• 18.02.2005, 11:10:39
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Brauner: Wir bauen im Norden Wiens ein neues Spital

Gesundheitsstadträtin stellt neues Wiener Spitalskonzept vor

Wien (OTS) - Im Rahmen der Tagung des SPÖ-Rathausklubs in Rust
präsentierte Donnerstag Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag. Renate
Brauner das neue Spitalskonzept, mit dem eine weitere Verbesserung
der gesamten Wiener Spitalslandschaft erfolgen soll. An erster Stelle
dabei, so Brauner: "Wir bauen im Norden Wiens ein neues Spital".
Damit wird dem raschen Bevölkerungswachstum in den Bezirken
Floridsdorf und Donaustadt entsprochen. Wien sei in der
Gesundheitsversorgung in Europa an der Spitze und diese Topposition
müsse gefestigt werden, betonte die Gesundheitsstadträtin.
Demographische und medizinische Entwicklungen müssten daher in die
Gesundheitsplanung einfließen.

Es sei von großer Bedeutung, eine regionale Ausgewogenheit in
ganz Wien sicherzustellen, unterstrich Brauner. Im Sinne einer
Kosteneffizienz werde dabei auch die Versorgungsqualität der
"Ein-Fach-Krankenhäuser" durch Integration in
Schwerpunktkrankenanstalten mit entsprechender Infrastruktur
gesichert. "Deshalb bekommen die Semmelweisklinik und das
Orthopädische Krankenhaus Gersthof einen neuen Standort im
Krankenhaus Nord." So werde auch die Identität und Qualität der
beiden Häuser gesichert. Das neue Krankenhaus soll in einer ersten
Ausbaustufe bis 2011 mit etwa 450 Betten errichtet sein. Auch das
Krankenhaus Floridsdorf wird an dem neuen Spitalsstandort die
regionale Versorgung sichern. "Für höchste Qualität bei maximaler
Effizienz und Sparsamkeit sorgen wir durch eine völlig neue
Belagsstruktur mit interdisziplinären Stationen. Für die ambulante
Versorgung wollen wir auch die niedergelassenen ÄrztInnen von Anfang
in die Planungen einbeziehen", erläuterte die Gesundheitsstadträtin.

Mit dieser Lösung werde auch Berechenbarkeit und Klarheit für
die berufliche Zukunft der MitarbeiterInnen in den jeweiligen
Krankenhäusern geschaffen, die ausgezeichnete Arbeit leisten, so
Brauner. Die II. Ausbaustufe soll ab 2011 mit ca. 250 bis 300
weiteren Betten gemäß einer am medizinischen Bedarf gemessenen
Schwerpunktsetzung erfolgen.

Die Verlagerung des Preyer'schen Kinderspitals in ein neues
Mutter-Kind-Zentrum im SMZ-Süd (Kaiser-Franz-Josef-Spital) sei eine
weitere wichtige Maßnahmen im Wiener Spitalskonzept. "Auch dieser
Standortwechsel entspricht der Strukturoptimierung der gesamten
Wiener Spitalslandschaft", betonte die Stadträtin. "Der Wiener
Krankenanstaltenverbund (KAV) steht mit seinen 32.000
MitarbeiterInnen als "Unternehmen Gesundheit" für Spitzenmedizin und
für die Qualitätssicherung im gesamten Gesundheitswesen in
medizinischer und pflegerischer Hinsicht." So sank durch
Effizienzsteigerungen die durchschnittliche Verweildauer seit 1995
von 9,99 Tagen auf 7,75 Tage im Jahr 2004, was vor allem durch die
Entwicklung neuer medizinischer Techniken ermöglicht wurde. In
Zukunft werden durch eine interdisziplinäre Belegung von
Spitalsbetten und durch den Ausbau von Wochen- und Tageskliniken
weniger Akutbetten notwendig sein.

Oberster Grundsatz der Wiener Gesundheitspolitik sei und bleibe:
"Spitzenmedizin für alle, unabhängig vom Einkommen und vom sozialen
Status!" so Brauner. Das "Unternehmen Gesundheit - KAV" orientiere
sich an den Bedürfnissen der Wiener Bevölkerung sowie an der
Entwicklung der Medizin und biete die bestmöglichste
Gesundheitsversorgung. (Schluss) brc

OTS0089    2005-02-18/11:10

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK

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