• 28.02.2005, 09:39:05
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ARBÖ: Auch Autos, Türschnapper und Handbremsen frieren, Batterien gehen kaputt

ARBÖ-Autotipps bei sibirischer Kälte

Wien (OTS) - Sibirische Temperaturen bis zu minus 20 Grad, wie sie
in den nächsten Tagen zu erwarten sind, stellen Autofahrer vor jede
Menge Probleme. ARBÖ-Pannenfahrer haben eine Liste der eisigen Tücken
und nützliche Tipps zusammengestellt. Unter der extremen Kälte leiden
Diesel-Pkw, Türschnapper, Handbremsen und Batterien.

Eingefrorene Diesel-Pkw

Unter der Kälte haben besonders Diesel-Fahrzeuge zu leiden, die
regelrecht einfrieren können. Die arktischen Temperaturen dringen
durch die dünnen Leitungen, so dass das Parafin im Dieseltreibstoff
"flockt". Es bildet sich eine geleeartige Masse, welche die Leitungen
verstopft und keinen Kraftstoff mehr zum Motor kommen lässt. "Das
Auto stirbt sofort wieder ab oder kann gar nicht gestartet werden",
schildern ARBÖ-Pannenfahrer. Die üblichen Fließstoffe, die dem
Winterdiesel beigemischt werden, können bei Kältegraden um die minus
20 Grad ihre Wirkung verlieren.

Ist der Diesel einmal eingefroren, gibt es nur eins: In eine
wärmere Umgebung bringen (lassen) und warten, bis das Fahrzeug wieder
auftaut. ARBÖ-Mitglieder haben es gut, sie können in solchen Fälle
vom ARBÖ-Pannendienst abgeschleppt und ins wärmende Prüfzentrum
gebracht werden - und zwar rund um die Uhr.

Der ARBÖ rät Autofahrern jedoch dringend davon ab, als vorbeugende
Maßnahme dem Diesel einfach ein paar Liter Benzin zuzumischen, weil
gerade die modernen Pumpendüsenfahrzeuge dafür nicht geeignet sind,
warnt der ARBÖ. Als vorbeugende Maßnahme rät der ARBÖ, in der
Betriebsanleitung nachzuschauen, ob weitere Fließverbesserer, die im
Fachhandel erhältlich sind, zugemischt werden können.

Eine weitere Möglichkeit ist es, das Auto, mit dem am nächsten Tag
unbedingt gefahren werden muss, in einer Garage abzustellen. Bessere
Chancen, nicht einzufrieren hat auch, wer sein Fahrzeug an einer
windgeschützten Stelle parkt.

Eingefrorene Türschnapper

Die klirrende Kälte führt häufig dazu, dass Autotüren plötzlich
nicht mehr schließen, da durch eindringendes Wasser der Türschnapper
einfrieren kann. Besonders anfällig sind Fahrzeuge, deren
Türverriegelung lange nicht mehr geschmiert wurden. Die einfache
Lösung: Man besorgt sich einen sogenannten "Rostlöser". Das ist ein
Spray, der auch bei den ARBÖ-Prüfzentren erhältlich ist (z.B. "DD
40"). Damit wird der eingeschnappte Schnapper besprüht. Besser wäre
es, schon vorbeugend im Herbst diese Stellen zu schmieren.

Eingefrorene Handbremse

Bei den herrschenden Tiefsttemperaturen kann das Gestänge der
Handbremse einfrieren, vor allem wenn das Auto nicht windgeschützt
parkt. Am besten ist es, auf das Anziehen der Handbremse zu
verzichten und den ersten Gang einzulegen, empfehlen ARBÖ-Techniker.

Kaputte Batterien

Die arktischen Temperaturen bringen Autobatterien reihenweise zum
Erliegen. Durch die Kälte ist die Leistung einer Batterie stark
eingeschränkt, selbst wenn sie gut gewartet ist. In eiskalten Stunden
wie diesen rächt es sich bitter, wenn sich Autofahrer zu wenig Zeit
für Wintercheck oder ein Service genommen haben. Der ARBÖ-Tipp: Autos
mit leeren Batterien soll man auf keinen Fall länger stehen lassen,
sondern rasch wieder aufladen lassen. Ein tagelanges Herumstehen mit
erschöpfter Batterie macht dieselbe relativ rasch kaputt.

Zudem sollten Autofahrer darauf achten, beim Starten nicht
unnötige Stromfresser wie Heizung, Radio, Heckscheibenheizung
einzuschalten, so dass die Batterie nicht unnötig belastet wird.

Versagender Frostschutz

Bei den herrschenden Frosttemperaturen sollte man auf alle Fälle
die Scheibenwischanlage dahingehend überprüfen, ob zwischen Wasser
und Frostschutz das nötige Mischverhältnis gegeben ist. Bei minus 20
Grad und mehr könnte das üblicherweise angegebene Mischverhältnis
nicht ausreichen und nur mit zusätzlichem Forstschutz funktionieren.

OTS0049    2005-02-28/09:39

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR

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