- 07.03.2005, 11:56:34
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Stoppt häusliche Gewalt!" - Aktion startet am Weltfrauentag (8. März 2005) - AUDIO
Neuss (OTS) - Vorschlag zur Anmoderation (live im Studio)
Moderator: Fast jeder hat es wahrscheinlich schon mal erlebt: Ein
Mann beschimpft öffentlich seine Frau oder wird sogar handgreiflich.
Zu Hause geht es oft weiter: Jeder vierten Frau in Deutschland wird
Gewalt angetan. Die kann dabei ganz unterschiedlich sein, zum
Beispiel körperlich, sexuell, verbal oder psychisch. Die Opfer
schweigen in der Regel aus Scham oder Angst. Und obwohl jeder Dritte
eine kennt, die geschlagen wird, unternimmt kaum jemand etwas
dagegen. Weil einfach die meisten denken: So ein Streit geht mich
eben nichts an. Grund genug für das Kosmetikunternehmen The Body
Shop, zum Weltfrauentag auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam zu
machen. Elisabeth Weyermann:
O-Ton Weyermann:
Wir möchten mit der Kampagne aufrütteln, wir möchten Informationen
geben an Frauen, weil das Thema ist nach wie vor ein großes
Tabuthema, und wir möchten ganz konkret in Zeiten leerer Kassen Geld
sammeln.
Moderator: 40.000 Euro hat The Body Shop bereits gesammelt und an
Terre des Femmes gespendet. Die Frauenrechtsorganisation will damit
eine neue Stelle schaffen, um so Betroffenen besser helfen zu können.
Denn aus eigener Kraft können sich nur die wenigsten Frauen aus der
Situation befreien. Christa Stolle, Geschäftsführerin von Terre des
Femmes:
O-Ton Terre des Femmes:
Sie werden von ihren Partnern geschlagen getreten, gewürgt, was
immer. Die Frauen sind oftmals abhängig, sind zu Hause, haben Kinder,
besonders in gut situierten Familien ist es noch mal extrem schwerer,
da rauszukommen.
Moderator: Dass Gewalt in den eigenen vier Wänden keine Privatsache ist,
sondern ein Verbrechen - davon sind immerhin 80 Prozent der Menschen
überzeugt, so das Ergebnis einer Studie von The Body Shop. Der
Journalist und Buchautor Roger Willemsen setzt sich für die
Initiative ein, nicht zuletzt deshalb, weil er gesehen hat, wie
häusliche Gewalt im Extremfall enden kann:
O-Ton Willemsen: Ich hab mal eine Frau interviewt, die wurde von ihrem Mann mit
Benzin übergossen und angezündet, weil sie für die falsche
Fußballpartei war. Das ist nicht vor meinen Augen passiert, sondern
ich hatte die Frau mit all ihren Brandwunden vor mir sitzen.
Moderator: Wer übrigens glaubt, Gewaltanwendung ist ein Milieuproblem, der irrt. Es kann jede treffen. Christa Stolle: O-Ton Terre des Femmes: Es geht durch alle Schichten, es ist kein Milieuproblem. In
höheren Schichten ist es noch verdeckter, weil: Sie rufen auch
seltener die Polizei. Da ist es einfach so, dass die Frauen die
Möglichkeit haben, bei Freundinnen unterschlüpfen oder dass sie
eigenes Geld haben, um sich dann eine eigene Wohnung zu nehmen.
Moderator: Damit es gar nicht erst so weit kommt, kann und sollte
jeder etwas tun - so der Appell der Kampagne. Elisabeth Weyermann:
O-Ton Weyermann: Informieren Sie sich: Gehen Sie zum Body Shop, nehmen Sie die
Broschüre mit, die es bei uns gibt. Da sind viele Telefonnummern
beziehungsweise auch Internetadressen drauf. Schauen Sie nicht weg,
schauen Sie hin und sprechen Sie mit der Person.
Vorschlag zur Abmoderation (live im Studio) Für mehr Informationen klicken Sie einfach ins Internet unter www.thebodyshop.de.
ACHTUNG REDAKTIONEN:
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Wir bitten jedoch
um einen Hinweis, wie Sie den Beitrag eingesetzt haben an
[email protected].
Originaltext: The_Body_Shop
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