Österreichischer Tierschutzverein fragt: Wie viele Tiere und Menschen müssen im Tiergefängnis Schönbrunn noch sterben?

Wien (OTS) - Das Mitgefühl des Österreichischen Tierschutzvereins gilt den Hinterbliebenen des getöteten Tierpflegers. Bei aller Trauer ist es jedoch an der Zeit, dass aus den Vorfällen der letzen Jahre endlich Konsequenzen gezogen werden: Rücktritt der Leitung und genaue behördliche Untersuchungen sind unerlässlich.

Zoodirektor Pechlaner mag erneut das Schicksal beschwören, die Tatsache, dass es in Schönbrunn eine auffällige Häufung dieser "Schicksalsschläge" gibt, kann er damit nicht beschönigen. 2002 war es die getötete Jaguarpflegerin, letztes Jahr grassierte der Tod bei den Orang-Utans und in der letzten Woche kommt es gleich zu zwei Vorfällen: Zuerst stirbt die Elefantendame Jumbo unter mysteriösen Umständen und nun ein Elefantenpfleger.

Doch nach jüngsten, dem Österreichischen Tierschutzverein zugetragenen Informationen, stellt sich ernsthaft die Frage, ob nicht beide Unglücke vermeidbar gewesen wären. Niemand war da um Jumbo aufzuhelfen, lediglich die Kameras filmten ihren stundenlangen Todeskampf. Warum? Wo waren die Pfleger? Und auch Abu soll bereits seit März 2004 öfter ein aggressives Verhalten an den Tag gelegt haben, dass man einen Zirkus!-Experten aus den USA zurate zog. Es ist an der Zeit, dass die Behörden endlich gründlich hinter der schönen Fassade Schönbrunns nachsehen.

Und Abu? Der wird vermutlich, wenn sich die Wogen etwas geglättet haben, abgeschoben werden. Wohin, dass weiss niemand. Hauptsache es folgt bald ein neues Tierbaby, das die rückläufigen Besucherzahlen wieder steigen lässt. So läuft das nun mal in der Zoobranche, die Tiere sind sekundär. Was zählt ist der schöne Schein und letztlich der Profit.

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Österreichischer Tierschutzverein
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Präsident
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