• 20.01.2005, 13:27:00
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  • OTS0185 OTW0185

Verhandlungen Hauptverband und Ärzteschaft erfolgreich

Chefarztpflicht: Patientenfreundliche Lösung gefunden

Wien (OTS) - Auf Einladung des Hauptverbandes der österreichischen
Sozialversicherungsträger haben sich heute Hauptverband und
österreichische Ärztekammer zu Gesprächen über die neue
Chefarztpflicht und den neuen Erstattungskodex für Medikamente
getroffen. Ziel war es, so der Vorsitzende der Trägerkonferenz im
Hauptverband, Karlheinz Kopf, im Sinne der Patienten und eines
reibungslosen Ablaufes in den Arztordinationen eine für alle
vertretbare Lösung für die seit 1. Jänner 2005 geltende Regelung zu
finden. In den vergangenen Wochen hatte ja vor allem die umstrittene
Dokumentationspflicht für Unmut in der Ärzteschaft gesorgt.
Karlheinz Kopf, Verhandlungsführer des Hauptverbandes: "Wir sind mit
den Ärzten übereingekommen. Die Dokumentation für die Verschreibung
von chefarztpflichtigen Medikamenten erfolgt in der Patientenkartei
des Arztes (elektronisch oder in Papierform). Kopf weist aber
daraufhin, dass diese Dokumentationspflicht immer schon nur als
Übergangslösung bis zur bundesweiten Einführung der e-card vorgesehen
war. Ärztekammerpräsident Reiner Brettenthaler: "Ich bin mit diesem
erzielten Kompromiß zufrieden".
Desweiteren hat der Hauptverband zugesagt zur besseren Lesbarkeit
des neuen Heilmittelverzeichnisses die im grünen Bereich angeführten
Heilmittel ab 1. Juli 2005 auf grünem Papier zu drucken und eine für
die Ärzte übersichtlichere Reihung der Heilmittel nach
Wirkstoffstärken und Preisen vorzusehen.
Erfreuliche Nachrichten gibt es auch für die Patienten: Ist eine
Packungsgröße, die über den normalen Monatsbedarf hinausreicht, nicht
im neuen Erstattungskodex angeführt, so kann diese Packungsgröße auf
Kosten der Krankenkassen abgegeben werden, wenn diese auf Grund einer
höheren Dosierung im Einzelfall zur Abdeckung des individuellen
Monatsbedarfes erforderlich ist. Langzeitbewilligungen für
Heilmittel, die bereits vor dem 1. Jänner 2005 erteilt wurden, werden
auch im neuen Jahr gelten. Kopf: "Wir haben damit auch eine im
Interesse von chronisch kranken Patienten brauchbare Lösung
gefunden".
Abschliessend stellt der Obmann der Kurie der niedergelassenen
Ärzte in der Ärztekammer, Jörg Pruckner, fest: "Aus Sicht der
Ärzteschaft gibt es nun in der Zeit der Übergangsphase bis zur
Einführung der e-card eine praktikable und unbürokratische Lösung".
Aus Sicht des Hauptverbandes, so Kopf, stelle das heutige
Verhandlungsergebnis auch sicher, dass das Ziel der Kostendämpfung
bei den Heilmitteln im Interesse der Beitragszahler erreicht wird.

OTS0185    2005-01-20/13:27

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHS

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