• 18.02.2005, 14:02:29
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Wöchentlicher Finanzkommentar der Volksbank Investmentbank AG

Wien (OTS) -

USD        Euribor     USD Libor   Dt. Bund
              je EUR     3m          3m          10y

 18.Feb 05    1,306      2,14%       2,85%       3,58%
 11.Feb 05    1,287      2,14%       2,79%       3,45%
 +/-          -1,51%     0,00%Pkte   0,06%Pkte   0,13%Pkte


              US T-Bond   Öl(Brent)    ATX       DAX       DJ Ind.
              10y         USD/Fass

 18.Feb 05    4,18%       46,0         2644,2    4364,5    10754,3
 11.Feb 05    4,07%       44,5         2582,5    4362,5    10749,6
 +/-          0,11%Pkte   3,44%        2,39%     0,05%     0,04%

Die US-Industrieproduktion verzeichnete im Januar gegenüber dem
Vormonat eine Stagnation (Markterwartung: 0,3%; Dezember: 0,7%). Das
vergleichsweise milde Klima hat sich im entsprechenden Monat vor
allem auf die Produktion der Versorger negativ ausgewirkt. Der Index
der Frühindikatoren, der Hinweise über die Entwicklung der
US-Wirtschaft in den kommenden Monaten gibt, ist im Januar um 0,3
Prozent M/M (Dezember: +0,3%) zurückgegangen. Die deutsche Wirtschaft
ist zum Jahresende 2004 überraschend geschrumpft. Das BIP sank im
vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent
(Markterwartung: +0,2%; Q3: 0,0%). Das Statistische Bundesamt
korrigierte zudem seine erste Berechnung des Wirtschaftswachstums im
Gesamtjahr 2004 von 1,7 Prozent auf 1,6 Prozent (2003: -0,1%) nach
unten. In der gesamten Eurozone stieg das BIP im vierten Quartal um
0,2% Q/Q (Markterwartung: 0,2%; Q3: 0,3%), im Gesamtjahr 2004 um 2,0
Prozent (2003: 0,5%). Die japanische Wirtschaft ist erneut in eine
Rezession gerutscht. Belastet von Schwächen im Export und der
Binnennachfrage sank das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2004
um 0,1% Q/Q. Zudem wurde die Veränderung des BIP im dritten Quartal
von ursprünglich plus 0,1 Prozent Q/Q auf minus 0,3% Q/Q nach unten
revidiert. Im Gesamtjahr 2004 wuchs die japanische Wirtschaft jedoch
um 2,6 Prozent (2003: 1,3%) und damit so stark, wie seit 1996 nicht
mehr.

Der US-Notenbankchef hat sich in seiner halbjährlichen Anhörung
vor dem Kongress zuversichtlich zur US-Konjunktur geäußert. Nach
Greenspan ist die US-Wirtschaft mit einem robusten Wachstumstempo ins
neue Jahr gestartet. Die Realzinsen seien "recht niedrig", was auf
eine weitere Straffung der Geldpolitik hindeutet. Warum die
längerfristigen Anleiherenditen seit Monaten fallen, ist Greenspan
ein Rätsel. Laut dem Notenbankchef besteht die Vermutung, dass es
sich dabei um eine "kurzzeitige Verirrung" handelt. Die
Marktteilnehmer an den Anleihemärkten beidseits des Atlantiks nützten
die Aussagen Greenspans um Gewinne mitzunehmen. Die 10jährige
Benchmarkrendite der Eurozone stieg in diesem Umfeld im Wochenverlauf
um 13 Basispunkte auf 3,58 Prozent. In der nächsten Woche erwarten
wir eine Fortsetzung der Korrektur und etwas höhere Anleiherenditen.

Der US-Dollar ist in der vergangenen Woche trotz der Aussicht auf
weitere US-Leitzinsanhebungen im Verhältnis zum Euro gefallen. Auch
etwas höher als vom Markt erwartet ausgefallene US-Kapitalflussdaten
konnten den Dollar nicht stärken. Die Netto-Kapitalzuflüsse in die
USA beliefen sich im Dezember auf USD 61,3 Mrd (Markterwartung: USD
58,5 Mrd; November: USD 89,3 Mrd) und waren damit hoch genug, um das
Leistungsbilanzdefizit im entsprechenden Monat zu finanzieren. In der
kommenden Woche rechnen wir mit einer Seitwärtsentwicklung des
US-Dollars zum Euro.

Die Aktienmärkte tendierten in den letzten Tagen seitwärts.
Neuerlich deutlich zulegen konnte der ATX, der aktuell wieder einen
neuen Rekordstand markiert. In den USA neigt sich die Berichtssaison
bereits ihrem Ende zu, in Europa steht noch die
Ergebnisveröffentlichung zahlreicher Unternehmen auf dem Programm. In
der Tendenz von mehrheitlich guten Ergebnissen sollte sich dabei
nichts ändern. Da sich nach den Kursanstiegen der letzten Wochen die
Bereitschaft der Marktteilnehmer erhöht hat, Gewinne mitzunehmen,
sollten sich die positiven Impulse daraus jedoch kurzfristig in
Grenzen halten. Auf Wochensicht erwarten wir eine
Seitwärtsentwicklung an den Aktienmärkten.

Die Aktien der VA Technologie AG werden mit 21. Februar 2005 aus
dem ATX genommen. Als Kandidaten für die Aufnahme in den Index gelten
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG und Uniqa Versicherungen
AG. Für Uniqa wäre dies die Wiederaufnahme in den ATX. Sie war im
September ausgeschieden, weil die Umsätze der Aktien zu niedrig
gewesen waren. Das ATX- Komitee entscheidet am 8. März über die
Aufnahme in den Index.

Datenveröffentlichungen

Feb.   Land   Ereignis                              Zeitraum

 18.    USA    Produzentenpreisindex                 Januar
        USA     ohne Nahrungsmittel & Energie        Januar
        USA    Univ. of Michigan Vertrauen (vorl.)   Februar
 22.    USA    Konsumentenvertrauen                  Februar
        ERZ    Leistungsbilanz                       Dezember
        DEU    BIP-Wachstum (Schätzung)              Q4
        CH     Handelsbilanz                         Januar
 23.    USA    Konsumentenpreisindex                 Januar
        USA     ohne Nahrungsmittel & Energie        Januar
        ERZ    Auftragseingänge Industrie            Dezember
        JPN    Tertiary Industry Index               Dezember
        JPN    Gesamtindustrie-Aktivitätsindex       Dezember
        DEU    Ifo Geschäftsklimaindex               Februar
        DEU    Ifo Beurteilungskomponente            Februar
        DEU    Ifo Erwartungskomponente              Februar
 24.    USA    Ausftragseingänge langl. WG           Januar
        USA     ohne Transport                       Januar
        USA    Wö. Erstantr. Arbeitslosenh.          19. Feb.
 25.    USA    BIP-Wachstum (vorläufig)              Q4
        USA    Privater Verbrauch (vorl.)            Q4
        USA    BIP-Deflator (vorl.)                  Q4
        ERZ    M3-Geldmengenwachstum                 Januar
        JPN    Tokio Konsumentenpreisindex           Februar
        JPN    Nationaler Konsumentenpreisindex      Januar
        CH     KOF Frühindikator                     Februar

Quelle: Bloomberg, Reuters, statistische Ämter

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Erstellung dieses Berichts, insbesondere für die Richtigkeit und
Vollständigkeit der angeführten Daten sowie der erstellten Prognosen,
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Rückfragehinweis:
Research-Team der VB Investmentbank AG
Dipl.-Vw. Uta Pock
mailto:[email protected] , Tel.: 050 4004-7022

Mag. Friedrich Glechner, CFA
mailto:[email protected] , Tel.: 050 4004-7017

Mag. Wolfgang Pohn, MA
mailto:[email protected] , Tel.: 050 4004-7032

Dana Kharchenko, MIB, MBA
mailto:[email protected] , Tel.: 050 4004-7006

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