Stadtrat a. D. Univ. Prof. Dr. Stacher 80 Jahre

Wien (OTS) - Gesundheitsstadtrat a. D. Univ. Prof. Dr. Alois
Stacher feiert am kommenden Mittwoch, 16. Februar, seinen 80. Geburtstag. Stacher hat das Ressort Soziales und Gesundheit vom November 1973 bis Dezember 1989 geführt und dabei zahlreiche Reformen und Verbesserungen durchgeführt.

Alois Stacher wurde 16. Februar 1925 in Wien geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem er schwer verwundet worden war, studierte er ab 1947 an der Universität Wien Medizin und schloss das Studium 1952 mit dem Dr. med. univ. ab. Er begann seine Laufbahn im Hanuschkrankenhaus, 1955 wurde er Oberarzt, 1959 Facharzt für Interne Medizin. Schon 1955 mit dem Aufbau der hämatologischen Station am Hanuschkrankenhaus betraut, übernahm Stacher 1968 nach der Einrichtung des Ludwig-Boltzmann-Institutes für Leukämieforschung und Hämatologie dessen Leitung und erzielte international beachtete Forschungserfolge. 1967 habilitiert, wurde er 1974 zum Extraordinarius ernannt.

Im November 1973 übernahm er die Aufgabe des amtsführenden Stadtrates für Soziales und Gesundheit. Er bemühte sich erfolgreich um Verbesserungen im Wiener Gesundheits- und Spitalswesen, aber auch bei den Sozialen Diensten. Krankenschwestern aus dem Ausland wurden für die Wiener Spitäler gewonnen, die Bettensituation verbessert, Eheberatungs- und Familienplanungsstellen wie auch Besuchsdienste für alte, hilflose Menschen eingerichtet, 1975 eine Krankenhaus- und Pflegeheimkommission geschaffen. Verbesserungen bei der Vorsorgemedizin, die Durchführung der Wiener Psychiatriereform und die Planung für das Sozialmedizinische Zentrum Ost zählen zu den weiteren Erfolgen der Amtszeit von Stadtrat Dr. Stacher, die am 15. Dezember 1989 mit seinem Rücktritt endete.

Neben seiner Funktion als Stadtrat wurde Dr. Stacher unter anderem 1976 Präsident des Wiener Roten Kreuzes, 1988 Leiter und 1990 Präsident der "Akademie für Ganzheitsmedizin". Zahlreiche Veröffentlichungen und auch Preise unterstreichen seinen Rang als Wissenschaftler, vor allem im Bereich der Hämatologie. Die Stadt Wien hat ihn 1988 mit dem "Großen Goldenen Ehrenzeichen" und 1995 mit der Verleihung der Bürgerurkunde geehrt.**** (Schluss) gab

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