symmetrisches Anleuchtungsbild. Die Eingangsbereiche Johannesgasse in den Stadtpark und in den Gebäudekomplex erstrahlen durch acht Kleinfluter in neuem Licht.

Zur Geschichte des Wienflussportals

Das Wienflussportal im Stadtpark entstand im Zuge der Regulierung des Wienflusses und ist eines der großen Meisterwerke des Jugendstils von europäischer Bedeutung. Der Entwurf geht auf den Architekten Krieghammer zurück. Nach dessen Tode 1898 beauftragte die Stadt Wien den Architekten Friedrich Ohmann mit den Planungen, der seinerseits, seit der 2. Hälfte des Jahres 1900 den Architekten Josef Hackhofer als Mitarbeiter heranzog.

Die Bauführung erfolgte 1903-1906. Die geplante künstlerische Ausgestaltung mit wasserspeienden Elefanten und einem Schleier-Wasserfall über dem Schlussstein des Portals wurde aber aus Kostengründen von der Stadt Wien nie realisiert. Aus historischen Gründen wurde auch verzichtet, diese in nachhinein zu installieren. Die originalen Baukosten vor rund hundert Jahren betrugen 556.000 Kronen, die Instandsetzung heute veranschlagt rund 4,6 Mio. Euro. In diesen sind auch die Kosten für die Instandsetzung der Beleuchtung inbegriffen.

Zum räumlichen Umfang der Arbeiten

Die Generalinstandsetzung der Ohmann'schen Wienflussverbauung war aufgrund statischer Schäden und dem, nach rund einhundertjähriger Bestandsdauer verständlichen, generellen Materialverschleiß notwendig geworden.

Die Generalsanierung umfasst alle Bauteile der sogenannten Ohmann'schen Wienflussverbauuung im Stadtpark zwischen Johannesgasse und Kleinen Ungarbrücke im Stadtpark, im Besonderen:

o Die gesamte Eingangszone in den Stadtpark entlang der Johannesgasse mit den beiden Pylonen, die das Wappen der Stadt Wien tragen. o Das monumentale Bauwerk des eigentlichen Wienflussportals mit den Pavillons, den steinernen Arkaden und den zur Promenade hinabführenden Stiegenanlagen. o Die beiden Promenaden mit allen dazugehörigen Stiegenanlagen, den Stützmauern samt Balustraden und der künstlerischen Ausgestaltung.

Mehr Informationen unter http://www.bruecken.wien.at/ .

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(Schluss) wur

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Ing. Kurt Wurscher
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