Österreichischer Akademikerbund/Landesgruppe Wien/Plattform "Kindeswohl und Elternrechte"

Wien (OTS) - Alles Nachdenken über die Zukunft der Schule und des Unterrichts muss sich am Wohl des Kindes orientieren. In diesem Sinn appellieren wir an alle Beteiligten der aktuellen Schul- und Schulreformdiskussion,

a) das Recht des Kindes auf Kindheit zu beachten. Dieses verwirklicht sich u.a. durch das Recht auf ausreichende Zeit der Eltern, weiter durch ausreichend Zeit für Spiel, Sport, musische Betätigung, durch Teilnahme an Angeboten der außerschulischen Kinder-und Jugendarbeit. Der zeitliche Rahmen für schulischen Unterricht und für schulische Betreuung muss sich am Kindeswohl orientieren;

b) die elterliche Erziehungsverantwortung zu stärken und zu fördern, weil die Voraussetzungen für jede Bildung in der Familie geschaffen werden;

c) für Eltern tatsächliche Wahlfreiheit zwischen Familienarbeit und Erwerbsarbeit zu schaffen, was umfangreiche wirtschaftliche, gesetzliche und gesellschaftliche Reformanstrengungen erfordert;

d) familiäre und schulische Nachmittagsbetreuung in finanzieller Hinsicht gleichzustellen;

e) Eltern und Kindern auch zukünftig ein leistungsorientiertes und differenziertes Angebot an Schulformen zur Verfügung zu stellen;

f) vor allen organisatorischen Fragen eine gesellschaftliche Verständigung über Ziele und Inhalte von Bildung auf der Grundlage des § 2 des Schulorganisationsgesetzes anzustreben;

Wir hoffen, dass der fünfte Absatz der Präambel zur UN-Kinderrechtskonvention (von Österreich am 26.1.1990 unterzeichnet) mehr Beachtung findet: "...daß der Familie als Grundeinheit der Gesellschaft und natürlicher Umgebung für das Wachstum und Gedeihen aller ihrer Mitglieder, insbesondere der Kinder, der erforderliche Schutz und Beistand gewährt werden sollte, damit sie ihrer Aufgaben innerhalb der Gemeinschaft voll erfüllen kann".

Wir fordern darüber hinaus, weitgehende Strukturveränderungen mit hohen Folgekosten (wie etwa eine schulische Nachmittagsbetreuung) nur auf der Grundlage des tatsächlichen Bedarfs vorzunehmen, um verlorene finanzielle Aufwendungen zu vermeiden.

Dieser Appell wird von folgenden Einrichtungen und Personen unterstützt:

Österreichischer Akademikerbund, Landesgruppe Wien (Senatsrat Prof. Josef M. Müller) Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV) (MMag. Dr. Josef Zemanek) Familienmanifest (Botschafter i. R. Dr. Johannes Dengler) Freiheitlicher Familienverband (Abg. z. NR a.. D. Edith Haller) Gesellschaft für Familienorientierung (Dr. Markus Schwarz) Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) (Prof. Dr. Enrique Prat de la Riba) Institut für Ehe und Familie (IEF) (Dir. Günter Danhel) Jugend für das Leben (Dipl.-Ing. Martin Minkowitsch) Katholischer Familienverband Steiermark (GR Sissi Potzinger) Liga für Sozialhygiene (Mag. Sonja Mund-Maritschnig) Österreichischer Cartellverband (Johannes Eitzinger) Österreichischer Familienbund (LAbg. Mag. Ing. Otto Gumpinger) Paneuropabewegung Österreich (Rainhard Kloucek) Ring Freiheitlicher Jugend (Mag. Johann Gudenus) Stephan Baier, Graz Florian Bauchinger, Wien Markus Bogner, Wien Claudia Ebenberger, Wien Dr. Norbert Hartl, Wien em. Univ.-Prof. Dr. Marian Heitger, Wien Wolfgang Karner, Wien Stefan Kratzer, Wien Mag. Lukas Mandl Dr. Thomas Piskernigg, Wien Dr. Peter Pitzinger, Sankt Pölten Dr. Anton Stifter, Wien Abg. z. NR Mag. Walter Tancsits Mag. Alexander Trachta LL.M., Wien em. Univ.-Prof. Dr. Herbert Vonach Mag. Christian Zeitz, Wien

Rückfragen & Kontakt:

Günter Danhel, Mobil: 0664-824 36 51
Claudia Ebenberger, Mobil: 0676-430 17 51

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