• 21.02.2005, 10:57:06
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Ulli Sima und Fritz Strobl - Umweltschutz und Wirtschaft: win-win-Situation für alle!

ÖkoBusinessPlanWien: Knapp 8000 Umweltprojekte sparen den Wiener Betrieben Kosten von über 12 Millionen Euro!

Wien (OTS) - "Umwelt und Wirtschaft sind längst kein Widerspruch
mehr, im Gegenteil, es handelt sich um eine win-win-Situation für
beide Seiten", freut sich Umweltstadträtin Ulli Sima. Die Stadt Wien
zeigt schon seit vielen Jahren, wie dies in der Praxis aussieht: Mit
dem ÖkoBusinessPlan wurden im Zeitraum 1998 - 2004 in bislang 423
Unternehmen knapp 8000 Umweltprojekte realisiert. Um der Vielfalt der
Wiener Unternehmen gerecht zu werden, gibt es im ÖkoBusinessPlan Wien
Angebote für unterschiedliche Betriebsgrößen und Branchen. Es gibt
zahlreiche Bereiche, wo konkrete Umweltschutzmaßnahmen umgesetzt
werden, etwa Abfallvermeidung, Klimaschutz, Energiesparen etc. "Unser
Ziel ist es, saubere Gewinne für Umwelt und Unternehmen durch
ökologisches Wirtschaften zu erzielen, mit Umweltschutz innerhalb des
Unternehmens hohe Qualität und finanzielle Vorteile zu sichern sowie
die Effizienz und Sparsamkeit durch nachhaltiges Wirtschaften zu
fördern. Die Umweltbilanz zeigt, dass die beiden wahren Gewinner
dieses Projekts Umwelt und Wirtschaft sind", so Sima.

Seit 1998 wurden in Wiener Betrieben durch die verschiedenen
Maßnahmen des ÖkoBusinessPlans folgende Einsparungen erzielt:

- 145.000 Tonnen weniger Abfälle - das wären 1,7 Mal das Ernst-
   Happel-Stadion vollgefüllt
 - 1.000 Tonnen weniger Giftmüll
 - 57 Millionen Kilowattstunden weniger Energieverbrauch - soviel
   wie 19.000 Wiener Haushalte im Jahr verbrauchen
 - 18.000 Tonnen weniger Kohlendioxid - entspricht der Füllmenge von
   4.800 Heißluftballons
 - 7 Millionen Transportkilometer weniger - entspricht 180
   Erdumrundungen
 - Senkung des Trinkwasserverbrauchs um 400.000 m"

Aus Sicht der Wirtschaft begrüßte auch Fritz Strobl, Vorsitzender
des Gemeinderatsausschusses für Finanzen, Wirtschaft und Wiener
Stadtwerke, die Aktivitäten rund um den ÖkoBusinessPlan. "Mit dessen
Umsetzung konnten die teilnehmenden Wiener Betriebe bisher über 12
Millionen Euro an Betriebskosten sparen. Die von den Betrieben
erarbeiteten freiwilligen Maßnahmen rechnen sich. Bereits im Zeitraum
von zwei Jahren haben sich die meisten Investitionen in den
Umweltschutz für den Betrieb amortisiert", betont Strobl.

Bei einem gemeinsamen Betriebsbesuch in einem der über 400
ÖkoBusinessPlan-Betriebe, in der Bäckerei Grimm in der Wiener
Innenstadt, wurden die Erfolge des ÖkoBusinessPlan deutlich sichtbar.
Das Unternehmen hat im Rahmen des ÖkoBusinessPlans Wien seit 2002
zahlreiche Umweltprojekte umgesetzt, so wird etwa durch Verwendung
einer dünneren Folie als Verpackung rund 25 % Kunststoff jährlich
eingespart, durch die Vermeidung von Kassenzettel und durch eine neue
EDV-Lösung können jährlich rund 5 kg Papier vermieden werden. Zudem
wird Abwärme aus der Produktion über Wärmetauscher zur Versorgung der
Firmenwohnung genutzt und pro Jahr 8000 kWh Heizenergie eingespart.
Die Installation einer Reinigungsmitteldosieranlage bringt ebenfalls
wie die Anschaffung eines neuen "Kneters" Einsparungen. Durch den
Aufdruck des Ökoprofitlogos auf die jährlich rund 85.000 eingesetzten
Papiersackerl sollen auch die KundInnen für Umweltschutz
sensibilisiert werden.

Klein- Mittelbetriebe sind der Motor und die Stütze der Wiener
Wirtschaft. Sie stellen zwei Drittel aller Arbeitsplätze und 85%
aller Lehrplätze zur Verfügung und sorgen für Lebensqualität und
Nahversorgung in unserer Stadt. "Klein- und Mittelebtriebe brauchen
optimale wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen - wie eine faire
Steuerpolitik, soziale Sicherheit, eine Stärkung der Kaufkraft sowie
leistbare Mieten. Ich bin sehr froh darüber, dass durch eine optimale
Verbindung von Umwelt und Wirtschaft die Stadt Wien einen Beitrag zur
Unterstützung der Wiener Unternehmen leistet. Der ÖkoBusinessPlan der
Stadt Wien ist ein Schritt in die richtige Richtung", schloss Strobl.

OTS0078    2005-02-21/10:57

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WVW

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