- 21.02.2005, 15:03:02
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Österreichischer Tierschutzverein fragt: Wie viele Tiere und Menschen müssen im Tiergefängnis Schönbrunn noch sterben?
Wien (OTS) - Das Mitgefühl des Österreichischen Tierschutzvereins
gilt den Hinterbliebenen des getöteten Tierpflegers. Bei aller Trauer
ist es jedoch an der Zeit, dass aus den Vorfällen der letzen Jahre
endlich Konsequenzen gezogen werden: Rücktritt der Leitung und genaue
behördliche Untersuchungen sind unerlässlich.
Zoodirektor Pechlaner mag erneut das Schicksal beschwören, die
Tatsache, dass es in Schönbrunn eine auffällige Häufung dieser
"Schicksalsschläge" gibt, kann er damit nicht beschönigen. 2002 war
es die getötete Jaguarpflegerin, letztes Jahr grassierte der Tod bei
den Orang-Utans und in der letzten Woche kommt es gleich zu zwei
Vorfällen: Zuerst stirbt die Elefantendame Jumbo unter mysteriösen
Umständen und nun ein Elefantenpfleger.
Doch nach jüngsten, dem Österreichischen Tierschutzverein
zugetragenen Informationen, stellt sich ernsthaft die Frage, ob nicht
beide Unglücke vermeidbar gewesen wären. Niemand war da um Jumbo
aufzuhelfen, lediglich die Kameras filmten ihren stundenlangen
Todeskampf. Warum? Wo waren die Pfleger? Und auch Abu soll bereits
seit März 2004 öfter ein aggressives Verhalten an den Tag gelegt
haben, dass man einen Zirkus!-Experten aus den USA zurate zog. Es
ist an der Zeit, dass die Behörden endlich gründlich hinter der
schönen Fassade Schönbrunns nachsehen.
Und Abu? Der wird vermutlich, wenn sich die Wogen etwas geglättet
haben, abgeschoben werden. Wohin, dass weiss niemand. Hauptsache es
folgt bald ein neues Tierbaby, das die rückläufigen Besucherzahlen
wieder steigen lässt. So läuft das nun mal in der Zoobranche, die
Tiere sind sekundär. Was zählt ist der schöne Schein und letztlich
der Profit.
OTS0158 2005-02-21/15:03
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