- 27.01.2005, 14:28:19
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Neue Zuständigkeit in der NÖ Umweltpolitik
Sobotka zog Bilanz, Plank formulierte Ziele
St. Pölten (NLK) - Mit Jänner dieses Jahres übernahm Landesrat
Dipl.Ing. Josef Plank von Landesrat NMag. Wolfgang Sobotka einen Teil
der Umweltagenden. Bei einer Pressekonferenz zog Sobotka heute in St.
Pölten Bilanz über die niederösterreichische Umweltpolitik während
der vergangenen sechs Jahre. Landesrat Plank präsentierte in diesem
Rahmen seine Schwerpunkte für die kommenden Jahre.
"Als ich die Umweltpolitik 1998 übernommen habe, gab es viele
Leute mit guten Ideen, aber nur wenig Umsetzungsdichte. Mein Ziel war
von Anfang an, 80 Prozent der Bevölkerung zu erreichen und deren
Umweltbewusstsein und Eigenverantwortung in diesem Bereich zu heben.
Heute ist Umweltschutz für 84 Prozent der Niederösterreicher ein
wichtiges Thema. Dieses Ergebnis ist nicht zuletzt Ausdruck der
jahrelangen Bewusstseinsbildung", meinte Sobotka. "Unsere Konzepte
sind auch an der Basis angekommen, der Umweltschutz hat sich damit
verbreitert." Ebenso erfreut zeigte sich Sobotka von der guten
Zusammenarbeit aller politischen Ressorts: "Die Arbeit im
Umweltbereich hat sich von einer fachspezifischen zu einer
querschnittsorientierten Tätigkeit weiterentwickelt. Alle Abteilungen
betreiben aktiven Umweltschutz." Berührungspunkte habe es vor allem
zum Ressort von Landesrat Plank gegeben, weshalb der jetzige Wechsel
der Zuständigkeiten einen "natürlichen Übergang" darstelle.
Landesrat Plank formulierte im Anschluss die Ziele seiner
Umweltpolitik in Niederösterreich: "Prinzipiell geht es um eine
Fortsetzung der erfolgreichen Umweltpolitik der letzten Jahre, um die
Übernahme einer gut eingespielten Struktur mit verschiedenen
Organisationen wie etwa ‚die umweltberatung’ oder ‚Klimabündnis NÖ’
sowie um eine starke Vernetzung von Bereichen wie Landschaft und
Umwelt, Klimaschutz und erneuerbare Energie etc.", so Plank. Konkret
geplant sei die Fortsetzung des "vernetzten Ansatzes" zwischen
Politik, Bürgern, Gemeinden und Wirtschaft sowie die "Abrundung der
ressortübergreifenden Zusammenarbeit". Ein weiteres Thema werde sein,
keinen Widerspruch zwischen offensiver Umweltpolitik und einem
offensiven Wirtschaftsstandort Niederösterreich entstehen zu lassen.
"Aus offensiver Umweltpolitik kann sich eher ein offensiver
Wirtschaftsstandort entwickeln", so Plank. Zudem solle künftig das
"regionale Kreislaufmanagement" noch stärker betont werden.
Hinsichtlich des "Klimabündnis NÖ" werde es verstärkt darum gehen,
die "Nachbarregionen ins Boot zu bekommen", den Energieverbrauch zu
senken und "alle Spieler wie die Gemeinden, das Klimabündnis oder
auch ‚die umweltberatung’ einzubinden", so Plank. Im Bezug auf das
"Sorgenkind Verkehr" seien überdies diverse Aktivitäten geplant, in
deren Rahmen das "Fahrrad eine Renaissance erleben soll". Im
Zusammenhang mit der Abfallwirtschaft werde Abfallvermeidung der
Schwerpunkt sein. Hinter allen Aktivitäten stehe jedoch stets das
Thema nachhaltiges Wirtschaften bzw. Nachhaltigkeitsstrategie. "Die
Umweltpolitik ist die Basis, die zum Wohlfühlen in Niederösterreich
beiträgt", betonte Plank.
Weitere Informationen: Büro Landesrat Sobotka, Christian Rädler,
Telefon 02742/9005-12319 bzw. Büro Landesrat Plank, Klaus Luif,
Telefon 02742/9005-12705.
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