Liesinger BV Wurm: "Einigung der Mediationsgruppe bringt Liesing ab Juni mehr als 40 Prozent weniger Flugverkehr"

Geänderte Situation wird nach einem Jahr neuerlich erhoben und gegebenenfalls nachjustiert

Wien (SPW-K) - Knapp um die Hälfte ("Mindestens 40 Prozent") wird der Flugverkehr über Liesing ab Juni weniger werden. Möglich ist das durch ein Aus- und Abtauschen von Starts und Landungen auf den Pisten bzw. Flugrouten und durch die Bereitschaft der Austro-Control, schwierigere Arbeitsbedingungen (Kreuzung von An- und Abflugrouten) auf sich zu nehmen. Sämtliche Parteien des Mediationsverfahrens haben zugestimmt. "Eine leichte Verschiebung der Route über Liesing Richtung Süden hat zudem den Vorteil, dass die Strecke, die die Flugzeuge direkt über besiedeltem Gebiet fliegen, von neun auf fünf Kilometer verkürzt wird, wovon eineinhalb Kilometer Industriegebiet sind", erklärt der Liesinger Bezirksvorsteher Manfred Wurm.

"Es war das Maximum, was herauszuholen war", beschreibt Wurm das Ergebnis zahlreicher Verhandlungen und Gespräche. "Da schon bald klar war, dass eine Verlegung der Route nach Niederösterreich keine Chance auf Verwirklichung hatte, weil dem, abgesehen von Niederösterreich, auch die Austro-Control nicht zugestimmt hätte, konzentrierten sich die Anstrengungen darauf, zumindest eine deutliche Reduktion der Zahl der Überflüge und damit des Lärms zu erreichen. Und das schon für dieses Jahr. Da ist mehr gelungen, als die zähen Verhandlungen ursprünglich vermuten ließen". Verpackt sind diese Ergebnisse in einem ganzen Paket, dass auch zahlreiche Änderungen für Niederösterreich enthält.

Nun muss noch das Infrastrukturministerium die neuen Routen genehmigen. Danach werden alle geänderten Flugrouten international verlautbart, damit diese in die Bordcomputer der Maschinen eingespeichert werden können. Erst dann können die Änderungen in Kraft treten, voraussichtlich also Ende Juni.

Die Verhandlungen über die Flugrouten sind damit aber noch nicht vorbei: die veränderte Situation wird nach einem Jahr wieder erhoben und gegebenenfalls nachjustiert. Ebenso sind vergleichende Lärmmessungen vereinbart.

Zum Umstand, dass die Bürgerinitiative "Abfluglärm Liesing" die vorgeschlagene Lösung nicht mittragen möchte, erklärt Bezirksvorsteher Manfred Wurm: "Ich bedaure dies. Aber ich respektiere die Entscheidung und werde weiter mit ihren Vertretern zusammenarbeiten." Die von der Bürgerinitiative vorgeschlagene Flugroute noch weiter südlich an der Landesgrenze Wien/NÖ wurde von der Austro-Control und Niederösterreich abgelehnt. Sie hätte überdies eine Mehrbelastung von Siebenhirten, Rodaun und Kalksburg gebracht. Den jetzigen Änderungen zugestimmt haben auch die Vertreter der SPÖ und ÖVP. Grüne und FPÖ haben an den Verhandlungen erst gar nicht teilgenommen. Wurm: "Für mich war es wichtig, rasch spürbare Verbesserungen zu erzielen. Und das ist gelungen". (Schluss)

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