SP-Haider: Schwerer Unfall mit Schulbus - Politik hat die Pflicht, Unfallstationen in den Regionen unseres Bundeslandes zu erhalten

Änderung der Zählregel in Schulbussen Gebot der Stunde - Grasser muss einlenken

Linz (OTS) - Gestern ereignete sich in Hofkirchen an der
Trattnach, Bezirk Grieskirchen, ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein Schulbus von einem LKW gerammt worden war. In der Folge mußten 12 zum Teil schwer verletzte Kinder in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert werden.
"Dieser bedauerliche Unfall mit vielen verletzten Kindern zeigt einmal mehr, wie wichtig die Forderung nach Erhalt der Unfallstationen in den oberösterreichischen Krankenhäusern ist. Ich hoffe und wünsche den Kindern und Eltern, dass rasch alle wieder völlig gesund werden und die Folgen dieses traumatischen Ereignisses verarbeitet werden können," sagte am Dienstag Erich Haider, Vorsitzender der SP OÖ.

Nach diesem Ereignis sei es aber auch die Aufgabe der Politik, eine genaue Analyse vorzunehmen. Klar sei aber bereits jetzt, dass hinsichtlich der Notfallversorgung die Politik die Pflicht habe, genau für solche Fälle ausreichende Kapazitäten in den Krankenhäusern vor Ort sicherzustellen.
So mussten gestern sofort 12 der verletzten Kinder von den Rettungsorganisationen in die Krankenhäuser Grieskirchen, Ried, Wels, AKH Linz und sogar ins Krankenhaus Passau eingeliefert werden. 17 weitere Kinder wurden von ihren Eltern ins Krankenhaus Grieskirchen und zu Ärzten der Region gebracht, ergänzte Haider.

"Das wäre aber nach den Plänen der Pühringer-Spitalskommission nicht mehr möglich gewesen, weil diese gerade die Unfallchirurgie des Krankenhauses Grieskirchen vorsehen. Was so eine undurchdachte und ungerechtfertige Maßnahme in dieser Situation für die Kinder und ihre Eltern bedeutet hätte, kann sich wohl jeder ausmalen. Eine reine Notfallambulanz statt einer Unfallchirurgie hätte diesen Notfall nie bewältigen können. Daher lehnt die SP OÖ auch weiterhin vehement diese falschen Zusperrpläne ab. Wir wollen in Grieskirchen weiterhin eine voll funktionsfähige Unfallchirurgie statt einer Basisversorgung. Angesichts der Ereignisse lade ich die VP ein, ihre Zusperrpläne zu überdenken. Alles andere wäre verantwortungslos," machte Erich Haider klar.

Einmal mehr sei aber auch deutlich geworden, wie wichtig und dringlich die Änderung der sogenannten Zählregel bei Schülertransporten durch die Bundesregierung sei. Derzeit sei es nämlich noch immer so, dass bei Schülertransporten 3 Kinder unter 14 Jahren als 2 Personen gezählt würden. Das ließe immer noch zu, dass wesentlich mehr Kinder in Schulbussen transportiert werden könnten als Sitzplätze vorhanden seien. Das sei nicht mehr zeitgemäß und führe auch die Anschnallpflicht in Bussen ad absurdum. Zum Glück seien beim gestrigen Unfall nicht mehr Kinder als Sitzplätze im Bus gewesen, was aber gesetzlich zugelassen wäre. In so einem Fall wäre wohl eine noch höhere Verletztenzahl zu beklagen gewesen.

"Auf Antrag der SPÖ hat der Landtag am vergangenen Donnerstag den Bund einstimmig aufgefordert, diese Zählregel umgehend zu ändern. Wir hoffen, dass speziell der bisherige Bremser und laut Verkehrsministerium Verhinderer dieser sinnvollen Neuregelung für mehr Sicherheit in Schulbussen, Finanzminister Grasser, nun umdenkt. Dieser hat sich nämlich bisher immer geweigert, mehr Geld für Schülertransporte zur Verfügung zu stellen. Eine Änderung der Zähregel hätte nämlich zwingend den Einsatz von mehr Bussen als bisher zur Folge, was Grasser zu teuer ist. Die SP OÖ sagt, die Sicherheit von Schulkindern muss der Bundesregierung dieses Geld wert sein," machte Erich Haider seinen Standpunkt deutlich.

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