• 28.01.2005, 12:21:53
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VP-Korosec: Patientenanwaltschaft zeigt eklatante Versäumnisse der SP-Gesundheitspolitik

Dem derzeitigen Patientenanwalt fehlt es an leidenschaftlichem Einsatz für seine Aufgabe

Wien (VP-Klub) - "Die Berichte der Patientenanwaltschaft von 2000
bis 2003 unterstreichen eindeutig unsere jahrelange Kritik an der
Gesundheitspolitik der SP-Alleinregierung in Wien", betonte die
Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec, im heutigen
Wiener Landtag anlässlich der Vorlage der Berichte der
Patientenanwaltschaft.

Politik muss Patientenanwaltsberichte ernst nehmen und
Folgerungen daraus schließen

"Die Berichte der Patientenanwaltschaft sind immens wichtig, da die
Politik die darin aufgezeigten Befürchtungen und Probleme der
Bevölkerung ernst nehmen und daraus Konsequenzen ziehen muss. Die
Berichte der Patientenanwaltschaft zeigen deutlich die Versäumnisse
der SP-Gesundheitspolitik in Wien hinsichtlich des steigenden Bedarfs
an Dialyseplätzen in Wien, der zu geringen Kapazitäten bei der Herz-
und Vorratschirurgie und der oftmals diskutierten, aber von der
SP-Allmacht totgeschwiegenen Gangbettenproblematik auf.
Palliativbettenmangel und mangelhaftes Entlassungsmanagement sind
weitere "Hämmer" in der Kritik der Patientenanwaltschaft", betonte
die VP-Gesundheitssprecherin.

Berichte des Patientenanwalts müssen jährlich eingebracht
werden

"Nicht zuletzt aufgrund der Mängelfeststellungen in den
Patientenanwaltschaftsberichten ist es von größter Wichtigkeit, dass
mindestens einmal jährlich ein Bericht dem Landtag vorzulegen ist",
kritisierte Korosec auch die säumige Berichtlegung der
Patientenanwaltschaft. Auf die Berichte müssen die Verantwortlichen
raschest reagieren, daher sei es unverantwortlich, dass von der
Patientenanwaltschaft erst heute Berichte über Vorkommnisse der
letzten vier Jahre vorgelegt wurden. Das sei unentschuldbar und
zeige, dass Dr. Dohr mit seiner Aufgabe offenbar überfordert sei und
abgelöst werden sollte.

"Aufgabe und Funktion der Patientenanwaltschaft ist eine ernsthafte
Ombudsmann-Funktion, die zwar nicht anordnen, aber aufzeigen und
Empfehlungen abgeben kann", unterstrich Korosec als ehemalige
Volksanwältin die Möglichkeiten einer Anwaltschaft: "Und gerade
deswegen sind hier Kontinuität, Nachhaltigkeit, Leidenschaft und
Zivilcourage notwendig und für die Betroffenen immens wichtig."
Gerade diese Tugenden stünden nicht im Einklang mit der
überfallsartigen Einbringung von vier säumigen Berichten, kritisierte
Korosec und forderte, dass noch im 1. Halbjahr 2005 der nächste
Bericht vorzulegen sei.

OTS0165    2005-01-28/12:21

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR

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