Posch zu Zara-Schließung: Regierung soll sich schämen!

Antirassismus-Verein droht AUS

Wien (SK) Die schwarz-blaue Regierung sollte sich schämen, einen so wichtigen Verein wie ZARA finanziell auszuhungern, empörte sich heute SPÖ-Menschenrechtssprecher Walter Posch. Dem Antirassismus-Verein droht nun das endgültige AUS, nachdem ausschließlich die Stadt Wien finanzielle Unterstützung zugesagt hat. Von den Ministerien erhält die Beratungsstelle für Opfer und Zeugen von Rassismus nur Absagen. Im Gegensatz zu anderen Ländern Europas legt die Republik Österreich augenscheinlich keinen Wert auf dringend notwendige Anti-Rassismus-Arbeit, so Posch weiter. ****

Im Jahr 2004 betrug die von ZARA dokumentierte Anzahl an Rassismus-Vorfällen über 800 (!). Der Verein legt darüber hinaus einen jährlichen umfassenden Bericht über Rassismus in Österreich vor. Ohne ZARA wird es in Zukunft keine Dokumentation und auch keinen Rassismus-Report mehr geben. Gerade in jenem Jahr, in dem die Befreiung von Auschwitz zum 60. mal begangen wird, sollte die Regierung hier mehr Verantwortung beweisen und die finanzielle Basis dieser wichtigen Einrichtung sichern, betonte der SPÖ-Menschenrechtssprecher.

Rassismus ist ein Bestandteil des österreichischen Alltags. Menschen, die mit Rassismus konfrontiert wurden, brauchen Information, Unterstützung und (rechtliche) Beratung, wie sie damit weiter umgehen können.
ZARA wurde 1999 gegründet und widmet sich umfassend der Anti-Rassismus-Arbeit:

  • Beratung für Opfer und ZeugInnen von Rassismus
  • Jeder Mensch, der (direkt oder indirekt) mit Rassismus in Österreich konfrontiert wurde, kann sich an die Beratungsstelle von ZARA wenden.
  • Das Team der ZARA-Beratungsstelle informiert über rechtliche und andere Schritte gegen rassistische Übergriffe.
  • Das Team unterstützt KlientInnen und begleitet sie beim gemeinsam beschlossenen Vorgehen.
  • Die Beratungsstelle dokumentiert systematisch alle Vorfälle, die von ZeugInnen gemeldet werden.
  • Das Beratungsservice von ZARA ist kostenlos.

(Schluss) se/mm

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0008