Breite Unterstützung für BürgerInneninitiative

Erfolgreiche Initiative für gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Jugendlichen nach der 8. Schulstufe

Wien (OTS) - Über 4.200 Unterstützungserklärungen sind seit dem 9. November 2004 bei der bundesweiten Elterninitiative Integration:Österreich eingelangt. Sie fordert, gemeinsam mit denjenigen, die unterschrieben haben, das Recht auf gemeinsamen Unterricht von Jugendlichen mit und ohne Behinderung nach der 8. Schulstufe ein.

Ziel der parteienunabhängigen Initiative ist es, sowohl Abgeordnete als auch VertreterInnen der zuständigen Ministerien mit den mangelnden Bildungsperspektiven von Jugendlichen mit Behinderung zu konfrontieren.

Derzeit ist der einzige Weg für gemeinsame Weiterbildung der Besuch einer Polytechnischen Schule - und das nur über einen Schulversuch. Als alleinige Möglichkeit ist diese Schulform jedoch ressourcenmäßig überfordert. Darüber hinaus deckt das einjährige Angebot das breite Spektrum an Weiterbildungsbedürfnissen junger Menschen mit Behinderung in keiner Weise ab.

Mangelnde Ausbildungsangebote widersprechen Benachteiligungsverbot

ElternvertreterInnen betrachten verschlossene Türen in den allgemeinbildenden und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen als Verstoß gegen die Menschenrechte sowie das in der österreichischen Verfassung festgehaltene Benachteilungsverbot. Dem haben sich bislang unterschiedlichste Organisationen, Selbstvertretungsgruppen von Frauen und Männern mit Behinderung und viele Eltern mit ihrer Unterschrift angeschlossen.

Die BürgerInneninitiative hat gezeigt, dass es eines Gesetzes zur Ausweitung integrativen Unterrichts auf alle Schulformen bedarf und die Verantwortlichen aufgefordert sind zu handeln.

Rückfragen & Kontakt:

Irmgard Kurz
Integration:Österreich, ungehindert behindert
Tannhäuserplatz 2/ 1. Stock
1150 Wien
E-Mail: irmgard.kurz@ioe.at
Tel.: 0699/105161529

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