- 07.03.2005, 14:04:20
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Korrektur zu OTS 0195 WK-Wahl: Strobl hätte informieren müssen
Wien (OTS) - "Informationen über Fehlverhalten im
Wirtschaftskammerwahlkampf hatte Vizepräsident Fritz Strobl
angekündigt - doch das einzige feststellbare Fehlverhalten ist sein
eigenes", kritisiert die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien,
Brigitte Jank. Wie eine sofortige Überprüfung der Vorwürfe ergeben
hat, ist die überwiegende Zahl der Wahlkarten bei der Landesinnung
Friseure korrekt, bei 18 von 84 Wahlkarten der Friseure wurde durch
einen technischen Defekt eine Zeile nicht gedruckt. Insgesamt wurden
bisher mehr als 10.000 Wahlkarten ausgegeben. Sichergestellt ist
mittlerweile auch, dass dieses durch einen technischen Mangel
entstandene Problem noch vor dem Beginn der Kammerwahlen am 12. März
behoben werden kann.
Jank: "Ich bedaure diesen technischen Fehler, der klarerweise alle
Fraktionen hätte treffen können. Als Vizepräsident Strobl von dem
Problem erfahren hat, wäre er aufgrund seiner Funktion als
Vizepräsident der WKW verpflichtet gewesen, dieses sofort bekannt zu
geben. Da Strobl selbst nicht von einer bewussten Manipulation und
damit von einer technischen Ursache ausgeht, ist das ein echtes
Fehlverhalten. Statt durch Information an die Kammer den Schaden zu
minimieren, lud Strobl für Tage später zu einer Pressekonferenz ein.
Dadurch wurde bewusst in Kauf genommen, dass die Lösung des Problems
tagelang aufgeschoben wird. Noch am Freitag gab es ein Telefonat
zwischen Strobl und Kammerdirektor Günther Schön über das Thema der
Pressekonferenz, wobei ebenfalls keine Information erfolgte. Auch die
beiden von Strobl entsandten Mitglieder der Hauptwahlkommission haben
den Defekt dort nicht gemeldet."
Um eventuelle andere unkorrekte Wahlkarten mit hundertprozentiger
Sicherheit ausschließen zu können, lässt die WKW derzeit alle
ausgegebenen Karten und Stimmzettel überprüfen. Weiters wird die
Hauptwahlkommission mit dem Thema befasst.
"Ich finde es schade, dass ein gewählter Funktionär versucht, auf
Kosten der Wirtschaftskammer Wien politisches Kleingeld zu machen",
so Jank.
OTS0203 2005-03-07/14:04
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