ORF unterstützt neue Spielfilme von Wolfgang Murnberger und Florian Flicker

Finanzierungszusage für insgesamt drei neue österreichische Kinoprojekte

Wien (OTS) - Grünes Licht für drei neue österreichische Kinoprojekte: Bei der kürzlich abgehaltenen Sitzung der gemeinsamen Kommission von ORF und Österreichischem Filminstitut wurden neben Wolfgang Murnbergers neuem Spielfilm "Lapislazuli" auch "Dolphins/Morgenland", das neue Spielfilmprojekt von Florian Flicker, sowie der Dokumentarfilm "Unerwünschtes Kino" von Petrus van der Let zur Finanzierung beschlossen. Insgesamt stellt der ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens für diese drei Produktionen rund 863.000 Euro Herstellungsförderung zur Verfügung.

Die drei Projekte im Überblick:

"Lapislazuli", ein ungewöhnlicher Kinderfilm von Wolfgang Murnberger

Während die neue ORF-Krimiserie "Vier Frauen und ein Todesfall", von der Wolfgang Murnberger vier Folgen inszenierte, auf ihren Start am 17. Februar wartet, bereitet der Erfolgsregisseur seinen neuen Kinofilm vor. "Lapislazuli" heißt die österreichisch-deutsch-luxemburgische Koproduktion, die die Geschichte des von zu Hause entflohenen Mädchens Sophie und des vom Blitz aus dem ewigen Eis befreiten Neandertalerbuben Bataa erzählt. Gemeinsam bestehen die beiden ungewöhnliche Abenteuer und erleben eine ganz besondere Freundschaft, die Sophie schließlich wieder zu ihrer Familie und Bataa zu seinen Vorfahren zurückführt. Das Drehbuch zum Film stammt von Volker Krappen. Die Wiener DOR Film produziert gemeinsam mit der deutschen Krebs & Krappen Film sowie mit der luxemburgischen Samsa Film.

Teenage-Roadmovie "Dolphins/Morgenland" von Florian Flicker

Florian Flicker - mehrfach ausgezeichneter Regisseur von Filmen wie "Suzie Washington" oder "Der Überfall - erzählt mit "Dolphins/Morgenland" die Geschichte von vier Jugendlichen auf der Flucht vor einem Krieg. Einem Auffanglager entkommen, versuchen sie, ihrem Schicksal zu entrinnen - angetrieben von großem Lebenshunger und der Sehnsucht nach einer besseren Welt. Laut Autor und Regisseur Flicker steht das Roadmovie "bewusst ein Stück neben der Wirklichkeit". Produziert wird "Dolphins/Morgenland" von der Wiener Coop 99, der deutschen Mediopolis und der Schweizer Filmfirma Dschoint Venture.

"Unerwünschtes Kino" von Petrus van der Let

In seinem neuen Dokumentarfilm "Unerwünschtes Kino" arbeitet Filmemacher Petrus van der Let die Geschichte jüdischer Produzenten und Filmkünstler in Österreich in den dreißiger Jahren auf. Im Mittelpunkt stehen Interviews mit Nachkommen und Zeitzeugen sowie zum Teil noch unveröffentlichtes Archivmaterial. Die Hauptakteure des Films sind die Produzenten Herman Kosterlitz (in den USA später als Henry Koster bekannt), Produzent Oskar Pilzer, der Starkomiker Otto Wallburg (er wurde 1944 in Auschwitz ermordet) und Franziska Gaal (sie starb 1971 in New York einsam und verarmt). Durch diese Lebensgeschichten hindurch soll aber auch ein Blick auf die damaligen Produktionsbedingungen geworfen werden sowie auf die inhaltliche Besonderheit der in dieser Phase produzierten Streifen. Das Drehbuch zu "Unerwünschtes Kino" stammt von Petrus van der Let, Armin Loacker und Kurt Mayer. Produzieren wird die Petrus van der Let Filmproduktion in Zusammenarbeit mit niederländischen und ungarischen Kopartnern.

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