• 02.02.2005, 11:49:46
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Heinisch-Hosek: Arbeitsmarktsituation von Frauen spitzt sich zu - Regierung verharrt in untätigem Schweigen

Frauen sind die ganz großen VerliererInnen dieser Regierung

Wien (SK) "Die aktuellen Arbeitsmarktdaten bestätigen leider
den Trend, der sich bereits in den letzten Monaten abgezeichnet hat:
Die Frauen zählen zu den ganz großen VerliererInnen dieser
Regierung", sagte SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek am
Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Laut BM f. Wirtschaft und
Arbeit gibt es mit den 108.558 arbeitslosen Frauen wiederum einen
Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Frauen. "Diese Daten schließen
lückenlos an unsere jahrelange Kritik an der Regierungspolitik sowie
an die dringlichen Ermahnungen der EU-Kommission. Leider haben die
frauen- und familienpolitischen Fehlentscheidungen von Schwarz-Blau
gepaart mit einer arbeitsmarktpolitischen Untätigkeit zu dieser für
so viele Frauen prekären Situation geführt", so Heinisch-Hosek. Die
SPÖ fordert vor allem eine Qualifizierungsoffensive und mehr Geld und
Personal für gezielte Wiedereinstiegsmaßnahmen.****

Einkommensschere, mangelnder Ausbau an Kinderbetreuungsplätzen sowie
eine allgemeine Untätigkeit der österreichischen Regierung bei den
EU-Bemühungen, die Frauenbeschäftigungsquote zu erhöhen, wurden schon
mehrmals von der EU-Kommission kritisiert. Bereits jetzt nehme
Österreich beim Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen
Schlusslichtposition ein; vom Lissabon-Ziel, dass 90 Prozent der
Kinder unter drei Jahren bis 2010 außerhäuslich betreut werden, sei
man Lichtjahre entfernt. Und von der OECD werde das Kindergeld-Modell
aufgrund des mangelhaften Kündigungsschutzes als
beschäftigungsfeindlich eingestuft. "Es scheint, dass diese Regierung
vor dem Hintergrund ihres konservativen gesellschaftlichen Weltbildes
wünscht, dass Frauen - im Gegensatz zu allen volkswirtschaftlichen
Empfehlungen - vom Arbeitsmarkt verschwinden sollen."

"Bartenstein muss endlich bei den Wiedereinsteigerinnen und der
Qualifizierung spürbare Schritte setzen", forderte Heinisch-Hosek. So
sei zwischen 2000 und 2004 der Anteil der arbeitslosen Frauen, die
nur einen Pflichtschulabschluss aufweisen, um mehr als ein Drittel
angestiegen. "Eine Offensive ist dringend erforderlich, um diesen
Frauen neue Arbeitsmarktchancen zu eröffnen", so Heinisch-Hosek. Die
SPÖ-Abgeordnete kann sich beispielsweise das Angebot eines beratenden
Gesprächs über ihren Stand der Qualifikation, ihre Aussichten am
Arbeitsmarkt und sinnvolle Qualifizierungsmaßnahmen für alle Frauen
vorstellen, die ein halbes oder ein dreiviertel Jahr vor Beendigung
ihrer Babypause stehen. "Die Voraussetzung dafür ist aber einerseits
zusätzliches spezifisch geschultes Personal, um die Frauen zu beraten
und finanzielle Mittel, um die Qualifizierungen und Schulungen
anzubieten", betonte Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) up

OTS0136    2005-02-02/11:49

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