Hochschulzugang: Broukal - "Die Zeit drängt, intelligente Lösungen zum EuGH-Urteil auf den Tisch!"

Heimatland soll volle Kosten für Studierende tragen

Wien (SK) "Die Zeit drängt. Nun müssen intelligente Lösungen auf den Tisch, die sowohl einen drohenden Ansturm ausländischer Studenten auf Österreichs Unis abwehren, als auch den freien Hochschulzugang aufrecht erhalten", erklärte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Kanzler Schüssel und Ministerin Gehrer sind dringend gefordert. Nur den Kopf in den Sand zu stecken, wäre in höchstem Maße verantwortungslos", so Broukal angesichts des nahenden EuGH-Urteils, wonach die bisherigen Zugangsbeschränkungen für ausländische Studierende in Österreich als rechtswidrig erklärt werden dürften. ****

"Ich habe aber den Verdacht", so Broukal weiter, "dass der Regierung das EuGH-Urteil ein willkommener Anlass ist, die Hände in Unschuld zu waschen und dann den freien Hochschulzugang einzuschränken, statt den Unis das Geld, das sie dringend benötigen, zu geben". Damit der freie Hochschulzugang gewahrt bleibt, müsse Schüssel in Brüssel endlich aktiv werden und seinen Kollegen klar machen, dass ein kleines Land wie Österreich nicht Zehntausende Studenten aus dem Ausland aufnehmen kann.

Die SPÖ schlage als eine Lösung vor, dass das jeweilige Heimatland des in Österreich Studierenden die vollen Kosten für das Studium trägt. Für österreichische StudentInnen sei dies ohnehin der Fall, für ausländische Studierende müsste deren Heimatland die Summen an die Republik Österreich überweisen. Dies sei eine faire Lösung, die einerseits den freien Hochschulzugang aufrecht halte und andererseits jene Länder, die ihre Studenten nach Österreich schicken, dazu motiviere, in ihr eigenes Universitätssystem zu investieren.

Auf jeden Fall, so Broukal, dürfe die Regierung jetzt nicht Realitätsverweigerung betreiben, um dann, in letzter Sekunde, zu meinen, dass der Numerus Clausus die einzige Rettung ist. "Politik braucht Weitsicht. Ich rufe den Kanzler daher auf, gemeinsam mit Universitäts- und EU-Rechtsexperten rasch eine intelligente Lösung zu suchen", so Broukal abschließend. (Schluss) cs

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