Wetterumschwung beendet Feinstaubepisode

Ursache wird in den nächsten Wochen noch genau untersucht

St. Pölten (NLK) - Mit Beginn der hochwinterlichen Kälteperiode am 5. Februar stieg auch in Niederösterreich - wie auch in anderen Bundesländern - die Belastung an Feinstaub (PM10) an. Der Höchststand wurde am 10. Februar erreicht.

An diesem Tag wurden in mehreren Gebieten Niederösterreichs Tagesmittel von über 100 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Der höchste Tagesmittelwert wurde in Wiener Neustadt mit 143 Mikrogramm gemessen, gefolgt von Mödling mit 135 Mikrogramm. Einige Kurzzeitwerte der Feinstaubbelastung lagen sogar noch etwas höher. In der Nacht von gestern auf heute war es allerdings mit dem "Feinstaub-Spuk" vorbei. Mit Durchzug der Störungsfront, die die Kaltluft vertrieb, sanken die Feinstaubkonzentrationen sehr rasch und lagen heute Vormittag nur mehr um die 2 bis 5 Mikrogramm. Auch in den nächsten Tagen dürfte sich die Feinstaubbelastung in Grenzen halten.

Für diese Staubfraktion gibt es im Immissionsschutzgesetz-Luft seit 2001 strenge Grenzwerte. Es darf ab heuer der Tagesmittelwert für PM10 von 50 Mikrogramm nur maximal 30 Mal pro Jahr überschritten werden.

Die Ursache für die hohe Feinstaubbelastung wird in den nächsten Wochen noch genau untersucht. Aus derzeitiger Sicht wird vermutet, dass sie durch eine Überlagerung von massiven Staubeinträgen aus dem Osten und von eigenen, vermehrten Staubemissionen durch den erhöhten Energiebedarf während der Kältewelle hervorgerufen wurde. Verstärkt wurde das noch durch eine "austauscharme Wetterlage" und vermutlich durch Inversionen, die den sonst üblichen Verdünnungsvorgängen in der Atmosphäre stark entgegenwirken. Das Verkehrsaufkommen war in diesem Zeitraum wegen der Energieferien etwas geringer als üblicherweise und dürfte nicht alleiniger Auslöser der Episode gewesen sein.

Das Land Niederösterreich versucht gemeinsam mit Wien und dem Burgenland Strategien zur Reduzierung des hausgemachten Feinstaub-Ausstoßes zu entwickeln, wobei besonderer Wert auf den tatsächlichen Nutzen und die Machbarkeit von Feinstaub-Reduktionen gelegt wird.

Weitere Informationen: Dr. Werner Hann, 02742/9005-11440.

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