ÖAMTC und ARBÖ: Acht von zehn AutofahrerInnen wollen Straßennetz-Ausbau in der Ostregion

Schulterschluss der Autofahrerclubs für eine rasche Umsetzung von Straßenbau-Projekten in Ostösterreich

Wien (ÖAMTC-Presse) - Nahezu alle Autofahrerinnen und Autofahrer aus der Ostregion sind mit der derzeitigen Verkehrssituation unzufrieden. Acht von zehn wollen den raschen Ausbau des hochrangigen Straßennetzes in Ostösterreich. Der dringlichste Wunsch: Eine sechste Donauquerung in Wien muss kommen. Das haben ÖAMTC und ARBÖ bei einer Telefonumfrage (Info Research International) unter 1.000 Autofahrerinnen und Autofahrern aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland erhoben und heute, Dienstag, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz präsentiert. Die beiden Autofahrerclubs fordern nun unisono: Jetzt handeln, abgesicherte Lösungen finden und zügig umsetzen.

"Die Bevölkerung gibt einen klaren Auftrag an Politiker und Planer, das hat diese Umfrage deutlich gemacht. Es ist höchste Zeit, das Verkehrsdilemma im Osten in den Griff zu bekommen", fordert DI Mario Rohracher, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. Für Dr. Rudolf Ertl, Präsident des ARBÖ Wien steht fest: "Das Votum ist eindeutig. Der Verkehr ist ja da und er wird weiter zunehmen. Um unser aller Zukunftschancen zu sichern, gilt es jetzt, die Lücken im Straßennetz endlich zu schließen."

So wird die Verkehrssituation in der Ostregion beurteilt

Die Befragten aus den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland sind von der Verkehrsmisere am schlimmsten betroffen. "Drei Viertel sehen das Straßennetz bereits jetzt am Rande der Kapazität angelangt", sagt ARBÖ-Präsident Ertl. "Acht von zehn AutofahrerInnen wollen den zügigen Ausbau der Autobahnen und Schnellstraßen in der Ostregion." Nicht zu vergessen, ist der zu erzielende Sicherheitsgewinn. Gut ausgebaute, moderne Autobahnen gehören nachweislich zu den verkehrssichersten Straßen. Auch die Wichtigkeit einzelner Straßenbauprojekte wurde abgefragt: eine sechste Donauquerung, die Nordost-Umfahrung Wiens, die Verlängerung der Nord Autobahn von Wien zur tschechischen Grenze und zur Spange Kittsee zwischen Ost Autobahn und slowakischer Grenze. "Egal was gebaut wird, Hauptsache es wird schnell gebaut", lautet die einhellige Meinung der Bevölkerung.

Sechste Donauquerung und Nordost-Umfahrung in Wien dringend gefordert

Aus Sicht der Pkw-Benutzer haben die Errichtung der sechsten Donauquerung in Wien und die weiterführende Nordost-Umfahrung (Regionenring) oberste Priorität: "Über 80 Prozent der Befragten bewerten die beiden Projekte als 'besonders wichtig' oder 'wichtig' ", sagt DI Mario Rohracher vom ÖAMTC. Quer über alle Alters-, Berufs-und Bildungsschichten gibt es Zustimmungsraten von über 75 Prozent.

"Schon allein im Hinblick auf eine Entlastung der Südost-Tangente sind das die wichtigsten Bauprojekte der kommenden Jahre", erläutert DI Rohracher. Die Süd-Umfahrung S 1 von Vösendorf bis Schwechat ist ohne die Verbindung mit einer sechsten Donauquerung sinnlos. Es muss eine bessere Verkehrsanbindung des 21. und 22. Bezirks durch die Nordost-Umfahrung geben. Damit wird auch der Regionenring um Wien geschlossen.

Auch zwei wichtige Bauprojekte in Niederösterreich und im Burgenland finden die Zustimmung der Bevölkerung: Jeweils mehr als zwei Drittel der Befragten sprechen sich für den Bau der Nord Autobahn A 5 von Wien zur tschechischen Grenze und für die Spange Kittsee (Nordost Autobahn A 6) aus.

Öffentlichen Verkehr in der Ostregion ausbauen

Eines zeigt die Umfrage ganz deutlich: Selbst der großzügigste Autobahnbau ohne Ausbau des öffentlichen Verkehrs bringt nichts, darüber sind sich die Autofahrerinnen und Autofahrer einig. Beachtliche 60 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass für eine längerfristige Lösung der Verkehrsproblematik in der Ostregion auch ein weiterer Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel erforderlich sein wird. Dr. Ertl: "Die Autofahrer sind keine Betonier, sondern gehen realistischerweise davon aus, dass die Verkehrsströme der Zukunft nur zu bewältigen sind, wenn Straßen- und Schienennetz parallel ausgebaut werden."

Forderungspaket von ÖAMTC und ARBÖ für die Ostregion:

* Endlich handeln: Die Bevölkerung will, dass gebaut wird. Jetzt sind Politiker und Planer gefordert, rasch zu abgesicherten Ergebnissen für die Ostregion zu kommen.

* Optimale Lösungen finden: Die Autofahrerclubs stehen für Trassenvarianten, die Natur und Umwelt am geringsten beeinträchtigen. Höchste Effizienz bezüglich Verkehrs- und Raumwirksamkeit und größtmögliche Verkehrssicherheit müssen gewährleistet sein.

* Zügig umsetzen: Es darf keine Zeitverzögerungen mehr geben. Wenn Entscheidungen gefallen sind, muss mit der baulichen Umsetzung unverzüglich begonnen werden.

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(Schluss)
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