ÖVP Hernals: Porteste gegen Postamtschließung in Neuwaldegg

VP-Juraczka: Bürgermeister Häupl soll Beschwerde bei Post-Kontrollkommission einbringen

Wien (OTS) - Der 17. Bezirk ist von den geplanten Postamtsschließungen doppelt betroffen. Gleich zwei Postämter sollen hier geschlossen werden. Vor allem das Postamt in der Neuwaldegger Straße 1 versorgt mit den Hernalser Bezirksteilen Dornbach und Neuwaldegg einen wesentlichen Teil der Fläche und Bevölkerung des Bezirks.

Auch wenn es nachvollziehbar ist, dass die Post AG angesichts der EU-Liberalisierung kostenorientiert agieren muss - der Auftrag der Post ist klar: Sie hat eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen. "Das Postamt Neuwaldegg deckt die Versorgung eines großen Einzugsgebietes ab. Die Menschen hier können sich ja nicht einfach einen anderen Anbieter aussuchen," ist ÖVP-Bezirksparteiobmann Mag. Manfred Juraczka verärgert. "Einsparungen auf dem Rücken der Kunden durch die Schließung von frequentierten Standorten zeugen nicht gerade von unternehmerischer Kreativität und entsprechen auch nicht dem Versorgungsauftrag der Post."

Bürgerinitiative bei Vizekanzler Gorbach

Eine engagierte Bürgerinitiative hat innerhalb kurzer Zeit weit über 3.000 Unterschriften gegen die geplante Schließung gesammelt. ÖVP Hernals-Chef Manfred Juraczka steht voll hinter dem Ziel der Bürgerinitiative: "Wir unterstützen die Dornbacher und Neuwaldegger beim Kampf um ihr Postamt mit allen Mitteln. Während die Hernalser SPÖ-Bezirksvorsteherin Pfeffer das Neuwaldegger Postamt offenbar aufgegeben hat und statt dessen nur noch Gespräche mit Tabakwarenverschleißern über Ersatzlösungen führt, bin ich an das Kabinett von Vizekanzler Gorbach herangetreten, habe der Bürgerinitiative dort einen Termin organisiert und stehe seither mit dem Ministerium in ständigem Kontakt." so Manfred Juraczka.

Das BMVIT hat nun eine Kommission eingerichtet, die geplante Postämterschließungen überprüft, wenn die Beschwerde einer Gebietskörperschaft vorliegt. Beschwerdeberechtigt für Wien ist alleine Bürgermeister Häupl.
"Im Namen der betroffenen Bürger von Dornbach und Neuwaldegg fordere ich den Wiener Bürgermeister deshalb auf, das tägliche Kasperltheater um vorgezogene Neuwahlen in Wien zu beenden und schnellstmöglich Beschwerde gegen die Schließung des Postamts Neuwaldegg bei der Kontrollkommission einzubringen", so der Hernalser VP-Chef unmissverständlich. "Es ist zu hoffen, dass er die Menschen im 17. Bezirk diesmal nicht so hängen lässt, wie bei der Umwidmung der Hernalser Postsportgründe vor kurzer Zeit."

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