SP-Haider: Kasernensperre in OÖ - der nächste VP-Anschlag auf den ländlichen Raum

Künftige Heeresgliederung in OÖ noch völlig unklar, trotzdem werden Standorte ausradiert - Verteidigungsminister muss Antworten geben

Linz (OTS) - Die nun bekannten Zusperrpläne des VP-Verteidigungsministers für Bundesheerkasernen in Oberösterreich stoßen auf entschiedenen Widerstand der SP OÖ.
"Noch ist nicht einmal die Neugliederung des Heeres in unserem Bundesland klar, trotzdem wird schon die Schließung von Kasernen in OÖ angekündigt. Das ist unseriös, weil die Streitkräfteentwicklung noch nicht abgeschlossen ist. So muss das Land unbedingt darauf bestehen, dass das Kommando der 4. Panzergrenadierbrigade auf jeden Fall in OÖ bleibt. Aber schon jetzt ist klar, dass diese Pläne der nächste Anschlag der VP auf den ländlichen Raum sind. Nach Postämtern, Gendarmerieposten, Bezirksgerichten, Finanzämtern und Krankenhausabteilungen sind nun offenbar die Kasernen des Heeres dran", protestierte am Mittwoch Erich Haider, Vorsitzender der SP OÖ, gegen diese Pläne.

In Oberösterreich sei die Zahl der Präsenzdiener immer noch so hoch, dass viele davon ihren Präsenzdienst nicht im Bundesland ableisten könnten. Sie müssten in die Bundesländer Niederösterreich und Steiermark pendeln. In dieser Situation die Kasernen Kirchdorf und Freistadt zu schließen hieße, die Zahl der weit pendelnden Präsenzdiender weiter in die Höhe zu schrauben.
Außerdem sei Kirchdorf baulich einer der modernsten Standorte des Heeres, in den viel investiert worden sei. Eine Schließung sei daher wirtschaftlicher Nonsens. Im Fall von Freistadt handle es sich um den einzigen Heeresstandort im Mühlviertel und in Grenznähe, ergänzte Haider.

"Die SPÖ fordert von VP-Verteidigungsminister Platter zuerst einmal Klarheit über die Entwicklung des Heeres in Oberösterreich. Es ist der falsche Weg, vor diesen wichtigen Entscheidungen über Standorte zu diskutieren. Oberösterreichs VP-Chef Pühringer soll daher für Klarheit sorgen und nicht wieder die nächsten VP-Zusperraktionen mittragen", forderte Erich Haider unmißverständlich.

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