• 19.01.2005, 11:56:09
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ORF unterstützt neue Spielfilme von Wolfgang Murnberger und Florian Flicker

Finanzierungszusage für insgesamt drei neue österreichische Kinoprojekte

Wien (OTS) - Grünes Licht für drei neue österreichische
Kinoprojekte: Bei der kürzlich abgehaltenen Sitzung der gemeinsamen
Kommission von ORF und Österreichischem Filminstitut wurden neben
Wolfgang Murnbergers neuem Spielfilm "Lapislazuli" auch
"Dolphins/Morgenland", das neue Spielfilmprojekt von Florian Flicker,
sowie der Dokumentarfilm "Unerwünschtes Kino" von Petrus van der Let
zur Finanzierung beschlossen. Insgesamt stellt der ORF im Rahmen des
Film/Fernseh-Abkommens für diese drei Produktionen rund 863.000 Euro
Herstellungsförderung zur Verfügung.

Die drei Projekte im Überblick:

"Lapislazuli", ein ungewöhnlicher Kinderfilm von Wolfgang Murnberger

Während die neue ORF-Krimiserie "Vier Frauen und ein Todesfall", von
der Wolfgang Murnberger vier Folgen inszenierte, auf ihren Start am
17. Februar wartet, bereitet der Erfolgsregisseur seinen neuen
Kinofilm vor. "Lapislazuli" heißt die
österreichisch-deutsch-luxemburgische Koproduktion, die die
Geschichte des von zu Hause entflohenen Mädchens Sophie und des vom
Blitz aus dem ewigen Eis befreiten Neandertalerbuben Bataa erzählt.
Gemeinsam bestehen die beiden ungewöhnliche Abenteuer und erleben
eine ganz besondere Freundschaft, die Sophie schließlich wieder zu
ihrer Familie und Bataa zu seinen Vorfahren zurückführt. Das Drehbuch
zum Film stammt von Volker Krappen. Die Wiener DOR Film produziert
gemeinsam mit der deutschen Krebs & Krappen Film sowie mit der
luxemburgischen Samsa Film.

Teenage-Roadmovie "Dolphins/Morgenland" von Florian Flicker

Florian Flicker - mehrfach ausgezeichneter Regisseur von Filmen wie
"Suzie Washington" oder "Der Überfall - erzählt mit
"Dolphins/Morgenland" die Geschichte von vier Jugendlichen auf der
Flucht vor einem Krieg. Einem Auffanglager entkommen, versuchen sie,
ihrem Schicksal zu entrinnen - angetrieben von großem Lebenshunger
und der Sehnsucht nach einer besseren Welt. Laut Autor und Regisseur
Flicker steht das Roadmovie "bewusst ein Stück neben der
Wirklichkeit". Produziert wird "Dolphins/Morgenland" von der Wiener
Coop 99, der deutschen Mediopolis und der Schweizer Filmfirma
Dschoint Venture.

"Unerwünschtes Kino" von Petrus van der Let

In seinem neuen Dokumentarfilm "Unerwünschtes Kino" arbeitet
Filmemacher Petrus van der Let die Geschichte jüdischer Produzenten
und Filmkünstler in Österreich in den dreißiger Jahren auf. Im
Mittelpunkt stehen Interviews mit Nachkommen und Zeitzeugen sowie zum
Teil noch unveröffentlichtes Archivmaterial. Die Hauptakteure des
Films sind die Produzenten Herman Kosterlitz (in den USA später als
Henry Koster bekannt), Produzent Oskar Pilzer, der Starkomiker Otto
Wallburg (er wurde 1944 in Auschwitz ermordet) und Franziska Gaal
(sie starb 1971 in New York einsam und verarmt). Durch diese
Lebensgeschichten hindurch soll aber auch ein Blick auf die damaligen
Produktionsbedingungen geworfen werden sowie auf die inhaltliche
Besonderheit der in dieser Phase produzierten Streifen. Das Drehbuch
zu "Unerwünschtes Kino" stammt von Petrus van der Let, Armin Loacker
und Kurt Mayer. Produzieren wird die Petrus van der Let
Filmproduktion in Zusammenarbeit mit niederländischen und ungarischen
Kopartnern.

OTS0120    2005-01-19/11:56

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