• 07.03.2005, 13:30:39
  • /
  • OTS0188 OTW0188

Die Industrie braucht hoch qualifizierte Frauen!

IV-GSBeyrer: Bessere Rahmenbedingungen für Standortsicherung in der Wissensgesellschaft nötig - Vorschlag für Maßnahmenbündel bei Ausbildung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Wien (PdI) - Der Internationale Frauentag am 8.3. ist auch für die
Industrie Anlass, die Bedeutung der Frauen für den
Wirtschaftsstandort Österreich zu betonen. "Der Standort Österreich
kann in einer Wissensgesellschaft nur mit den besten Köpfen
wettbewerbsfähig bleiben. Die Industrie braucht hoch qualifizierte
Frauen, und es ist ein positives Signal, dass knapp 54% der jungen
Menschen, die ein Studium beginnen, Frauen sind", so Mag. Markus
Beyrer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung. "Die
Flexibilisierung der Arbeitszeit, die Entschärfung der demografischen
Entwicklung, die Steigerung der Innovationskraft der Unternehmen
werden allerdings nur möglich sein, wenn wir Frauen auf Dauer für die
Wirtschaft gewinnen, und dafür bedarf es noch einer Verbesserung der
Rahmenbedingungen."

Maßnahmen für mehr Ausbildungen und bessere Vereinbarkeit gefordert

Ein gesamtes Maßnahmenbündel müsste nach Ansicht der Industrie
umgesetzt werden, beginnend bei der Ausbildung bis zur Vereinbarkeit
von Familie und Beruf:
Vor allem Naturwissenschaft und Technik sind jene Bereiche, in denen
großer Bedarf an Mitarbeiterinnen besteht. Moderne Berufs- und
Rollenbilder, professionelle Bildungs-, Berufs- und Karriereberatung,
kürzere und modulare Studienangebote sind nötig, um mehr Frauen für
diese Zukunftsbereiche zu motivieren. Damit lassen sich auch
Einkommensunterschiede mittelfristig verringern.

Auch bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sieht die Industrie
Handlungsbedarf, erklärte der IV-Generalsekretär: "Es braucht mehr
Kinderbetreuungsplätze, vor allem für Kinder im Alter von ein bis
drei Jahren und im Schulalter, sowie flexible, bedarfsorientierte
Öffnungszeiten. Auch ganztägige Schulformen sollten flächendeckend
angeboten werden." Generell gilt es, ein auf höhere
Flexibilisierungserfordernisse in der Wirtschaft abgestimmtes
Dienstleistungsangebot zu entwickeln, beginnend bei den
Parteienverkehrszeiten von Behörden bis hin zu den Ordinationszeiten
von Gesundheitsdienstleistern. "Die Industrie ist davon überzeugt,
dass eine Verbesserung dieser Rahmenbedingungen eine
Win-Win-Situation möglich macht: mehr Wachstum für alle, höhere Löhne
und bessere Chancen für qualifizierte Frauen", betont Beyrer.

Weitere Informationen: www.iv-net.at/medien

OTS0188    2005-03-07/13:30

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel