• 01.03.2005, 11:19:29
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Österreichs Manager für Senkung der Lohnnebenkosten

Manager-Monitoring des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF), der Triconsult und des Standard

Wien (OTS) - Eine Senkung der Lohnnebenkosten, die Steigerung der
Innovationskraft und eine höhere Arbeitszeitflexibilisierung sind für
Österreichs Manager mit Abstand die wichtigsten Maßnahmen zur
Erhaltung/Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs. Rund
drei Viertel der Befragten nannten diese Handlungsoptionen
(Mehrfachnennungen möglich) beim jüngsten Manager-Monitoring des
Wirtschaftsforums der Führungskräfte, das gemeinsam mit der
Triconsult und der Tageszeitung "Der Standard" durchgeführt wurde.

Gemischt die Einschätzung der gegenwärtigen wirtschaftlichen
Stimmung in Österreich, die zwar wesentlich besser als in der
Gesamtheit der alten EU-15, aber schlechter als in den neuen
Mitgliedstaaten bewertet wird: Auf der fünfteiligen Skala (1 = sehr
gut; 2 = eher gut; 3 = teils, teils; 4 = eher schlecht; 5 = sehr
schlecht) wurde das wirtschaftliche Klima in unserem Land mit dem
Mittelwert 2,65 benotet. Mehr als die Hälfte der Befragten (53
Prozent) bezeichnete dabei die Stimmung als "teils, teils", 41
Prozent als "eher gut" und 6 Prozent als "eher schlecht". Als "sehr
gut" oder "sehr schlecht" wurde die Lage von niemandem beurteilt.
Nach Managementebenen unterschieden, zeigten sich die Vertreter der
ersten Managementebene ein wenig optimistischer als ihre Kollegen von
der zweiten Führungsebene.

Die Gründe für die gedämpfte Stimmung liegen für die
Führungskräfte vor allem in den geringen Wachstumsraten (37 Prozent),
unsicheren Jobs (36 Prozent) und dem globalen Wettbewerb (32
Prozent). Vergleichsweise oft wurden auch die hohe Arbeitslosigkeit
und die schwindende Kaufkraft (je 26 Prozent) genannt. Dem gemäß die
Rezepte zur Gegensteuerung: Wie eingangs angeführt votieren 75
Prozent für eine Senkung der Lohnnebenkosten, 74 Prozent für die
Steigerung der Innovationskraft und 71 Prozent für eine stärkere
Arbeitszeitflexibilisierung. Mehr als die Hälfte (59 Prozent) der
Manager hält auch die Erhöhung der Mitarbeiterqualifikation für eine
Möglichkeit. Eine weitere Senkung des Steuerniveaus forderten 42
Prozent.

Was die Einschätzung der wirtschaftlichen Stimmung in den "alten"
EU-15-Ländern insgesamt betrifft, sieht es mit einem Mittelwert von
3,2 nach Ansicht der Befragten eher düster aus: 29 Prozent erachten
die Situation als "eher schlecht", 59 Prozent als "teils, teils" und
nur 11 Prozent als "eher gut". 1 Prozent sprach sogar von einer "sehr
schlechten Stimmung". Im Gegensatz zur Österreich-Bewertung zeigten
sich die Umfrage-Teilnehmer der ersten Managementebene hier
pessimistischer als jene der zweiten. Als Hauptproblem wird mit
Abstand die hohe Arbeitslosigkeit angesehen (67 Prozent), gefolgt von
den geringen Wachstumsraten (55 Prozent) und den unsicheren Jobs (49
Prozent) .

Ein ganz anderes Bild zeichnen Österreichs Manager von den neuen
EU-Mitgliedsstaaten: Die dortige wirtschaftliche Stimmung wird mit
dem guten Mittelwert von 2,18 bewertet. Demnach schätzten 17 Prozent
die Lage als "sehr gut" ein, 58 Prozent als "eher gut", 17 Prozent
als "teils, teils", 8 Prozent als "eher schlecht" und 1 Prozent als
"sehr schlecht". Begründet wird die positive Einstellung in erster
Linie mit: hohen Wachstumsraten (57 Prozent), Nachholbedarf bei
Konsum (56 Prozent), steigender Kaufkraft (51 Prozent) und der
Gründung neuer Unternehmen (50 Prozent) .

Dass die Stärkung der Innovationskraft ein maßgebliches Thema ist,
zeigt sich auch bei der Frage nach den Möglichkeiten, die
internationale Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu wahren: "Die
Innovationskraft erhöhen" und "auf Kernkompetenzen konzentrieren"
stehen mit je 49 Prozent an der Spitze der geäußerten
Handlungsoptionen, gefolgt von "die Qualifikation der Mitarbeiter
erhöhen" und der "Erhöhung der Arbeitszeitflexibilität". Weitere
Antworten waren: "Wachstum des Unternehmens" (35 Prozent), "Die
Wertschöpfung des Unternehmens erhöhen" (31 Prozent),
"Internationalisierung" (30 Prozent), "Senkung der Lohnnebenkosten
insgesamt" (28 Prozent), "Zusammenschluss, Fusion" (14 Prozent) und
"Auslagerung von Personal intensiven Bereichen" (12 Prozent). Die
Führungskräfte sind aber doch eher zuversichtlich, dass ihre
Unternehmen auch weiterhin im internationalen Wettbewerb bestehen
können: Die Möglichkeit, im internationalen Wettbewerb NICHT bestehen
zu können, schlossen 26 Prozent "sicher" und 40 Prozent "eher" aus.
13 Prozent meinten, dies könnte der Fall sein, 1 Prozent hielt es
sogar für wahrscheinlich. Immerhin ein Fünftel (20 Prozent) der
Befragten bezeichneten sich als nicht im internationalen Wettbewerb
stehend.

OTS0103    2005-03-01/11:19

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WDF

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