Grüne/Haidlmayr: Was wollen die Freiheitlichen noch in der Zivildienst-Reformkommission?

Jetzt ist Bewegung von ÖVP gefragt

Wien (OTS) "Wenn die Freiheitlichen an einer Veränderung des Wehr-und Wehrersatzdienstes absolut nicht interessiert sind, so stellt sich die Frage, was sie in der Zivildienstreformkommission noch zu suchen haben. Für Reinhard Bösch ist es offensichtlich kein Problem, dass die Zivildiener weiterhin in voller Länge die Missstände im Sozialsystem ausgleichen müssen", kritisiert die Zivildienstsprecherin der Grünen, Theresia Haidlmayr die heutige Forderung der FPÖ, nach einem Ende der Debatte über die Verkürzung von Wehr- und Zivildienst.

In Richtung SPÖ meint Haidlmayr: "Wir sind froh, dass sich die SPÖ dem Zwei-Etappen-Modell, das von den Grünen eingebracht wurde, angeschlossen haben." Das Etappenmodell sieht eine Verkürzung des Zivildienstes ab 1.1.2006 auf acht Monate und ab 1.1.2008 auf sechs Monate vor. "Jene Personen, die keine Gleichstellung wollen, haben noch eine Woche Zeit in sich zu gehen und sich das gründlich zu überlegen, ob wirklich eine zeitliche Ungleichstellung bei Wehr- und Wehrersatzdienst noch weiter aufrecht erhalten werden kann", so Haidlmayr weiter.

Haidlmayr zeigt sich zuversichtlich, dass das grüne Modell auch von anderen Organisationen mitgetragen werden kann, da es zukunftsweisend ist. Als Erfolg der Grünen bezeichnet Haidlmayr auch den Konsens darüber, dass die Pauschalvergütung an jene der Wehrdiener ab 1.1.2006 auf 250 Euro angeglichen werden soll. Auch bei den Verpflegungskosten zeigt sich Bewegung und Haidlmayr hält an ihrem Vorschlag fest, dass den Zivildienstleistenden monatlich ein Betrag von 600 Euro zur Abdeckung der Pauschalvergütung und der Verpflegungskosten ausbezahlt werden sollen. "Wie sich in der Kommission gezeigt hat, ist für alle klar, dass es auch eine wesentliche finanzielle Besserstellung für Zivildienstleistende geben muss. Die anberaumte Sitzung am 27. Jänner wird zeigen, ob es einen gemeinsamen Bericht geben wird", schließt Haidlmayr.

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