Cerwenka: Bewegung in Schuldiskussion darf nicht in Stückwerk münden

Breite Diskussion über Bildungs- und Schulsystem statt Einzelvorschläge

St. Pölten, (SPI) - "Die jüngsten Vorstöße der Unterrichtsministerin in Sachen Schulzeit und Schulformen sind grundsätzlichen positiv zu bewerten. Jeder Ansatz, Bewegung in die seit Jahren im Unterrichtsministerium festgefahrenen Strukturen zu bringen, fällt auf fruchtbaren Boden. Neue Diskussionsvorschläge dürfen allerdings nicht dazu führen, dass am Ende wieder nur einzelne Stückwerke konzipiert werden, die dann kaum bis gar nicht zu einer zukunftsträchtigen Bildungspolitik und -strategie zusammengeführt werden können. Es ist das Ganze im Auge zu behalten und das ist nur möglich, wenn das gesamte Bildungssystem und die Bildungspolitik überarbeitet und neu konzipiert werden. Ebenso sollten Grundlagen und Studien der Erziehungswissenschaften einbezogen werden", sieht der Bildungssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Helmut Cerwenka, die Gefahr des "Verlaufens" in ständig neuen Diskussionsvorschlägen.****

"Die Politik des Unterrichtsministeriums gleicht aber derzeit eher einer ‚kurvenreichen Schmalspurbahn'. Statt nach internationalen Kriterien den Lehrplan zu entrümpeln, das Bildungs- und Schulangebot neu auszurichten, die speziellen Förderangebote auszuweiten und gemeinsam mit LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen ein modernes Schul- und Bildungssystem zu verwirklichen, werden beinahe jede Woche neue öffentliche Diskussionen gestartet. Die pädagogische Qualität an unseren Schulen sinkt, SchülerInnen und Lehrkräfte sind gleichermaßen verunsichert und verärgert. Die Eltern wissen nicht mehr, woran sie sich orientieren sollen, die Ausgaben für Nachhilfeunterricht steigen und Verbesserungen sind nicht in Sicht. Hier ist endlich mehr Seriosität angesagt - und vor allem alle an einen Tisch, um eine Bildungsdiskussion zu führen, die diesen Namen auch verdient", so Cerwenka.
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