• 03.02.2005, 13:39:37
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PRÖLL: 27 MILLIONEN EURO FÜR UMMWELT- UND KLIMASCHUTZ

Umweltförderung für über 300 klimafreundliche Projekte zugesagt

Wien (OTS) - Bei der heutigen Kommissionssitzung zur
Umweltförderung des Bundes im In- und Ausland wurden rund 27
Millionen Euro für die Förderung von über 300 österreichischen
Umweltprojekten bewilligt. "Österreichs Betriebe werden damit
geschätzte 160 Millionen Euro in die Umstellung auf umweltfreundliche
Technologien investieren. Das ist nicht nur ein starker Impuls für
den Umweltschutz sondern auch für den österreichischen Arbeitsmarkt",
erklärte Umweltminister Josef Pröll heute, Donnerstag, im Anschluss
an die Sitzung der Vergabejury. Für das Jahr 2005 wurde überdies der
Zusagerahmen für die Umweltförderung auf 69,238 Millionen erhöht.
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Mehr als die Hälfte der geförderten Projekte fallen in den
Förderungsschwerpunkt "Energiegewinnung aus erneuerbaren
Energieträgern". Dabei wird die Neuerrichtung bzw. Umstellung auf
Energie- und Wärmeversorgungsanlagen, die durch erneuerbare
Energiequellen wie Holz, Luft oder Wasser betrieben werden,
vorangetrieben.

Unterstützt wird unter anderem die Errichtung eine
Biomasse-Fernwärmeanlage in Eggenburg (NÖ), das von der Fernwärme
Waldviertel reg. Gen.m.b.H. (FWG) in Kooperation mit der EVN AG
realisiert werden soll. Die neue Anlage wird hauptsächlich durch den
Einsatz von Waldhackgut, Rinde und Sägenebenprodukten betrieben.
Dadurch werden 24 Gebäude - private Haushalte, Gewerbebetriebe,
Objekte der Gemeinde und eine Schule - mit Wärme versorgt. Durch
dieses Projekt können pro Jahr etwa 166.602 Liter Heizöl, 12 Tonnen
Kohle, 1.017 Megawattstunden Strom und etwa 637.504 Kubikmeter Erdgas
durch umweltfreundliche Nahwärme aus Biomasse ersetzt werden. Das
führt zu einer jährlichen Reduktion von etwa 1.835 Tonnen
CO2-Emissionen.

Die im oberösterreichischen Grieskirchen angesiedelte
Landmaschinenfabrik Alois Pöttinger wird in einen besonders
effizienten Biomasse-Fernwärmeanschluss investieren. Bemerkenswert
dabei ist, dass das Unternehmen bewusst höhere Betriebskosten im
Vergleich zur derzeit betriebenen fossilen Anlage in Kauf nimmt, um
einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die CO2-Einsparung beträgt
immerhin 1.284 Tonnen. Insgesamt können mit den heute geförderten
Projekten 372.292 Tonnen CO2 verringert werden.

"Mittlerweile werden zwischen 80 und 90 Prozent der Fördermittel
für den Klimaschutz eingesetzt. Damit ist die Umweltförderung zu
einem wichtigen Instrument im Kampf gegen den Klimawandel geworden.
Österreich hat sich verpflichtet, die Emissionen von
treibhauswirksamen Gasen, allen voran Kohlendioxid, um 13 Prozent zu
reduzieren. Mit den heute bewilligten 328 Projekten kommen wir der
Erreichung des Kyoto-Ziels einen weiteren Schritt näher", unterstrich
Pröll die Bedeutung der Umweltförderung.

(Schluss)

OTS0213    2005-02-03/13:39

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