ÖGB Fachgruppenvereinigung (FGV) begrüßt weitere Belastungen der Pflegenden!

Wien (OTS) - In der Presseaussendung OTS 0150 vom 21.02.2005 begrüßt die Vorsitzende der FGV, Fr. Monika Mauerhofer, dass Pflegende künftig Ärztinnen und Ärzte bei deren Morgenarbeit begleiten. Angeblich werden durch diese zusätzliche Aufgabe sogar Personalressourcen frei! Zu erwarten ist jedoch, dass gerade zur Zeit hoher Arbeitsspitzen viele Pflegestunden verloren gehen, die zudem in den Personalbedarfsberechnungsmodellen nicht berücksichtigt werden! Die ohnehin schon sehr hohen Belastungen der Pflegenden und die Arbeitsbedingungen werden also weiter verschärft. Zu befürchten ist, dass sich die Pflegequalität vermindert und die Nachwuchssorgen weiterhin zunehmen.

Die Mängel in der Turnusärzteausbildung sollen auf Kosten der Patienten und Pflegenden ausgetragen werden!

Die empfohlene Umsetzung dieses "Modells" flächendeckend in ganz Österreich ist Verhöhnung von Patienten und Pflegenden, wenn man bedenkt, dass kaum ein mitteleuropäisches Land so wenige Pflegende bezogen auf die Einwohneranzahl einsetzt wie Österreich (532 pro 100.000, Deutschland 957, Finnland sogar 2162!! Die Anzahl der Ärztinnen und Ärzte in den genannten Ländern ist dabei nahezu gleich.).

Auf den versprochenen Personalersatz für die Nachtschwerarbeitsstunden warten die Pflegenden Österreichs ohnehin schon seit 1995!

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