- 06.02.2005, 10:30:30
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Kuntzl: Bei Schulreform nicht auf die Kindergärten vergessen
Vorschulische Förderung, Reduzierung der Gruppengrößen und KindergärtnerInnen-Ausbildung an einer Hochschule
Wien (SK) Angesichts der laufenden Debatte um eine
Bildungsreform und des bevorstehenden Bildungsgipfels wies
SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl auf die immense Bedeutung der
Kinderbetreuungseinrichtungen im Bildungssystem hin. "Bereits im
Kindergarten wird der Grundstein für die spätere schulische Laufbahn
gelegt. Dennoch ist es leider so, dass den
Kinderbetreuungseinrichtungen nicht der Stellenwert beigemessen wird,
den sie für das Leben der jungen Menschen haben", so Kuntzl, die die
Einbeziehung des Kindergartenbereichs in die Schulreform verlangt.
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Konkret fordert die SPÖ-Familiensprecherin Sonntag gegenüber
dem Pressedienst der SPÖ eine engere Kooperation von
Kinderbetreuungseinrichtungen und Volksschulen, um schon im Vorfeld
des Schulbesuchs etwa Sprachdefizite zu erkennen und gezielte
Sprachförderung anzubieten. "Dies betrifft sehr viele Kinder, nicht
nur MigrantInnen-Kinder", so Kuntzl. Die enge Zusammenarbeit von
Kindergarten und Volksschule helfe außerdem, zu einem reibungsloseren
Übertritt in die Schule beizutragen, wobei auch die Eltern schon
vorab wertvolle Informationen über den künftigen Schulalltag ihrer
Kinder erhalten würden.
Die Regierung habe außerdem dafür zu sorgen, dass die
Qualität an Österreichs Kindergärten stimmt. Unablässig sei dafür
eine Reduzierung der Gruppengrößen auf maximal 20 Kinder sowie die
Anhebung des Ausbildungsniveaus der KindergartenpädagogInnen. "Genau
aus diesem Grund ist die SPÖ-Forderung nach einer gemeinsamen
Ausbildung an einer Hochschule für pädagogische Berufe so wichtig.
Gerade KindergartenpädagogInnen haben eine verantwortungsvolle
Aufgabe, sie sollen daher auch eine entsprechende Ausbildung
bekommen", so die SPÖ-Familiensprecherin.
Schließlich müssten ausreichend qualitätsvolle
Kinderbetreuungsplätze und die notwendigen finanziellen Ressourcen
zur Verfügung gestellt werden, damit ein gelungener Start ins Leben
für alle Kinder möglich ist. "Der Kindergarten ist eine wichtige
erste Bildungsinstanz, die ernst genommen werden muss, wollen wir
unseren Kindern spätere Schwierigkeiten in der Schule ersparen", so
Kuntzl abschließend. (Schluss) cs
OTS0014 2005-02-06/10:30
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