• 13.02.2005, 12:57:15
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Wörtherseebühne: 2004 kostet den Steuerzahler über 3,5 Millionen

Aufsichtsrat hat auf Antrag der SPÖ umfassende Gebarungsprüfung beschlossen - SP-Chef Ambrozy fordert lückenlose Aufklärung zu allen Vorgängen rund um die Seebühne

Klagenfurt (SP-KTN) - Nach der Sitzung des Aufsichtsrat der
Wörtherseefestspiele GmbH, der Betreibergesellschaft der Seebühne,
sind für die SPÖ zwei Dinge völlig klar: "Die Seebühne hat den
Steuerzahler im Jahr 2004 über 3,5 Millionen Euro gekostet, das ist
für mich völlig unerträglich. Außerdem sind offensichtlich nahezu
alle Handlungen der Geschäftsführung mit politischen Weisungen des
Eigentümervertreters, LHStv. Karl Pfeifenberger, erfolgt", so die
scharfe Kritik des SP-Vorsitzenden Ambrozy am Sonntag im Anschluss an
die Sitzung.

Der Aufsichtsrat hat auf Antrag der Sozialdemokraten eine
umfassende Gebarungsprüfung beschlossen. "Wir wollen alle Fakten rund
um die Seebühne auf dem Tisch haben und werden keine - wie immer
geartete - Verschleierung zulassen, sondern auf lückenlose Aufklärung
über das verwendete Steuergeld beharren", so Ambrozy. Die SPÖ sei
weiterhin für eine Nachdenkpause auf der Seebühne im Jahr 2005. Bis
zur vollständigen Klärung der Causa sei der Verzicht auf eine
Bespielung klüger, als jene Lösung, die der Landeshauptmann ins Auge
gefasst habe. "Was bisher vorgelegt wurde ist völlig konzeptlos und
chaotisch", so der Kärntner SP-Chef. Die SPÖ werde keinem Cent
Steuergeld für die Bespielung der Seebühne 2005 zustimmen. "Die
Steuerzahler mussten für die Seebühne schon mehr zahlen, als
vertretbar ist", so Ambrozy.

Der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses zur Seebühne, LAbg,
Peter Kaiser (S) bezeichnete es als "skandalös", dass sich die
Geschäftsführung in der Aufsichtsratssitzung geweigert hat, die
Fakten rund um die Abschlagszahlung für Renato Zanella auf den Tisch
zu legen. "Für mich wird immer deutlicher, dass versucht wird in der
Causa Seebühne jegliche Kontrolle auszuschalten. Wir werden dies aber
nicht zulassen, sondern alle nur denkbaren Mittel und Möglichkeiten
ausschöpfen, um Licht ins Dunkel zu bringen", so Kaiser.

Der stellvertretende SP-Klubobmann im Kärntner Landtag betonte
auch, dass nach der Sitzung des Aufsichtsrates klar sei, dass es eine
Vielzahl an politischen Weisungen an die Geschäftsführung der
Betreibergesellschaft der Seebühne gegeben haben muss. "Der
Untersuchungsausschuss im Kärntner Landtag wird diesbezüglich hart
arbeiten müssen, um alle Vorgänge zu überprüfen, wir werden uns
dieser Herausforderung aber mit aller Kraft stellen", schloss Kaiser.

OTS0034    2005-02-13/12:57

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS9

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