- 02.02.2005, 13:07:37
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Heeres-Skandal: NEWS veröffentlicht neues Horror-Video
Blutige Gewalt-Exzesse an Grundwehrdienern bei Übung in Welser Kaserne
Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner
am Donnerstag erscheinenden Ausgabe ein neues Horror-Video zum
Bundesheer-Skandal. Das Video wurde während einer vorbereitenden
"Crowd Riot Control"-Übung mit Kadersoldaten und Grundwehrdienern in
der Welser Kaserne aufgenommen und strotzt vor blutigen Gewaltszenen.
Die gefilmte Übung diente zur Vorbereitung zu der in Polen
abgehaltenen PfP-Übung "Strong Resolve 02". Mit Schlagstöcken und
Schutzanzügen ausgerüstete Kadersoldaten sollten dabei
"sicherheitspolizeiliche Maßnahmen" üben. Zu diesem Zweck wurden
Grundwehrdiener als so genannte "Roleplayer" eingeteilt und mussten
Demonstranten darstellen. Ihr Befehl lautete, unter Anwendung "von
verschiedenen Stufen von Gewalt" die Reihen der Kadersoldaten zu
durchbrechen, während die Kader dies verhindern mussten.
Die Grundwehrdiener, die keinerlei Schutzkleidung trugen, wurden
von ihren Vorgesetzten zu diesem Zweck mit Holzlatten, massiven
Paletten und prall gefüllten Wasserflaschen als "Bewaffnung"
ausgestattet. Auf dem 51 Minuten dauernden Video ist zu sehen, wie
die Situation eskaliert und Grundwehrdiener von Kadersoldaten blutig
geschlagen werden. Platzwunden, Schulter-, Waden- und
Fingerprellungen sind das Resultat.
Klar wird auch, dass es sich bei dieser Übung um keinen Einzelfall
gehandelt hat. Bei ähnlichen Übungen in Oberösterreich wurden
ausgeschlagene Zähne, Platzwunden, Abschürfungen und Prellungen
dokumentiert.
NEWS veröffentlicht zudem eine Liste über sämtliche straf- und
disziplinarrechtlichen Erhebungen im Zusammenhang mit dem
Heeres-Skandal. Betroffen sind mittlerweile sieben Kasernen, 14
Personen wurden von der Exekutive bei der Justiz angezeigt, bisher 14
Disziplinaranzeigen erlassen (13 in Oberösterreich, 1 in Kärnten).
Weitere 14 Disziplinaranzeigen sind in Vorbereitung, diese Zahl
könnte aber noch deutlich steigen. Zudem wurde auch die Schweizer
Justiz eingeschaltet, da in eine neue Causa auch Schweizer Soldaten
involviert sind.
OTS0191 2005-02-02/13:07
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