Goldenes Verdienstzeichen für Joanna Nittenberg

Wien (OTS) - Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny überreichte am Mittwoch Dr. Joanna Nittenberg, Herausgeberin und Chefredakteurin der "Neuen Illustrierten Welt", das "Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien". Joanna Nittenberg sei eine Kämpferin und Vorreiterin, die ihr Leben ganz dem Dialog der Kulturen und Religionen gewidmet habe, so Mailath. Joanna Nittenberg habe sich immer für mehr Toleranz, Respekt und gegenseitiges Verständnis eingesetzt. Zahlreiche Gäste, darunter Elisabeth Pittermann-Höcker, Stadträtin a. D., Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, Oberkantor Shmuel Barzilai, Dr. Helga Häupl-Seitz und Elfriede Gerstl, wohnten der Feierstunde bei.

Als Herausgeberin und Chefredakteurin der Neuen Illustrierten Welt, das eine wichtige Rolle in Österreich spiele, führe Joanna Nittenberg einen publizistischen Kampf gegen den Ungeist des Antisemitismus, betonte Universitätsprofessor Anton Pelinka in seiner Laudatio.****

Sie habe Glück gehabt, eine Arbeit zu finden, die ihrer Lebenshaltung entspricht, so Joanna Nittenberg in ihren Dankesworten. Ihr gehe es um Information, um die Darstellung verschiedener Wirklichkeiten und darum eine Brücke zwischen Israel und Österreich zu bauen. Als Herausgeberin der Neuen Illustrierten Welt werde sie weiterhin einen Beitrag zur Vielfalt dieser Stadt leisten.

Biographie Joanna Nittenberg

Joanna Nittenberg wurde 1942 in Lemberg/Polen geboren. Nach der Matura studierte sie an der Universität Wien Germanistik und Publizistik und schloss dieses Studium im Jahr 1971 mit der Dissertation ""Kurt Tucholsky und die publizistische Auseinandersetzung mit der Weimarer Republik in der Weltbühne" ab.

Danach war sie Mitarbeiterin in der Kulturredaktion des ORF. Seit 1974 ist Joanna Nittenberg Chefredakteurin und Herausgeberin der Zeitschrift "Illustrierte Neue Welt", dessen Gründung auf Theodor Herzl zurückgeht. Sie hat zahlreiche Funktionen in jüdischen und zionistischen Vereinen, u. a. ist sie Vorstandsmitglied des Jüdischen Instituts für Erwachsenenbildung.

Darüber hinaus verfasste sie zahlreiche Beiträge in nationalen und internationalen Zeitungen und gab Bücher heraus, darunter "Wandlungen und Brüche - von Herzls Welt zur Illustrierten Neuen Welt" (1997) mit Beiträgen von Anton Pelinka, Erika Weinzierl, Julius Schoeps, Dorin Rabinovici u.a. Auch als Verlegerin von Lucian Meysels "In meinem Salon ist Österreich" (1995) hat sich Joanna Nittenberg einen Namen gemacht. (Schluss) rar

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