• 11.02.2005, 14:12:08
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Wetterumschwung beendet Feinstaubepisode

Ursache wird in den nächsten Wochen noch genau untersucht

St. Pölten (NLK) - Mit Beginn der hochwinterlichen Kälteperiode am
5. Februar stieg auch in Niederösterreich - wie auch in anderen
Bundesländern - die Belastung an Feinstaub (PM10) an. Der Höchststand
wurde am 10. Februar erreicht.

An diesem Tag wurden in mehreren Gebieten Niederösterreichs
Tagesmittel von über 100 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Der
höchste Tagesmittelwert wurde in Wiener Neustadt mit 143 Mikrogramm
gemessen, gefolgt von Mödling mit 135 Mikrogramm. Einige
Kurzzeitwerte der Feinstaubbelastung lagen sogar noch etwas höher. In
der Nacht von gestern auf heute war es allerdings mit dem
"Feinstaub-Spuk" vorbei. Mit Durchzug der Störungsfront, die die
Kaltluft vertrieb, sanken die Feinstaubkonzentrationen sehr rasch und
lagen heute Vormittag nur mehr um die 2 bis 5 Mikrogramm. Auch in den
nächsten Tagen dürfte sich die Feinstaubbelastung in Grenzen halten.

Für diese Staubfraktion gibt es im Immissionsschutzgesetz-Luft
seit 2001 strenge Grenzwerte. Es darf ab heuer der Tagesmittelwert
für PM10 von 50 Mikrogramm nur maximal 30 Mal pro Jahr überschritten
werden.

Die Ursache für die hohe Feinstaubbelastung wird in den nächsten
Wochen noch genau untersucht. Aus derzeitiger Sicht wird vermutet,
dass sie durch eine Überlagerung von massiven Staubeinträgen aus dem
Osten und von eigenen, vermehrten Staubemissionen durch den erhöhten
Energiebedarf während der Kältewelle hervorgerufen wurde. Verstärkt
wurde das noch durch eine "austauscharme Wetterlage" und vermutlich
durch Inversionen, die den sonst üblichen Verdünnungsvorgängen in der
Atmosphäre stark entgegenwirken. Das Verkehrsaufkommen war in diesem
Zeitraum wegen der Energieferien etwas geringer als üblicherweise und
dürfte nicht alleiniger Auslöser der Episode gewesen sein.

Das Land Niederösterreich versucht gemeinsam mit Wien und dem
Burgenland Strategien zur Reduzierung des hausgemachten
Feinstaub-Ausstoßes zu entwickeln, wobei besonderer Wert auf den
tatsächlichen Nutzen und die Machbarkeit von Feinstaub-Reduktionen
gelegt wird.

Weitere Informationen: Dr. Werner Hann, 02742/9005-11440.

OTS0179    2005-02-11/14:12

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK

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