Motz: Ausbau des Hochspannungsnetzes ist dringend erforderlich

Ohne Ausbau drohen höhere Stromkosten und Nachteile für die Wirtschaft

St. Pölten (SPI) - "Um die Versorgungssicherheit der Bevölkerung und der Wirtschaft mit Elektrizität sicherzustellen, sind nicht nur die entsprechenden Kraftwerke notwendig, auch das Verteilungsnetz muss über die erforderlichen Kapazitäten verfügen", erläutert der Energiesprecher der SPNÖ, LAbg. Mag. Wolfgang Motz. Gerade im Bereich der Stromnetze gibt es aber bereits jetzt Engpässe. "Der kürzlich veröffentlichte UCTE-Bericht (Union für die Koordinierung des Transportes elektrischer Energie) stellt fest, dass zwar im europäischen Durchschnitt die Kapazitäten der Kraftwerke ausreichen werden, um bis 2010 genügend Strom zur Verfügung zu stellen, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass der Ausbau der Netze dringend erforderlich ist", so Motz weiter. Probleme ergeben sich dabei vor allem durch die regional nicht ausgewogene Verteilung der Stromerzeugung. "Der Ausbau der Leitungssysteme drängt. Vor allem die langen Vorlaufzeiten für die Planung und die behördlichen Genehmigungsverfahren erfordern rasche Entscheidungen. Zu den europäischen ‚Hot-Spots' zählen neben den Beneluxstaaten vor allem die Strecke von Polen bis Österreich und die Leitungen vom Norden Österreichs in den Süden", erläutert Motz.****

Die Situation hat nicht nur durch die bereits 50 Jahre alten Nord-Südleitungen, sondern auch durch den Einsatz der schwer planbaren Windenergie verschärft. "In jüngster Zeit gab es eine eklatante Verschärfung der Situation und eine dramatische Häufung von ‚Beinahe Blackouts'. Daher muss das österreichische Hochspannungsnetz dringend ausgebaut werden. Der Netzbetrieb kann häufig nur mehr mit Notmaßnahmen beim Kraftwerks- und Pumpeinsatz, dem sogenannten Engpassmanagement aufrechterhalten werden. Dieses Engpassmanagement gefährdet die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich und schlägt sich auch mit erhöhten Kosten zu Buche. Die diesbezüglichen Ausgaben werden voraussichtlich von rund 10 Millionen Euro im Jahr 2004 auf rund 18 Millionen Euro für das Jahr 2005 steigen ! Ein Steigen der Netzkosten und damit der Strompreise bei gleichzeitig sinkender Versorgungssicherheit kann nicht mehr hingenommen werden", fordert Motz rasche Maßnahmen. Ein weiterer Nachteil der derzeitigen Situation ist, dass - um das Netz zu stützen - im Süden vermehrt kalorische Kraftwerke eingesetzt werden, was den ökologischen Effekt der Windkraft verpuffen lässt. "Wenn die Situation nicht verbessert wird, bedeutet das einen Nachteil für den Wirtschaftsstandort Österreich. Eine Verteuerung der Netzkosten hebt den Strompreis zu Lasten aller Kunden. Ebenso kann erneuerbare Energie nicht sinnvoll genutzt werden. Ein Netzausbau mit der raschen Fertigstellung des 380-kV-Ringes ist dringend notwendig. Nur so können die Probleme rasch gelöst und nachhaltig beseitigt werden", so Motz abschließend. (Schluss) kr

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