- 02.02.2005, 16:27:31
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Die Grippewelle hat Österreich erreicht: Neuraminidasehemmer helfen!
Wien (OTS) - Laut Univ.-Prof. Dr. Franz X. Heinz, Leiter des
Virologischen Instituts der Medizinischen Universität Wien, ist das
Influenzavirus nun auch in Österreich eindeutig identifiziert worden.
Mit 15.700 Krankenstandsmeldungen (Daten MA 15) ist es in Wien auch
zu dem für Grippeepidemien typischen starken Anstieg auf Grund von
Atemwegsinfektionen gekommen.
Dies bestätigt den Beginn der Grippewelle in Österreich!
Die einzige Möglichkeit, den Influenzaviren nun schnell und
effektiv zu begegnen, ist der Neuraminidasehemmer Tamiflu(R), der
sich als wirksames Mittel zur Behandlung und Vorbeugung der "echten
Grippe" (Influenza) erwiesen hat und bei Ausbruch von Grippe
sofortigen Schutz bietet.
Österreichs ÄrztInnen haben nun die Möglichkeit, gemäß dem neuen
Heilmittelverzeichnis Tamiflu(R) auf Kassenkosten zu verordnen.
Weniger leiden - früher wieder fit
Das Grippe-Medikament Tamiflu(R) (Wirkstoff Oseltamivir) aus dem
Hause Roche ist ein so genannter Neuraminidasehemmer, der in
Kapselform (bzw. als Suspension für Kinder ab 1 Jahr) oral
eingenommen wird, kausal wirkt und sofortigen Schutz vor der Grippe
bietet.
Innerhalb der ersten 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome
eingenommen, werden Krankheitsintensität und -dauer und somit
eventuelle Komplikationen der Influenza drastisch reduziert. Daher
empfiehlt der Sozialmediziner Univ.-Prof. Dr. Michael Kunze: "Um das
Medikament im Fall des Falles sofort zur Hand zu haben, sodass es
seine Wirkung optimal entfalten kann, empfehle ich jedem, Tamiflu(R)
für alle Familienmitglieder in der Hausapotheke vorrätig zu haben."
Neuraminidasehemmer stellen in Bezug auf Dauer und Komplikationen
der Grippe einen enormen Fortschritt dar. Influenza-PatientInnen, die
sofort mit Tamiflu(R) behandelt werden, leiden weniger und fühlen
sich rascher wieder wohl. Darüber hinaus wird auch das Risiko von
gefährlichen Folgeerkrankungen der Grippe wie Bronchitis,
Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Mittelohrentzündung (Otitis
media) und Lungenentzündung (Pneumonie) um bis zu 75% verringert. So
können auch Antibiotikaeinsatz und Hospitalisierungsrate sowie das
Risiko einer Ansteckung weiterer Personen deutlich gesenkt werden.
Symptome werden um 43% verbessert und auch die Fieberdauer um 45%
gesenkt. Die Krankheitsdauer kann von 11 auf 6 Tage reduziert werden
(Lin. et al. 2004).
Hervorragende Wirkung - gute Verträglichkeit
Der Wirkstoff Oseltamivir verhindert die Virusausbreitung und
stoppt auf diese Weise den Krankheitsverlauf. Neuraminidase ist ein
Enzym, das das Virus braucht, um sich von der Wirtszelle zu trennen.
Neuraminidasehemmer verhindern durch eine selektive Blockade des
aktiven Zentrums der Neuraminidase des Virus die Freisetzung der neu
gebildeten Viruspartikel aus der infizierten Zelle und somit deren
weitere Ausbreitung in den Schleimhäuten der Atemwege.
Für Tamiflu(R) sind keine klinisch relevanten Wechselwirkungen mit
anderen Medikamenten bekannt. Auch Grippe-Geimpfte können im
Erkrankungsfall mit Tamiflu(R) behandelt werden.
"Grippefresser-Kapseln" für Erwachsene und Kinder
Die Therapie der Influenza mit Tamiflu(R) sollte möglichst früh,
auf jeden Fall innerhalb von zwei Tagen nach Auftreten der ersten
Symptome beginnen. Die empfohlene Dosis beträgt 75 mg Oseltamivir als
Kapsel zweimal täglich über einen Zeitraum von fünf Tagen. Bereits
Kinder ab einem Jahr können mit Tamiflu(R) behandelt werden! Eine
Suspension mit Tutti-Frutti Geschmack erleichtert Kindern (und
Eltern!) die Medikamenteneinnahme. Die Tamiflu(R)-Suspension lindert
die Symptome der Kleinen und wirkt Mittelohrentzündungen, die bei
Kindern häufig im Zuge einer Influenza auftreten, entgegen.
Die Symptome der echten Grippe
Um eine echte Grippe von banalen grippalen Infekten, also
Erkältungskrankheiten und fiebrigen Atemwegsinfektionen, die nicht
durch Influenzaviren hervorgerufen werden, unterscheiden zu können,
muss man die Symptome der Influenza kennen.
Im Gegensatz zum grippalen Infekt, der langsam beginnt und nicht so
schwer verläuft, treten die Symptome der Influenza ganz plötzlich und
innerhalb von wenigen Stunden auf. Meist beginnt die Grippe mit
starken Gelenks- und Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Frösteln bis
hin zu schwerem Schüttelfrost, Schweißausbrüchen und Fieber.
Unmittelbar danach folgen dann Atemwegsbeschwerden, Husten und
Halsschmerzen.
In der Regel dauert eine Influenzaerkrankung ein bis zwei Wochen,
wobei fünf bis sechs Tage zumeist im Bett zugebracht werden müssen.
Grippe-Check
Influenza Grippaler Infekt
Beginn der Plötzlicher Krankheitsbeginn, Langsam, allmähliche
Erkrankung rasche Verschlechterung, Verschlechterung
Influenza in Region auftretend
Krankheitszeichen
betreffen den ganzen Körper lokal (Atemwege)
Fieber hoch bis 41 GradC, Frösteln, leichte Temperatur
Schweißausbrüche
Symptome Muskel- und Gliederschmerzen, Verstopfte oder
Kopfschmerzen, Husten, laufende Nase
Abgeschlagenheit
Komplikationen Schwere Komplikationen möglich selten
(z.B. Otitis media, Pneumonie)Sekundärkomplikationen bei Grippe
Als Komplikationen und Folgeerkrankungen können auftreten:
Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis),
Mittelohrentzündung (Otitis media), Lungenentzündung (Pneumonie),
Herzmuskelentzündung (Myokarditis) und Gehirnhautentzündung
(Encephalitis). Bei Patienten, die bereits Gesundheitsprobleme haben,
kann die Influenza sogar zum Tod führen. Kinder und alte Menschen
sind besonders gefährdet, Sekundärkomplikationen zu erleiden.
Kassenstatus
Gemäß dem neuen Heilmittelverzeichnis ist eine Abgabe von
Tamiflu(R) auf Kassenkosten, nachdem die Grippewelle vom
Virologischen Institut der Medizinischen Universität Wien
diagnostiziert und verlautbart wurde, für hoch fiebernde Patienten
innerhalb von 48 Stunden nach Auftreten der klinischen Symptome
möglich. Eine entsprechende Information erfolgt durch die
gesetzlichen Krankenversicherungsträger.
Die Gefahren der Influenza
Influenza ist eine schwerwiegende Atemwegserkrankung und eine der
am meisten unterschätzten Infektionskrankheiten. Die hoch
ansteckenden Influenzaviren werden durch Tröpfcheninfektion (Husten,
Niesen) übertragen und dringen über Nase, Mund und Augen in den
Körper ein. Innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Infektion
vermehren und verbreiten sich die Viren im gesamten Körper, und es
entwickeln sich die ersten Grippesymptome.
Auswirkungen der Influenza
Etwa jeder zehnte Europäer erkrankt pro Jahr an Influenza. In
Nordamerika, Europa und Japan sind jährlich 100 Millionen Menschen
von der Grippe betroffen. In Österreich erkranken rund 800.000
Menschen jährlich an "echter Grippe", etwa 2.500 Menschen sterben an
den Folgen einer Influenzaerkrankung.
Das Influenzavirus tritt im Winter auf und verbreitet sich regional
meist nur 8-12 Wochen in der Zeit von Oktober bis April (nördliche
Halbkugel). Weltweite Epidemien, so genannte Pandemien, kommen alle
10 bis 40 Jahre vor, zuletzt 1968 die Hongkong-Grippe.
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