• 25.01.2005, 10:07:30
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ÖAMTC und ARBÖ: Acht von zehn AutofahrerInnen wollen Straßennetz-Ausbau in der Ostregion

Schulterschluss der Autofahrerclubs für eine rasche Umsetzung von Straßenbau-Projekten in Ostösterreich

Wien (ÖAMTC-Presse) - Nahezu alle Autofahrerinnen und Autofahrer
aus der Ostregion sind mit der derzeitigen Verkehrssituation
unzufrieden. Acht von zehn wollen den raschen Ausbau des hochrangigen
Straßennetzes in Ostösterreich. Der dringlichste Wunsch: Eine sechste
Donauquerung in Wien muss kommen. Das haben ÖAMTC und ARBÖ bei einer
Telefonumfrage (Info Research International) unter 1.000
Autofahrerinnen und Autofahrern aus Wien, Niederösterreich und dem
Burgenland erhoben und heute, Dienstag, bei einer gemeinsamen
Pressekonferenz präsentiert. Die beiden Autofahrerclubs fordern nun
unisono: Jetzt handeln, abgesicherte Lösungen finden und zügig
umsetzen.

"Die Bevölkerung gibt einen klaren Auftrag an Politiker und
Planer, das hat diese Umfrage deutlich gemacht. Es ist höchste Zeit,
das Verkehrsdilemma im Osten in den Griff zu bekommen", fordert DI
Mario Rohracher, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. Für Dr. Rudolf
Ertl, Präsident des ARBÖ Wien steht fest: "Das Votum ist eindeutig.
Der Verkehr ist ja da und er wird weiter zunehmen. Um unser aller
Zukunftschancen zu sichern, gilt es jetzt, die Lücken im Straßennetz
endlich zu schließen."

So wird die Verkehrssituation in der Ostregion beurteilt

Die Befragten aus den Bundesländern Wien, Niederösterreich und
Burgenland sind von der Verkehrsmisere am schlimmsten betroffen.
"Drei Viertel sehen das Straßennetz bereits jetzt am Rande der
Kapazität angelangt", sagt ARBÖ-Präsident Ertl. "Acht von zehn
AutofahrerInnen wollen den zügigen Ausbau der Autobahnen und
Schnellstraßen in der Ostregion." Nicht zu vergessen, ist der zu
erzielende Sicherheitsgewinn. Gut ausgebaute, moderne Autobahnen
gehören nachweislich zu den verkehrssichersten Straßen. Auch die
Wichtigkeit einzelner Straßenbauprojekte wurde abgefragt: eine
sechste Donauquerung, die Nordost-Umfahrung Wiens, die Verlängerung
der Nord Autobahn von Wien zur tschechischen Grenze und zur Spange
Kittsee zwischen Ost Autobahn und slowakischer Grenze. "Egal was
gebaut wird, Hauptsache es wird schnell gebaut", lautet die
einhellige Meinung der Bevölkerung.

Sechste Donauquerung und Nordost-Umfahrung in Wien dringend
gefordert

Aus Sicht der Pkw-Benutzer haben die Errichtung der sechsten
Donauquerung in Wien und die weiterführende Nordost-Umfahrung
(Regionenring) oberste Priorität: "Über 80 Prozent der Befragten
bewerten die beiden Projekte als 'besonders wichtig' oder 'wichtig'
", sagt DI Mario Rohracher vom ÖAMTC. Quer über alle Alters-, Berufs-
und Bildungsschichten gibt es Zustimmungsraten von über 75 Prozent.

"Schon allein im Hinblick auf eine Entlastung der Südost-Tangente
sind das die wichtigsten Bauprojekte der kommenden Jahre", erläutert
DI Rohracher. Die Süd-Umfahrung S 1 von Vösendorf bis Schwechat ist
ohne die Verbindung mit einer sechsten Donauquerung sinnlos. Es muss
eine bessere Verkehrsanbindung des 21. und 22. Bezirks durch die
Nordost-Umfahrung geben. Damit wird auch der Regionenring um Wien
geschlossen.

Auch zwei wichtige Bauprojekte in Niederösterreich und im
Burgenland finden die Zustimmung der Bevölkerung: Jeweils mehr als
zwei Drittel der Befragten sprechen sich für den Bau der Nord
Autobahn A 5 von Wien zur tschechischen Grenze und für die Spange
Kittsee (Nordost Autobahn A 6) aus.

Öffentlichen Verkehr in der Ostregion ausbauen

Eines zeigt die Umfrage ganz deutlich: Selbst der großzügigste
Autobahnbau ohne Ausbau des öffentlichen Verkehrs bringt nichts,
darüber sind sich die Autofahrerinnen und Autofahrer einig.
Beachtliche 60 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass für eine
längerfristige Lösung der Verkehrsproblematik in der Ostregion auch
ein weiterer Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel erforderlich sein
wird. Dr. Ertl: "Die Autofahrer sind keine Betonier, sondern gehen
realistischerweise davon aus, dass die Verkehrsströme der Zukunft nur
zu bewältigen sind, wenn Straßen- und Schienennetz parallel ausgebaut
werden."

Forderungspaket von ÖAMTC und ARBÖ für die Ostregion:

* Endlich handeln: Die Bevölkerung will, dass gebaut wird. Jetzt
sind Politiker und Planer gefordert, rasch zu abgesicherten
Ergebnissen für die Ostregion zu kommen.

* Optimale Lösungen finden: Die Autofahrerclubs stehen für
Trassenvarianten, die Natur und Umwelt am geringsten beeinträchtigen.
Höchste Effizienz bezüglich Verkehrs- und Raumwirksamkeit und
größtmögliche Verkehrssicherheit müssen gewährleistet sein.

* Zügig umsetzen: Es darf keine Zeitverzögerungen mehr geben. Wenn
Entscheidungen gefallen sind, muss mit der baulichen Umsetzung
unverzüglich begonnen werden.

Aviso an die Redaktionen:
Grafiken sind im ÖAMTC-Foto-Service im Internet unter
http://www.oeamtc.at/presse/ abrufbar, Fotos von der Pressekonferenz
gibt es ab zirka 12 Uhr.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

OTS0071    2005-01-25/10:07

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