Schultes kritisiert AK-Stellungnahme zu angekündigter Milchpreiserhöhung

Arbeiterkammer will offenbar Kampfpreise - Bauern wollen faire Erlöse

Wien (AIZ) - Heftige Kritik an den Aussagen der Arbeiterkammer zur angekündigten Milchpreiserhöhung im Handel übte heute Hermann Schultes, Spitzenkandidat des Bauernbundes für die NÖ Landwirtschaftskammerwahl: "Die Reaktion der Arbeiterkammer auf das Bekenntnis der Handelsketten zu vernünftigen Preisen für die Bauern zeigt, dass es der AK nur darum geht, alle Partner beim Handel gegeneinander auszuspielen, auch um den Preis des Ruins der Lebensmittelverarbeitungsbetriebe, der Molkereien und der Bauern", so Schultes. Die Arbeiterkammer hatte die Unterzeichnung der Lebensmittelcharta durch die Handelsketten und deren Ankündigung einer Preiserhöhung für Milchprodukte als "wettbewerbsrechtlich bedenklich" bezeichnet und gleichzeitig die Agrarförderungen kritisiert.

"Angesichts der Übermacht des Handels setzen wir auf das konstruktive Gespräch, auf unsere Argumente der Qualität, der Frische und der Heimat unserer Produkte. Unsere Konsumenten sollen das im Geschäft auch erkennen können. Wir brauchen im immer härteren Wettbewerb dieses Bekenntnis zur österreichischen Herkunft unbedingt. Der Arbeiterkammer-Strategie, bei Lebensmitteln nur das Ablaufdatum und den Kampfpreis zu beobachten, setzen wir das konstruktive Gespräch mit dem Handel und das Bemühen um vernünftige Preise entgegen", stellte Schultes fest.

Preiszugeständnisse müssen an die Bauern weitergegeben werden

Er verlangte gleichzeitig auch, "dass es diese vernünftigen Preise für die gesamte Produktpalette geben soll und dass die Preiszugeständnisse auch wirklich an die Bauern weitergegeben werden". Schultes verwies erneut auf seinen Vorschlag, im Rahmen eines Monitoring-Systems zu kontrollieren, auf welche Weise die Handelsketten und Großhandelsversorger die Ziele der von Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch initiierten Lebensmittelcharta erreichen. Dafür sollen sie dann auch vor den Vorhang gebeten werden. Die Charta enthält bekanntlich auch das Bekenntnis des Handels, soweit wie möglich heimischen Produkten den Vorzug zu geben. Das Monitoring soll laut Schultes Milchprodukte, Fleisch, Geflügelprodukte, Gemüse, Kartoffel und Obst umfassen.

"Der Schulterschluss zwischen Bauern, Konsumenten und Handel soll dazu beitragen, den Absatz österreichischer Qualitätsprodukte zu unterstützen und beizutragen, dass die Landwirtschaft einen fairen Anteil an den erzielten Preisen erhält und die Versorgung der österreichischen Bevölkerung durch heimische Lebensmittel von höchstem Standard auch weiterhin gewährleistet ist", unterstrich der Spitzenkandidat.
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