• 21.01.2005, 12:27:51
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Bartenstein: Österreichs Wirtschaft hilft Tsunami-Opfern - Wir bauen Leben"

BMWA, WKÖ und Hilfswerk Austria präsentieren ein gemeinsames Wiederaufbauprojekt in Südostasien

Wien (BMWA/OTS) - "Die katastrophale Flutwelle in Südostasien ist
durch eine unglaubliche Welle der Hilfsbereitschaft abgelöst worden."
erklärte heute Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein und lobte
die österreichische Wirtschaft, die sich von Anfang an mit großen
Anstrengungen in die Hilfsmaßnahmen eingebracht habe. Gemeinsam mit
Wirtschaftskammerpräsident Dr. Christoph Leitl und Botschafter Dr.
Franz Ceska, Präsident vom Hilfswerk Austria präsentierte der
Minister die Aktion - " Wir bauen Leben". Mit diesem konkreten
Projekt soll rasche, effiziente und vor allem nachhaltige Hilfe vor
Ort geleistet werden, daher wurde heute eine Vereinbarung über die
Abwicklung der Soforthilfe für Wiederaufbauprojekte in Südostasien im
Wege von "Austrian Villages" abgeschlossen. Neben humanitären
Aspekten soll die Soforthilfe helfen, zerstörte
Wirtschaftsstrukturen vor allem im KMU-Bereich neu aufzubauen.

Das Wirtschaftsministerium wird insgesamt 1 Million Euro zur
Verfügung stellen und sofort überweisen. Zusammen mit den Geldern,
die die Wirtschaft bisher gespendet hat und den Spendengeldern die
bis jetzt dem Hilfswerk Austria zur Verfügung stehen können derzeit
rund drei Millionen Euro für wirtschaftsbezogene Vorhaben verwenden
werden. Alle Beteiligten sind aber zuversichtlich, dass sich dieser
Betrag noch deutlich erhöhen wird. Mit den Geldern sollen
Kleinunternehmen und die dafür nötige Infrastruktur wieder aufgebaut,
Lehrwerkstätten, Schulen und Berufsbildungseinrichtungen eingerichtet
und Sozialzentren mit Gesundheitseinrichtungen ausgebaut werden.

Konkret  sollen  drei Projekte noch in diesem Jahr verwirklicht

werden. Eines an der Südküste Sri Lankas im Distrikt Galle, eines in
der Nähe von Phuket in Thailand und eines in Sumatra in der Provinz
Aceh. Unmittelbar betroffen sind davon jeweils Dörfer mit 1000 bis
3000 Einwohner, da aber auch in Bildungseinrichtungen wie z.B.
Berufsschulen investiert wird, ist die Zahl der Menschen, die davon
profitieren, natürlich um vieles höher.

"Mit dem Aufbau ganzer Dörfer und der Anschaffung neuer Fischerboote
und Netze oder auch Werkzeugen und Geschäftslokalen und
Produktionsstätten wird hier Entwicklungshilfe zur Selbsthilfe
verwirklicht", betonte Bartenstein.

Die Wirtschaftskammer Österreich übernimmt treuhändisch die
Abwicklung der Soforthilfe als Subventionsmittler. In Absprache mit
dem BMWA ist die WKÖ zuständig für die Identifikation der zu
fördernden Projekte, den Abschluss der schriftlichen Vereinbarung
zwischen den jeweiligen Außenhandelsstellen und den Projektträgern
über die Details der Abwicklung, die Klärung der steuerlichen
Situation und Einrichtung eines Sonderkontos, die Unterstützung bei
der Auffindung österreichischer Lieferanten, die Sicherstellung des
Zahlungsflusses an die Lieferanten und den raschen Abschluss der
Vereinbarungen sowie Abwicklung durch die jeweiligen
Handelsdelegierten.
Die Philosophie der Austrian Villages ist es, nicht nur Unterkünfte
zu schaffen, sondern auch soziale Integration zu vermitteln",
erklärte Wirtschaftskammerpräsident Dr. Christoph Leitl.

Botschafter Dr. Franz Ceska erklärte, dass der Wiederaufbau bereits
voll im Gange sei. Die neuen Häuser würden in der Nähe der
bisherigen, jedoch nicht zu nahe am Strand errichtet werden. Die
Kooperation mit den Behörden in den betroffenen Gebieten funktioniere
gut. Wichtig sei es nun vor allem Schwung in die
Wirtschaftskreisläufe zu bringen.
Die Initiatoren gehen dabei von einen integrativen Ansatz aus, der
auf drei Säulen beruht: Hilfe für Schul- bzw. Berufsbildung,
Gesundheit und Wirtschaft. "Nur in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft
in Österreich kann nachhaltige Hilfe in den Katastrophengebieten
gewährleistet werden", meinte Ceska.

Bilder finden Sie auf der Website des BMWA unter www.bmwa.gv.at

OTS0132    2005-01-21/12:27

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