Ulli Sima und Fritz Strobl - Umweltschutz und Wirtschaft: win-win-Situation für alle!

ÖkoBusinessPlanWien: Knapp 8000 Umweltprojekte sparen den Wiener Betrieben Kosten von über 12 Millionen Euro!

Wien (OTS) - "Umwelt und Wirtschaft sind längst kein Widerspruch mehr, im Gegenteil, es handelt sich um eine win-win-Situation für beide Seiten", freut sich Umweltstadträtin Ulli Sima. Die Stadt Wien zeigt schon seit vielen Jahren, wie dies in der Praxis aussieht: Mit dem ÖkoBusinessPlan wurden im Zeitraum 1998 - 2004 in bislang 423 Unternehmen knapp 8000 Umweltprojekte realisiert. Um der Vielfalt der Wiener Unternehmen gerecht zu werden, gibt es im ÖkoBusinessPlan Wien Angebote für unterschiedliche Betriebsgrößen und Branchen. Es gibt zahlreiche Bereiche, wo konkrete Umweltschutzmaßnahmen umgesetzt werden, etwa Abfallvermeidung, Klimaschutz, Energiesparen etc. "Unser Ziel ist es, saubere Gewinne für Umwelt und Unternehmen durch ökologisches Wirtschaften zu erzielen, mit Umweltschutz innerhalb des Unternehmens hohe Qualität und finanzielle Vorteile zu sichern sowie die Effizienz und Sparsamkeit durch nachhaltiges Wirtschaften zu fördern. Die Umweltbilanz zeigt, dass die beiden wahren Gewinner dieses Projekts Umwelt und Wirtschaft sind", so Sima.

Seit 1998 wurden in Wiener Betrieben durch die verschiedenen Maßnahmen des ÖkoBusinessPlans folgende Einsparungen erzielt:

  • 145.000 Tonnen weniger Abfälle - das wären 1,7 Mal das Ernst-Happel-Stadion vollgefüllt
  • 1.000 Tonnen weniger Giftmüll
  • 57 Millionen Kilowattstunden weniger Energieverbrauch - soviel wie 19.000 Wiener Haushalte im Jahr verbrauchen
  • 18.000 Tonnen weniger Kohlendioxid - entspricht der Füllmenge von 4.800 Heißluftballons
  • 7 Millionen Transportkilometer weniger - entspricht 180 Erdumrundungen
  • Senkung des Trinkwasserverbrauchs um 400.000 m"

Aus Sicht der Wirtschaft begrüßte auch Fritz Strobl, Vorsitzender des Gemeinderatsausschusses für Finanzen, Wirtschaft und Wiener Stadtwerke, die Aktivitäten rund um den ÖkoBusinessPlan. "Mit dessen Umsetzung konnten die teilnehmenden Wiener Betriebe bisher über 12 Millionen Euro an Betriebskosten sparen. Die von den Betrieben erarbeiteten freiwilligen Maßnahmen rechnen sich. Bereits im Zeitraum von zwei Jahren haben sich die meisten Investitionen in den Umweltschutz für den Betrieb amortisiert", betont Strobl.

Bei einem gemeinsamen Betriebsbesuch in einem der über 400 ÖkoBusinessPlan-Betriebe, in der Bäckerei Grimm in der Wiener Innenstadt, wurden die Erfolge des ÖkoBusinessPlan deutlich sichtbar. Das Unternehmen hat im Rahmen des ÖkoBusinessPlans Wien seit 2002 zahlreiche Umweltprojekte umgesetzt, so wird etwa durch Verwendung einer dünneren Folie als Verpackung rund 25 % Kunststoff jährlich eingespart, durch die Vermeidung von Kassenzettel und durch eine neue EDV-Lösung können jährlich rund 5 kg Papier vermieden werden. Zudem wird Abwärme aus der Produktion über Wärmetauscher zur Versorgung der Firmenwohnung genutzt und pro Jahr 8000 kWh Heizenergie eingespart. Die Installation einer Reinigungsmitteldosieranlage bringt ebenfalls wie die Anschaffung eines neuen "Kneters" Einsparungen. Durch den Aufdruck des Ökoprofitlogos auf die jährlich rund 85.000 eingesetzten Papiersackerl sollen auch die KundInnen für Umweltschutz sensibilisiert werden.

Klein- Mittelbetriebe sind der Motor und die Stütze der Wiener Wirtschaft. Sie stellen zwei Drittel aller Arbeitsplätze und 85% aller Lehrplätze zur Verfügung und sorgen für Lebensqualität und Nahversorgung in unserer Stadt. "Klein- und Mittelebtriebe brauchen optimale wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen - wie eine faire Steuerpolitik, soziale Sicherheit, eine Stärkung der Kaufkraft sowie leistbare Mieten. Ich bin sehr froh darüber, dass durch eine optimale Verbindung von Umwelt und Wirtschaft die Stadt Wien einen Beitrag zur Unterstützung der Wiener Unternehmen leistet. Der ÖkoBusinessPlan der Stadt Wien ist ein Schritt in die richtige Richtung", schloss Strobl.

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