- 15.02.2005, 10:38:17
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HGPD-Kaske: "Bartenstein ist kein Arbeitsmarktsanierer"
Bartenstein säumig bei Qualifikationsmaßnahmen
Wien (HGPD/ÖGB) - "Arbeits- und Wirtschaftsminister Bartenstein
stellt sich gerne als Arbeitsmarktsanierer hin. Dem muss klar
widersprochen werden", sagt Rudolf Kaske, Vorsitzender der
Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD) am
Dienstag vor dem Arbeitsmarktgipfel. Es genüge nicht, den Verlust
tausender Arbeitsplätze allein in Zusammenhang mit der allgemeinen
wirtschaftlichen Lage zu sehen. Man könne sehr wohl auch gezielte
politische Maßnahmen setzen. Als Beispiel nennt Kaske das
Hausbesorgergesetz, dem tausende Arbeitsplätze zum Opfer gefallen
seien, sowie die fehlenden Maßnahmen im Infrastrukturbereich. Zur
wiederholt geäußerten Forderung nach der Einführung eines
Jahresarbeitszeitmodells im Tourismus stellt Kaske fest: "Die
Sozialpartner haben ihre Hausaufgaben gemacht. Wir haben bereits vor
Jahren ein Sozialpartnermodell zur Saisonverlängerung entwickelt.
Nach wie vor nicht eingelöst ist hingegen das Versprechen von
Minister Bartenstein, vor der Saison Qualifikationsmaßnahmen zu
setzen."++++
Zu Bartensteins Forderung nach Abschaffung der so genannten
Wiedereinstellungszusage im Tourismus hält Kaske fest: "Auf eine
offene Stelle kommen im Tourismusbereich zehn vorgemerkte Arbeitslose
und wenn es offene Stellen gibt, werden auch ArbeitnehmerInnen mit
Wiedereinstellungszusage vermittelt." Und schließlich: "Niemand ist
freiwillig arbeitslos - auch nicht im Tourismus. Das können sich die
ArbeitnehmerInnen mit den niedrigen Löhnen gar nicht leisten."
Anlässlich Bartensteins Anregung, das AMS effizienter zu
gestalten, erinnert Kaske daran, dass das österreichische
Arbeitsmarktservice EU-weit als das best arbeitende gilt.
Handlungsbedarf sieht Kaske jedoch bei den begrenzten Mitteln, die
dem AMS zur Verfügung stehen: "Die finanziellen und personellen
Mittel des AMS reichen nicht aus, um die Arbeitslosigkeit zu
bewältigen." Auch Bartensteins wiederholte Kritik an den
Sozialpartnern lässt Kaske nicht gelten. Er erinnert an die
Drittelparität im AMS, nach der sich der Verwaltungsrat des AMS zu
gleichen Teilen aus Arbeitnehmer-, Arbeitgeber- sowie
Regierungsvertretern zusammensetze. "Bartenstein kann sich also nicht
aus der Verantwortung stehlen", so Kaske abschließend.
ÖGB, 15. Februar
2005
Nr. 88
Rückfragehinweis:
HGPD-Vorsitzender Rudolf Kaske, Tel.: (01) 534 44/501
ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit Mag. Barbara Mader-Marion Tel.: (01) 534 44/357 DW Fax: (01) 533 52 93 http://www.oegb.at
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