- 18.02.2005, 11:36:49
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SPÖ-Bauern: Umweltprogramm für Österreich vor dem Aus?
Wien (SK) "Für die Bauern drohen finanzielle Kürzungen, nachdem das
Umweltprogramm für Österreich mit 31. Dezember 2005 endet und mit der
EU bisher nicht nachverhandelt wurde", sagte der
Bundesgeschäftsführer der SPÖ-Bauern, Sigi Astner, Freitag gegenüber
dem SPÖ-Pressedienst. Mit dem EU-Beitritt 1995 wurde den
österreichischen Bauern gleichsam ein Programm vorgelegt, das eine
umweltschonende Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen in
Österreich ermöglichen sollte. In zähen Verhandlungen gelang es
damals der SPÖ/ÖVP-Regierung mit der Europäischen Union ein
Förderprogramm festzulegen, in dem die besonderen Gegebenheiten der
österreichischen Landwirtschaft Berücksichtigung fanden, so Astner.
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Die Kleinstrukturiertheit landwirtschaftlicher Betriebe sowie deren
hoher Anteil in benachteiligten Gebieten waren mit ein Grund, warum
sich hierzulande recht bald schon die ÖPUL-Programme größter
Beliebtheit erfreuten, erläuterte der SPÖ-Agrarpolitiker.
"Gegenwärtig nehmen österreichweit an die 136.000 Landwirte daran
teil, also rund 74 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe in
Österreich. Das entspricht in etwa 88 Prozent der
landwirtschaftlichen Nutzfläche, bzw. einem Ausmaß in der Höhe von
2,25 Millionen Hektar", betonte Astner.
Diese bewährte Fördereinrichtung, die seit dem EU-Beitritt für
Österreichs Bauern einen wichtigen Bestandteil ihres Einkommens
darstellt, stehe nun auf dem Spiel. Sie läuft Ende des Jahres aus.
Eine neue Periode sei erst für 2007, wenn auch in reduzierter Form,
in Sicht. In weiten Kreisen von Fachexperten sei dabei von Abschlägen
in der Höhe von 20 bis 30 Prozent die Rede, so Astner. "Dies würde
massive Einkommensverluste für unsere Landwirte bedeuten. Abgesehen
davon droht als 'worst-case'-Szenario eine Förderlücke von 640 Mio.
Euro für das Jahr 2006", warnte Astner.
Siegmund Astner, zeigt sich beim Thema ÖPUL kämpferisch: "Es ist
zweifelsohne wichtig, wenn Bauern einen Gutteil ihres Einkommens über
den Verkauf ihrer Produkte erzielen können, doch muss auch ihre
landschaftsgestalterische Leistung und ihre umweltpolitische
Verantwortung gebührlich Berücksichtigung finden."
Die SPÖ Bauern fordern daher, dass es im zukünftigen ÖPUL 2007 zu
keinen finanziellen Kürzungen kommt; dass mit dem neuen
Umweltprogramm den Landwirten zumindest der gleiche Betrag (650
Millionen Euro) zur Verfügung gestellt wird; sie wollen eine
Weiterführung des ÖPUL 2000 für das Jahr 2006; und sie fordern den
Landwirtschaftsminister auf, mit der EU Verhandlungen aufzunehmen und
das beste Ergebnis für Österreichs Landwirte zu erzielen. (Schluss)
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OTS0105 2005-02-18/11:36
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