• 28.01.2005, 12:24:27
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Staatsopernpremieren "Norma" und "Werther" live in Ö1

Edita Gruberova im "Künstlerzimmer" und "Treffpunkt Kultur", "Werther"-Aufzeichnung in ORF 2

Wien (OTS) - Österreich 1 überträgt die Staatsopernpremieren von
"Norma" (5.2.) und "Werther" (19.2.) live, Beginn ist jeweils um
19.00 Uhr. Zur Einstimmung ist am 30. Jänner die "Norma" Edita
Gruberova "Im Künstlerzimmer" zu Gast und am 13. Februar
"Werther"-Dirigent Philippe Jordan (Beginn: jeweils 11.50 Uhr, Ö1).
Zudem bringt "Treffpunkt Kultur" am 7. Februar (22.30 Uhr) einen
Nachbericht zur "Norma"-Premiere: Arwid Holtenau begrüßt Edita
Gruberova live im Studio. Und am 19. März ist in ORF 2 (22.15 Uhr)
eine Aufzeichnung des neuen "Werther" zu sehen.

Sie gilt als die führende Belcanto-Sängerin unserer Zeit: Edita
Gruberova. Nur eine zentrale Rolle des Belcanto hat bis vor kurzem in
ihrem Repertoire gefehlt, eine Partie, die von vielen Sängerinnen als
die schwerste des Koloraturfaches eingeschätzt wird: Vincenzo
Bellinis "Norma". "Ich habe mich ein Leben lang auf diese Rolle
vorbereitet", erklärte die Sängerin anlässlich ihrer
"Norma"-Auftritte in Baden-Baden 2004, doch zum Studium der Partie
entschloss sie sich erst im Jahr 2000. Damals fühlte sie sich bereit,
ihre Belcanto- und Lebenserfahrung in der dramatischen Geschichte der
Druidenpriesterin zusammenfließen zu lassen. "Ich habe mir zu Beginn
des Rollenstudiums viele Aufnahmen anderer Sängerinnen angehört, doch
ich habe auch bei den großen Vorgängerinnen in dieser Rolle Dinge
gehört, die ich ganz anders machen würde. Es gibt Stellen, da muss
man einfach bei aller Dramatik mit der Stimme in den Himmel
entschweben, und das kann ich", so die aus Bratislava stammende
Sopranistin über ihre neueste Belcanto-Herausforderung. "Wenn sich
Norma am Schluss der Oper entscheidet, selbst auf den Scheiterhaufen
zu gehen und ihre Kinder dem Vater anvertraut, ist die Musik ganz
einfach, nur ein Tonwechsel, da muss ich beim Studium und in den
Proben immer weinen. Ich hoffe, dass ich dieses Gefühl auch in den
Aufführungen transportieren kann."

In fünf konzertanten Aufführungen wird man Edita Gruberova im
Februar an der Staatsoper in ihrer neuesten Rolle erleben können,
eigens für sie wurde dieses Werk in den Spielplan aufgenommen:
Premiere der "Norma" ist am 5. Februar, Österreich 1 überträgt ab
19.00 Uhr live. "Normas" untreuer Geliebter "Pollione" wird von
Salvatore Licitra gegeben, es dirigiert Marcello Viotti.

Bereits am 30. Jänner ist Kammersängerin Edita Gruberova "Im
Künstlerzimmer" (11.50 Uhr, Ö1) zu Gast. Mit Maria Rennhofer spricht
sie unter anderem über ihre Rolle und deren Herausforderung, über das
Geheimnis ihrer besonderen stimmlichen Technik und über die
Verantwortung, die sie aus ihrer Prominenz ableitet. Zwei Tage nach
der Premiere - am 7. Februar - ist Edita Gruberova bei Arwid Holtenau
im "Treffpunkt Kultur" zu Gast (22.30 Uhr, ORF 2).

Bellinis "Norma" ist aber nicht die einzige Staatsopernpremiere im
Februar, es wird auch eine französische romantische Oper in den
Spielplan zurückkehren, die letztmals 1990 in Wien szenisch gespielt
wurde: "Werther" von Jules Massenet nach Goethes Roman "Die Leiden
des jungen Werther". Die Titelrolle in dieser von Andrei Serban
inszenierten Neuproduktion wird der argentinische Tenor Marcelo
Alvarez übernehmen und damit nach seinem erfolgreichen Romeo in
Gounods "Romeo et Juliette" seine zweite französische Rolle an der
Staatsoper interpretieren. Die weibliche Hauptrolle singt die
lettische Mezzo-Sopranistin Elina Garanca, am Pult steht Philippe
Jordan. Österreich 1 überträgt die "Werther"-Premiere am 19. Februar
live ab 19.00 Uhr. Am 19. März ist in ORF 2 (22.15 Uhr) eine
Aufzeichnung des neuen "Werther" zu sehen.

"Werther"-Dirigent Philippe Jordan ist eine Woche vor der Premiere
zu Gast "Im Künstlerzimmer", am Sonntag, den 13. Februar um 11.50 Uhr
in Ö1. Der junge Schweizer hat eine international höchst erfolgreiche
Karriere gestartet, war vorübergehend Orchesterchef in Graz und
dirigiert u.a. bei den Salzburger Festspielen, in New York, London
und Paris. Er spricht mit Maria Rennhofer über seine bisherige
Laufbahn, seine Pläne und Ziele und natürlich über die aktuelle
Produktion an der Wiener Staatsoper.(ih)

OTS0166    2005-01-28/12:24

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